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Tesla Model S löst Serienunfall in Tunnel aus – und sorgt für Diskussionen

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Von: Sebastian Oppenheimer

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Ein von einem Tesla ausgelöster Serien-Unfall in einem Tunnel in San Francisco wird heiß diskutiert. Der Fahrer gibt dem „Autopilot“ die Schuld. Doch stimmt das?

Tesla und der „Autopilot“: Beinahe täglich lässt sich dieser unendlichen Geschichte ein neues Kapitel hinzufügen. Das Grundproblem: Es handelt sich bei allen Ausbaustufen der Technik – bis hin zum „Full Self-Driving“ (FSD) – um ein System auf Level 2 (teilautomatisiert), das ständig vom Fahrer überwacht werden muss. Ein Vorstoß von Tesla-Boss Elon Musk, die Lenkrad-Warnung bei der FSD-Beta in manchen Fällen abschaltbar zu machen, rief kürzlich sogar die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA auf den Plan. Welche Schwächen der „Autopilot“ hat, zeigen immer wieder YouTuber mit ihren Videos oder kürzlich auch deutsche TV-Journalisten. Nun wird im Netz ein Serien-Unfall heiß diskutiert, bei dem angeblich auch der Tesla-„Autopilot“ die entscheidende Rolle gespielt haben soll.

Tesla Model S löst Serienunfall in Tunnel aus – und sorgt für Diskussionen

Der Unfall ereignete sich in einem Tunnel im Bereich der Bay Bridge von San Francisco. In einem Überwachungsvideo (weiter unten zu finden) ist zu sehen, wie ein Tesla Model S auf der linken Spur plötzlich bis zum Stillstand abbremst. In der Folge fahren mehrere Fahrzeuge auf – insgesamt sieben Wagen. Der Fahrer des Model S behauptet laut Polizeibericht, dass der „Autopilot“ aktiviert war und eine Fehlfunktion gehabt habe. Den Angaben zufolge war der Tesla-Fahrer mit einer Beta-Version (nicht fertig entwickelte Software) des FSD-Systems unterwegs.

Tesla Model S löst Serienunfall in Tunnel aus – War wirklich der „Autopilot“ schuld?

Nun hat das Portal The Intercept weiteres Material aufgetrieben, das die Situation vor dem Unfall aus einer anderen Perspektive zeigt (weiter unten zu finden). Darin ist zu sehen, dass der Tesla kurz vor seinem Stopp eine Ausfahrt passiert und kurz darauf die Spur wechselt. Betrachtet man den Clip, so liegt zumindest die Vermutung nahe, dass der Fahrer des Elektroautos möglicherweise einfach die Ausfahrt verpasst hat – und vielleicht anhalten wollte, um zurückzusetzen.

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Tesla Model S löst Serienunfall in Tunnel aus – US-Verkehrssicherheitsbehörde kündigt Untersuchung an

Auf Twitter äußerte Whole Mars Catalog eine andere Vermutung – und zwar für eine Fehlfunktion des Tesla-„Autopilot“. Möglicherweise habe das System eine Warnleuchte am Tunneleingang als rote Ampel interpretiert. Erst kürzlich war bekannt geworden, dass Tesla künftig bei seinem „Autopilot“ nicht mehr nur auf Kameras setzen will – sondern auch wieder Radarsensoren verbaut.

Bei dem Unfall, der sich bereits Ende November ereignete, wurden Medienberichten zufolge neun Menschen verletzt, darunter ein zweijähriges Kind. Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA hat eine Untersuchung des Falls angekündigt.

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