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„James Bond“ Sean Connery († 90): Im Film fuhr er Aston Martin, im Buch aber diese Marke

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Von: Jan Schmidt

Er war nicht nur der erste James-Bond-Darsteller überhaupt, sondern auch einer der besten – wenn nicht sogar der beste. Sean Connery gab dem Agenten 007 vom MI6 ein Gesicht.

Nassau (Bahamas) – Samstag ist der beliebteste James-Bond-Darsteller Sean Connery im Alter von 90 Jahren verstorben. Er verkörperte Agent 007 in Perfektion. Als Frauenschwarm und Draufgänger spielte er sich in die Herzen der Kino-Fans. Vom ersten James-Bond-Kinofilm überhaupt, „James Bond jagt Dr. No“ (1962), über „Liebesgrüße aus Moskau“ (1963), „Goldfinger“ (1964) und „Feuerball“ (1965) bis zu „Man lebt nur zweimal“ (1967). Nach einem kurzen Intermezzo mit dem Schauspieler George Lazenby („Im Geheimdienst Ihrer Majestät“ (1969)) spielte Connery erneut in „Diamantenfieber“ (1971) seine Paraderolle. Den letzten Auftritt als gealterter James Bond hatte Sean Connery in dem Remake von „Feuerball“, das 1983 unter dem Titel „Sag niemals nie“ in die Kinos kam. In den Büchern von Ian Fleming fuhr James Bond Autos von Bentley, doch auf der Kinoleinwand war James Bond schon bald nicht mehr von Aston Martin zu trennen. („James Bond 007: Keine Zeit zu sterben“: Noch mehr Auto-Action im zweiten Trailer)

Sean Connery lehnt an einem Aston Martin DB5

Sean Connery in seiner Paraderolle als James Bond in Goldfinger. © imago images / Cinema Publishers Collection

„James Bond“ Sean Connery (†): Im Film fuhr er Aston Martin, im Buch aber diese Marke

Doch 007 wäre natürlich nicht 007 ohne seinen Aston Martin: In „Goldfinger“ und „Feuerball“ fuhr Connery den ikonischen Aston Martin DB5, den die Q-Abteilung des MI6 mit einigen Sonderausstattungen versehen hatte. So hatte das Filmfahrzeug zwei Maschinengewehre hinter den vorderen Blinkern, ausfahrbare Klingen in den Zentralverschlüssen der Räder, eine ausfahrbare, schusssichere Rückwand, ein Funktelefon, eine Radaranlage, einen Schleudersitz auf der Beifahrerseite, ein Ölspray und Krähenfüße hinter den Rückleuchten, eine Rauchwand aus den Auspuffendrohren, Wechselnummernschilder mit englischer, französischer und Schweizer Zulassung, Rammaufsätze vorne und hinten, ein verschließbares Waffenfach unter dem Beifahrersitz und schusssichere Verglasung. In „Feuerball“ kam noch eine hintere Wasserkanone dazu. (Aston Martin: Limitierte Sondermodelle im James-Bond-Look)

Der Aston Martin DB5 wird von einem 4,0-Liter-Reihensechszylinder angetrieben, der 210 kW/286 PS leistet und ein Drehmoment von 390 Newtonmeter bietet. Damit sprintet das rund 1.500 Kilogramm schwere Coupé in 7,1 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 229 km/h. Den DB5 gab es auch als offenen „Convertible“. Der DB5 wurde 1963 vorgestellt und war eine überarbeitete Version seines Vorgängers DB4. Das Kürzel „DB“ steht für den langjährigen Eigentümer von Aston Martin: David Brown (89, † 1993). In diesem Jahr ist bei Aston Martin eine exklusive Kleinserie von 25 Exemplaren angelaufen. Die Briten bauen das Original aus „Goldfinger“ nach. Somit haben die neuen Klassiker auch fast alle „Extras“, die der Ur-DB5 von 007 aufweist. Das Angebot richtet sich allerdings an gut betuchte Sammler, denn der Stückpreis liegt bei 3,6 Millionen Euro. Dass dieser Preis nicht aus der Luft gegriffen ist, beweist die Versteigerung eines Originals, das im August 2019 für rund sechs Millionen Euro unter den Hammer kam. Für so viel Geld sollte dann beim Cruisen aber wirklich ein bisschen 007-Gefühl aufkommen. (Fahren wie James Bond: Welche verrückten Gadgets dieser DB5-Nachbau von Aston Martin an Bord hat)

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