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Schock an Bahnübergang: Auto mit Mutter und Kind fast von Zug erfasst

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Von: Marcus Efler

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Schrecksekunde für einen Lokführer: Nur mittels Schnellbremsung verhinderte er einen Crash mit einem Auto. Darum standen Mutter und Kind mitten auf dem Gleis.

Bünde (Nordrhein-Westfalen) – Eigentlich sollte es sie gar nicht mehr geben: Unbeschrankte Bahnübergänge, die lediglich mit Andreaskreuz und bei Durchfahrt eines Zuges mit roten Blinklichtern gesichert sind. Doch noch immer sind sie zu finden – etwa an der Rangstorfer Straße im nordrhein-westfälischen Bünde.

Genau der wäre nun fast für eine Mutter und ihrem Kleinkind zur tödlichen Falle geworden. Denn der Autofahrerin passierte genau das, was diese Art Bahnübergang so gefährlich macht: Sie wurde abgelenkt, als sie auf die Schienen zurollte. Weil ihr kleines Kind auf dem Rücksitz schrie, drehte sie sich um, hielt schließlich an – ausgerechnet mitten auf dem Bahnübergang. Ohne es zu bemerken, war sie offenbar an den Halt gebietenden, rot blinkenden Warnlichtern vorbeigerollt. (Mazda 323 brettert durch geschlossene Bahnschranke – Fahrer beinahe frontal aufgespießt)

Schock an Bahnübergang: Auto mit Mutter und Kind fast von Zug erfasst.

So geriet sie direkt vor den Regionalzug von Rahden nach Bielefeld, wie die „Neue Westfälische“ berichtet. Nur Glück und die schnelle Reaktion des Lokführers verhinderten eine Katastrophe: Der Triebfahrzeugführer sah den Pkw rechtzeitig und leitete sofort eine Schnellbremsung ein. Kurz vor dem Auto stoppte der Zug.

Andreaskreuz an Bahnübergang vor durchfahrendem Zug (Symbolbild)
Bitte Vorsicht: Bahnübergänge sind grundsätzlich Gefahrenstellen. (Symbolbild) © Jens Büttner/dpa

So wurde niemand verletzt, auch die 25 Fahrgäste im Zug blieben unversehrt. Der Lokführer konnte die Fahrt fortsetzen, nachdem er sich von dem heftigen Schreck erholt hatte und die (für Bahnverkehr zuständige) Bundespolizei den Beinahe-Crash protokolliert hatte. (Kilometerweite Suff-Fahrt einer Frau endet auf Bahnschienen – war das Navi schuld?)

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Schock an Bahnübergang: Zug hat einen Kilometer Bremsweg

Mutter und Kind konnten die Fahrt ebenfalls fortsetzen. Gegen die Autofahrerin wird nun allerdings wegen des Verdachtes des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr ermittelt.

Ein Vorfall, der einmal mehr zeigt: An Bahnübergängen müssen Autofahrer stets ganz besondere Vorsicht* walten lassen. Geradezu lebensgefährlich – auch für Fußgänger und Radfahrer – ist es, die roten Blinklichter zu ignorieren oder sich gar an geschlossenen Halbschranken vorbeizuquetschen: Die dort bis zu 160 km/h schnell fahrenden Züge sind oft nicht zu hören – und haben einen Bremsweg von bis zu einem Kilometer. *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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