1. 24auto
  2. News

„Blödbommel“, „Hasenhirn“, „Parkhausblinker“: So fluchen die Deutschen am Steuer

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Sebastian Oppenheimer

Ein offenbar wütender und gestikulierender Mann hinter dem Lenkrad eines Fahrzeugs. (Symbolbild)
Im Auto fallen schon mal gerne Schimpfwörter – eine Studie hat sich nun mit diesem Thema beschäftigt. (Symbolbild) © imago images / Westend61

Hinterm Steuer rutscht schon mal ein Schimpfwort raus. Eine Studie hat nun untersucht, wie Deutsche im Auto fluchen. Und das ist teilweise echt einfallsreich.

München – Gerade wenn man ohnehin gestresst ist, kochen die Emotionen beim Autofahren schnell mal über. Und wenn dann der Hintermann auf der Autobahn unerbittlich drängelt oder man scharf bremsen muss, weil man von einem Raser geschnitten wird – dann kann es schon mal sein, dass ein Schimpfwort oder ein Fluch aus einem herausplatzt. Je nach Situation möglicherweise auch gleich mehrere. Eine Studie hat nun untersucht, welche Schimpfwörter bei deutschen Autofahrern am beliebtesten sind – und welches die zehn ausgefallensten Flüche im Auto sind. (YouTuber repariert Corvette C8 mit Suppennudeln – „Man sieht den Unterschied kaum“)

Von „Hasenhirn“ bis „Blödbommel“: So ausgefallen schimpfen deutsche Autofahrer

Laut der Befragung des Dashcam-Herstellers Nextbase und des Meinungsforschungsinstitutes YouGov gab die Mehrheit der Umfrageteilnehmer an, sich als eher besonnen und allgemein sicheren Fahrer einzuschätzen (63 Prozent). Dennoch fühlt sich eine nennenswerte Anzahl an Autofahrern „vorwiegend gestresst oder unsicher“, wenn sie im Straßenverkehr unterwegs ist: Etwa jeder Siebte ist beim Autofahren gestresst oder ängstlich (14 Prozent). (Tuning-Ikone JP Kraemer will diesen „Gran Turismo“-Boliden im echten Leben bauen)

Von „Hasenhirn“ bis „Blödbommel“: Besonders gerne wird in Rheinland-Pfalz am Steuer geschimpft

Geflucht wird jedenfalls relativ häufig: Mehr als die Hälfte der Befragten gab an, Schimpfwörter im Auto zu benutzen. Dabei wurden zwischen den einzelnen Bundesländern durchaus Unterschiede deutlich: Am meisten geflucht wird laut der Studie bei Autofahrern in Rheinland-Pfalz (65 Prozent) – in Hamburg dagegen scheint man hinter dem Lenkrad fast schon zur Besonnenheit zu neigen: Hier behaupteten nur 45 Prozent, im Auto zu fluchen. (Mitsubishi Lancer mit Extrem-Lackierung – „Wo zum Teufel sind die Türgriffe?“)

Die Top 5 der „klassischen“ Autofahrer-Schimpfwörter sind der Umfrage zufolge:

SchimpfwortAnteil
1. A*sch(-loch)20 Prozent
2. (Voll-)Idiot16 Prozent
3. (Voll-)Depp7 Prozent
4. Penner5 Prozent
5. Blödmann5 Prozent

Wie die Studie ergab, lassen sich bei den Flüchen aber auch regionale Prägungen feststellen. In Bayern wird beispielsweise gerne in Mundart geschimpft. Dann wird die „Gegenseite“ etwa als „Saubazi“ bezeichnet. Wie die Umfrage weiterhin herausfand, nutzt nicht jeder Fahrzeuglenker die „Standard-Flüche“. Das sind die Top 10 der ausgefallensten Schimpfwörter:

Studie über das Fluchen im Auto: Beschimpfungen gegenüber anderen können laut ADAC teuer werden

Doch Vorsicht: Wer so flucht, dass sein Gegenüber die Schimpfwörter mitbekommt, muss laut ADAC mit hohen Geldstrafen rechnen – besonders wenn Politessen oder Polizeibeamte das Ziel sind. So habe laut dem Automobilclub ein wütender Verkehrsteilnehmer einen anderen als „Drecksvieh“ bezeichnet – was eine Geldstrafe in Höhe von 700 Euro nach sich zog. Tausend Euro kosteten demnach in bestimmten Fällen „W*chser“, „Verbrecherin“ und „blöde Kuh“. Und ein Autobesitzer, der einen Lkw-Fahrer mehrfach als „H*rensohn“, „Bastard“ und „H*renbock“ tituliert hatte, musste sogar 1.600 Euro blechen. Beim Fluchen also besser das Autofenster geschlossen halten.

Auch interessant

Kommentare