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Steigende Rohölpreise: Deutschland reagiert auf Preis-Explosion

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Von: Simon Mones

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Die hohen Ölpreise in Folge des Ukraine-Kriegs lassen die Spritpreise noch weiter ansteigen. Der Bund hat nun auf die Entwicklung reagiert.

Berlin – Die Spritpreise in Deutschland springen aktuell von Rekord zu Rekord. Ein Ende ist jedoch nicht in Sicht. Das liegt auch an dem anhaltenden russischen Angriffskrieg in der Ukraine, der zu Turbulenzen auf den Ölmärkten gesorgt hat. So ist der Preis für Rohöl binnen weniger Tage drastisch angestiegen, das wiederum merken die deutschen Autofahrer an der Zapfsäule.

Seit Jahresbeginn sind die Ölpreise um rund 45 Prozent gestiegen, allein seit Wochenbeginn um mehr als zehn Dollar. Die Nordseesorte Brent war so teuer wie zuletzt 2014. Der Preis Fass der US-Sorte WTI erreichte den höchsten Stand seit 2011. Grund für den Preisanstieg waren Ängste wegen möglicher Lieferausfälle infolge des Kriegs in der Ukraine. Einige Experten vermuten sogar, dass einige Länder die Einfuhr russischen Erdöls sogar komplett verbieten könnten.

Steigende Rohölpreise: Deutschland reagiert auf Preis-Explosion

Um den Markt zu beruhigen, hatte die Internationale Energieagentur (IEA) am Dienstag (1. März) bekannt gegeben, 60 Millionen Barrel aus den strategischen Rohölreserven ihrer Mitgliedstaaten freizugeben. Einer dieser Mitgliedsstaaten ist Deutschland. Entsprechend dem Anteil am Erdölverbrauch der IEA-Länder von 5,4 Prozent. (Explodierende Spritpreise: So viel Benzin und Diesel darf an Bord)

Eine Erdölraffinerie. (Symbolbild)
Auch die Bundesregierung hat einen Teil ihrer Ölreserven freigegeben. (Symbolbild) © Patrick Pleul/dpa

In Bezug auf die Gesamtmenge sind das 434.000 Tonnen Öl, das entspricht rund 3 Prozent der deutschen Erdölreserven. Die Reichweite der strategischen Reserven sinkt allerdings nur auf die gesetzlich vorgegebenen 90 Tage. Bislang lag sie mit 93 Tagen über dem festgelegten Soll.

Steigende Rohölpreise: Deutschland gibt ersten zum vierten Mal Ölreserven frei

„Wir leisten damit einen Beitrag im internationalen Konzert. In Zeiten wie diesen ist es wichtig, geschlossen zu handeln“, betonte Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne). „Ich sehe vor allem, dass diese Reserve dazu da ist, dass wir in Deutschland sicherstellen, dass - sollte eine Lieferkette reißen - wir genug Öl im Land haben.“ (Spritpreise in Deutschland: Tankstellen-Sterben befürchtet – wegen Polen)

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Es ist zudem erst das vierte Mal, dass Deutschland strategische Ölreserven freigibt. Die bisherigen Anlässe waren der Golfkrieg 1990/91, die von den Hurrikanen „Katrina“ und „Rita“ 2005 angerichteten Schäden in den USA sowie der Ausfall libyscher Ölexporte im Jahr 2011. (Mit Material der dpa)

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