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Robert Habeck: Grüner Wirtschaftsminister fordert, das Auto stehenzulassen

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Von: Sven Trautwein

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Wirtschaftsminister Robert Habeck fordert die Deutschen auf, Energie zu sparen. Dafür sollten sie auch ihre Autos weniger bewegen.

Berlin – Im Zeichen der Ukrainekrise fordern immer mehr Politiker die Deutschen auf, Energie zu sparen. Robert Habecks Aussage, das Auto stehenzulassen, erhitzt dabei die Gemüter besonders. Dabei gibt er gleich eine Faustformel mit auf den Weg. Gegenüber der „Funke Mediengruppe“ spricht der Wirtschaftsminister von zehn Prozent Ersparnis, die jeder mit einfachen Tricks erzielen kann.

Robert Habeck, Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz, spricht zum sogenannten Osterpaket der Bundesregierung, welches mit Förderungen die Energiewende hin zu erneuerbaren Energien voranbringen soll.
Robert Habeck, Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz, fordert die Deutschen zum Energiesparen auf. Auch das Auto sollte stehenbleiben. © Michael Kappeler/dpa

Robert Habeck: Auto stehenlassen und weniger heizen

Für den Grünen-Politiker Habeck (52) geht es vor allem darum, mit einfachen Mitteln den Energieverbrauch zu drosseln. Dies „ärgere Putin“, so der Minister. Auch die Arbeitgeber nehme er in die Pflicht. So sei Homeoffice auf freiwilliger Basis weiterhin ein guter Weg, Energie zu sparen. Und auch mit diesen einfachen Tricks könne es gelingen.

Nicht nur an Feiertagen und am Wochenende rät er dazu, öfter das Auto stehenzulassen. Stattdessen solle auf das Fahrrad oder den Zug gesetzt werden. „Jeder nicht gefahrene Kilometer ist ein Beitrag, um leichter von russischen Energielieferungen wegzukommen. Das Klima schützen wir obendrein.“

Tempolimit und aufs Auto verzichten sparen Kraftstoff

Immer wieder rückt auch ein allgemeines Tempolimit auf Autobahnen in den Fokus. Durch die Ukraine-Krise und die damit extrem angestiegenen Kraftstoffpreise muss einmal genauer nachgerechnet werden. Im Jahr 2020 haben die Deutschen 3,82 Milliarden Liter Benzin und 18,3 Milliarden Liter Diesel verbraucht. Hier ist sicherlich mit einigem Sparpotential zu rechnen. Schließlich ist die Rechnung einfach: Je schneller ein Fahrzeug unterwegs ist, desto mehr Sprit verbraucht es. Wie viel genau eingespart werden kann und welches das beste Tempo mit größtem Sparfaktor ist, haben wir hier einmal untersucht.

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Den größten Einspareffekt habe man, wenn man das Auto ganz stehenließe und stattdessen aufs Fahrrad oder Bus und Bahn umsteigen würde. Auch in der eigenen Wohnung ließe sich einiges optimieren, um Energie und damit Geld zu sparen. Schließe man etwa abends die Gardinen bei einer geheizten Wohnung, könnten fünf Prozent eingespart werden, rechnet Habeck vor. Das Verringern der Raumtemperatur um ein Grad spare sechs Prozent ein.

Doch dass viele Deutsche nun wirklich im Zeichen der Krise auf das Auto verzichten werden, ist nach den bisherigen Erfahrungen eher unwahrscheinlich.

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