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Rivian will wachsen: Milliarden-Investition in Expansionspläne

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Von: Simon Mones

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Der Börsenkurs von Rivian ist jüngst eingebrochen. Davon lässt sich der E-Autobauer jedoch nicht aufhalten und setzt voll auf Wachstum.

Irvine (USA) – Die Elektromobilität setzt sich weltweit immer mehr durch und bringt auch zahlreiche neue Hersteller mit sich. Doch viele Start-ups verschwinden so schnell wieder in der Versenkung, wie sie aufgetaucht sind, anders sieht das bei Rivian aus. Das US-Unternehmen hat noch vor Tesla und Ford einen elektrischen Pick-up auf den Markt gebracht und auch der Börsenstart verlief äußerst erfolgreich.

Inzwischen ist der selbst ernannte Tesla-Jäger an der Börse jedoch deutlich abgeschmiert, da Rivian die hohen Erwartungen nicht erfüllen konnte. Das Produktionsziel von 1.200 Pick-ups wird in diesem Jahr wohl nicht erreicht. Für Rivian scheint das jedoch kein Grund zu sein, um den Kopf in den Sand zu stecken. Im Gegenteil, das US-Unternehmen schaltet in den Angriffsmodus.

Rivian will wachsen: Milliarden-Investition in Expansionspläne

So hat Rivian angekündigt, seinen Standort in Normal im US-Bundesstaat Illinois ausbauen zu wollen. In dem ehemaligen Mitsubishi-Werk wird der Elektro-Pick-Up R1T gebaut. Die Genehmigung, die Fabrik auf insgesamt knapp 370.000 Quadratmeter zu erweitern, liegt bereits vor. (Kurioser Prototypen-Crash: Getarnter Rivian kracht in Mercedes S-Klasse)

Rivian R1T, stehend  (Symbolbild)
Rivian greift für seine Expansionspläne tief in die Tasche (Symbolbild) © Rivian

Geplant ist ein Ausbau der Produktions- und Lagerkapazitäten, zudem will Rivian bis zum zweiten Quartal 2022 weitere 800 bis 1.000 Arbeitsplätze in dem Werk in Normal schaffen. Doch das ist nur ein Teil der Expansionspläne, immerhin sind weitere Modelle in Planung, wie etwa ein Elektro-Transporter für Amazon oder die SUV-Version R1S.

Rivian will wachsen: Neues Werk in Georgia – Expansion nach Europa?

Daher ist ein zweites Werk in Georgia geplant, in das Rivian fünf Milliarden US-Dollar investiert. Der neue Standort soll in der Metropolregion Atlanta entstehen. Mit dem Bau soll bereits im Sommer 2022 begonnen werden. 2024 soll das neue Werk dann seinen Betrieb aufnehmen.

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Pro Jahr sollen dort rund 7.500 Mitarbeiter etwa 400.000 Autos bauen. Welche Baureihen Rivian in Georgia produzieren lassen will, ist jedoch noch nicht bekannt. Doch das US-Unternehmen will nicht nur in seinem Heimatland expandieren, auch Europa rückt in den Fokus. Wie „Auto, Motor und Sport“ berichtet, wollen die Amerikaner gerüchteweise mit dem Auftragsfertiger VDL Nedcar zusammenarbeiten. Möglicherweise übernimmt Rivian dessen Werk auch komplett.

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