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Rivian: Start-up ist wertvoller als Volkswagen – aber warum?

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Von: Simon Mones

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Rivian ist erst vor kurzem in den USA an die Börse gegangen. Inzwischen hat das Start-up aber schon Volkswagen überholt. Doch wie konnte es dazu kommen?

Irvine (USA) – Die Automobilindustrie ist derzeit weltweit in Aufruhr. Das liegt jedoch nicht nur daran, dass wichtige Bauteile fehlen, sondern auch an der Transformation hin zur Elektromobilität. Immer mehr Start-ups setzen die etablierten Hersteller dabei gewaltig unter Druck und überraschen mit teils astronomischen Unternehmensbewertungen.

Jüngst sorgte beispielsweise Tesla für Aufsehen. Der Börsen-Kurs des Unternehmens war nach einem Deal mit dem Autovermieter Hertz stark gestiegen. Innerhalb kürzester Zeit war der Elektroautohersteller mehr als eine Billion Euro wert. Eine ähnliche Entwicklung zeichnet sich nun auch bei Rivian ab. (Kurioser Prototypen-Crash: Getarnter Rivian kracht in Mercedes S-Klasse)

Rivian: Start-up ist wertvoller als Volkswagen – aber warum?

Nur wenige Tage nach dem Börsengang liegt der Marktwert bereits bei rund 152 Milliarden US-Dollar (etwa 134 Milliarden Euro), damit ist Rivian wertvoller als Volkswagen. Verglichen mit dem Ausgabepreis von 78 Euro, hat sich der Wert der Anteilsscheine binnen weniger Tage mehr als verdoppelt. Das 2009 gegründete Elektro-Start-up ist nach Tesla und Toyota (circa 262,54 Milliarden US-Dollar) zudem der drittwertvollste Autohersteller weltweit. (Ford F-150 Lightning: Deshalb ist der Elektro-Pick-up so günstig)

Ein Rivian RT1, stehend. (Symbolbild)
Das US-Start-up Rivian hatte nur wenige Tage nach seinem Börsengang Volkswagen überholt. (Symbolbild) © Elliot Ross/Rivian

Anders als Tesla und Toyota halten sich die Verkaufszahlen von Rivian bislang allerdings in Grenzen. Erst im September ist mit dem Pick-up RT1 das erste Elektroauto des Start-ups auf den Markt gekommen. Ähnlich wie bei Teslas Cybertruck gab es auch bei Rivian mehrfach Verschiebungen des Produktionsstarts.

Rivian: Hohe Bewertung trotz geringer Absatzzahlen

Bis Ende des Jahres rechnet das US-Unternehmen zudem mit grade einmal 1.000 Auslieferungen. Wie kommt es also zu dieser hohen Bewertung des Start-ups? Dafür gibt es unterschiedliche Gründe. So spiegelt der Börsenwert nicht nur den aktuellen Wert sowie die Produktionskapazität wider, sondern auch Erwartungen an die Zukunft des Unternehmens.

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Hier wird es bei Rivian interessant. Denn mit Ford und Amazon sind bereits zwei große Unternehmen bei dem Start-up involviert. Insbesondere der Onlinehändler könnte ein Faktor für den Marktwert von Rivian sein. Amazon hält 20 Prozent der Anteile an dem US-Unternehmen und ist auch Großkunde von Rivian. Bis Ende des Jahrzehnts soll das Start-up 100.000 elektrische Lieferwagen an Amazon ausliefern. (Mit Material der dpa)

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