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Cannonball elektrisch: Tesla schlägt Porsche bei illegalem Rennen (mit Video)

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Von: Marcus Efler

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Nicht legal, aber populär: Beim Cannonball-Rennen brettern Autos möglichst schnell durch die USA. Bei der Elektro-Variante reparierten Amerikaner jetzt die US-Ehre.

Los Angeles (USA) – Es ist schnell, es ist populär und es ist laut: das Cannonball-Rennen quer durch die USA. Unverzichtbare Zutaten sind dröhnende V8-Motoren und fette Vans mit Fake-Blaulicht, wie man spätestens seit dem Film „The Cannonball Run“ (fragwürdiger deutscher Titel: „Auf dem Highway ist die Hölle los“) weiß. Und natürlich ist das Rennen illegal. (Peinlich-Crash bei Autorennen: Golf-R-Fahrer blamiert sich bis auf die Knochen)

Cannonball elektrisch: Tesla schlägt Porsche bei illegalem Rennen (mit Video)

Besser gesagt: die Rennen, denn der Name Cannonball ist nicht gesetzlich geschützt. Und so buhlen mehrere mehr oder weniger „seriöse“ Veranstaltungen (mittlerweile auch in anderen Ländern) um die Aufmerksamkeit pubertierender Vollgas-Fans. Einer dieser Ableger gibt sich seit 2018 ökologisch korrekt, indem seine Teilnehmer anstatt mit Big-Block-Motoren mit elektrisch angetriebenen Autos von New York nach Los Angeles sausen. (Rennfahrer in Reichweiten-Angst: Formel-E-Autos bleiben mitten auf Strecke liegen)

Tesla Model S Plaid, fahrend
Mit neuem Rekord beim E-Cannonball: Tesla Model S (Symbolbild) © Tesla

Cannonball elektrisch: Neuer Rekord in 42 Stunden und 17 Minuten

Zur Verwunderung mancher Amerikaner sicherte sich im vergangenen Jahr nicht wie üblich ein Tesla-Team den zweifelhaften Titel der lokal emissionsfreien Raserkönige, sondern die Fahrer eines Porsche Taycan 4S. Sie hatten die etwa 4.500 Kilometer in 44 Stunden, 25 Minuten und 59 Sekunden geschafft und damit den Rekord eines tiefergelegten Tesla Model 3 um neun Minuten unterboten.

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Jetzt stellte ein Team namens „The Kilowatts“ die amerikanische Ehre wieder her: Nur 42 Stunden und 17 Minuten, also über zwei Stunden weniger als der Porsche Taycan, brauchten die beiden Fahrer in einem geliehenen Tesla Model S, wie sie auf ihrem YouTube-Channel behaupten. Damit nicht genug der Strom-Verschwendung: Auch in der Gegenrichtung hätten sie die Porsche-Zeit geschlagen. Einen Eindruck der Fahrt geben die entsprechenden Videos auf YouTube:

Cannonball elektrisch: Nicht im Ansatz so schnell wie mit Verbrennungsmotor

In den Filmchen sieht das dank Zeitraffer allerdings schneller aus, als es in Wirklichkeit war. Denn so richtig zügig waren die Stromer nicht unterwegs – Benzin-Fahrer schaffen die Distanz angeblich in unter 28 Stunden, müssen allerdings (trotz vieler schneller Tesla-Supercharger auf der Route) auch nur kürzere Tankpausen einkalkulieren.

Ohne Verkehrsverstöße geht es trotzdem nicht ab: Nach eigenen Angaben fuhren die elektrischen Cannonballer durchschnittlich 112 Prozent der unterwegs geltenden Tempolimits – unter Berücksichtigung der Ladepausen. Angestrebt waren freilich 130 Prozent. Porsche-Fahrer, jetzt seid ihr wieder dran!

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