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Tesla fehlen Mitarbeiter – nur 350 Model Y pro Woche

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Von: Simon Mones

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5.000 Elektroautos pro Woche sollten bis zum Jahresende die Gigafactory in Grünheide verlassen. Davon ist Tesla noch weit entfernt.

Grünheide – Den Bau der Gigafactory in Grünheide bei Berlin brachte Tesla in nur zwei Jahren über die Bühne. Ursprünglich war die Eröffnung sogar bereits für Sommer 2021 geplant. Doch die deutsche Bürokratie, Änderungsanträge und Proteste gegen den Bau sorgten für eine deutliche Verzögerung der finalen Genehmigung. Seit Ende März ist die Fabrik nun offiziell in Betrieb und gleich zur Eröffnung wurden auch die ersten 30 Model Y an ihre Besitzer übergeben. In einigen Punkten hängt Tesla seinen Plänen jedoch noch hinterher, zum Beispiel bei der wöchentlichen Produktion.

Bis Jahresende sollte diese eigentlich bei 5.000 Elektroautos liegen, dieses Ziel werde Tesla jedoch verfehlen. Entsprechend sollen dieses Jahr nur rund 30.000 Model Y in der Gigafactory produziert werden, berichtet die Automobilwoche unter Berufung auf Unternehmenskreise.

Tesla Model Y in der Gigafactory in Grünheide.
In der Gigafactory in Grünheide werden pro Woche nur 350 Tesla Model Y gebaut. © Patrick Pleul/dpa

Tesla fehlen Mitarbeiter – nur 350 Model Y pro Woche

Wenige Wochen nach Produktionsstart verlassen lediglich 350 Elektroautos pro Woche die Gigafactory in Grünheide. Trotzdem gab es zuletzt bereits erste Beschwerden über die Qualität der Model Y. Im nächsten Schritt soll die Fertigung bis Ende April auf 1.000 Fahrzeuge gesteigert werden. Die Volumenproduktion soll erst im kommenden Jahr starten.

Dafür gibt es unterschiedliche Gründe. So stehen die Bänder in der Gigafactory im Herbst für drei Wochen wegen Umbaumaßnahmen still, da aktuell noch die Akkus vom Typ 2170 verbaut werden. Künftig sollen die Model Y aus Grünheide jedoch mit – denen in der vor Ort befindlichen Batteriefabrik produzierten – 4680-Akkus ausgestattet werden.

Tesla fehlen Mitarbeiter – auch Model 3 soll in Grünheide produziert werden

Hinzukommt, dass bei Tesla derzeit noch Personalmangel herrscht. Eine Analyse einer Beratungsfirma, die der Automobilwoche vorliegt, geht aktuell von lediglich 3.500 Mitarbeitern in den verschiedenen Gewerken aus. Im März sprach Tesla selbst noch von rund 3.000 Angestellten. Entsprechend soll es auch im Mai lediglich eine Schicht geben, ab Juni soll das Model Y dann in zwei Schichten gebaut werden. Und auch die Gasversorgung könnte noch zu einem Problem werden.

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Tesla kommentierte die Pläne zum Hochlauf der Gigafactory in Grünheide indes nicht. Offiziell sehen die Pläne jedoch eine jährliche Fertigung von 500.000 Elektroautos vor – neben dem Model Y soll später auch das Model 3 in dem Werk vom Band laufen. Neben den Fahrzeugen sollen die 12.000 Mitarbeiter – mit denen Tesla unter Volllast plant – dann auch Akkus und Batteriesysteme fertigen.

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