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Prinz Charles und sein Aston Martin DB6: Der Klassiker fährt mit Abfällen

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Von: Marcus Efler

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Mit der Aussage, seinen Aston Martin mit Abfällen aus der Wein- und Käseproduktion zu betanken, entzückt Prinz Charles Öko-Fans. Doch Experten sind nicht nur begeistert.

London (Großbritannien) – Dass ein Aston Martin ein besonderes Auto ist, weiß man spätestens seit den James-Bond-Filmen. Meist sind die britischen Coupés des fiktiven Geheimagenten mit irgendwelchen raffinierten technischen Mätzchen ausgestattet, die seinen Verfolgern die Jagd erschweren – die man ihnen von außen aber nicht ansieht.

Das gilt auch für den Aston Martin DB6 eines ganz realen, aber ebenso prominenten Zeitgenossen: des britischen Thronfolgers Prinz Charles (72). Optisch unterscheidet sich der Wagen nicht von den anderen Exemplaren, die von 1965 bis 1970 produziert wurden. Die 325 PS starke Cabrio-Version Volante von Prince Charles wurde 2011 weltberühmt, als sein Sohn Prinz William* ihn bei der Hochzeit mit Herzogin Kate* chauffierte. (Aston Martin Valhalla: Britisches Hypercar mit ehrgeizigem Rekordziel)

Prinz Charles und sein Aston Martin DB6: Der Klassiker fährt mit Abfällen

Was das Fahrzeug so besonders macht, verriet der Prinz von Wales nun dem britischen Sender BBC: Es fahre nicht mit normalem Sprit, sondern mit „Abfallprodukten: überschüssigem englischen Weißwein und Molke aus der Käse-Produktion“, so der Prinz. „Das können Sie mir glauben.“

Prince Charles und sein Aston Martin DB6 Volante (Symbolbild)
Stilvoll: Prinz Charles und sein Aston Martin DB6 Volante (Symbolbild) © Rebecca Naden/Imago

Rechtzeitig vor der UN-Klimakonferenz im schottischen Glasgow präsentierte sich der Royal somit als echter Umweltfreund. Allerdings ist englischer Weißwein dann doch nicht so schlecht, dass man ihn direkt in einen Autotank kippen und verbrennen müsste. Vielmehr fährt der DB6 mit einem Gemisch aus 85 Prozent Bioethanol und 15 Prozent Super Bleifrei. „Die Ingenieure bei Aston sagten: Oh, das wird ihn ruinieren“, erinnert sich der bekennende Oldtimer-Fan. (Benzin-Chaos in Großbritannien: Darum müssen jetzt Soldaten ran)

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Prinz Charles und sein Aston Martin DB6: Nicht nur Wein und Käse

Tat es bekanntlich nicht und auch die Umrüstung von Benzin auf Ethanol E85 ist mit wenig Aufwand verbunden. Ausgerechnet Umwelt-Organisationen waren von dem Statement des Prinzen allerdings nicht nur amüsiert. Denn Bioethanol wird eben nicht nur aus Nahrungsabfällen gewonnen, die sonst im Müll landen würden, sondern beispielsweise auch aus Zuckerrüben – für deren Anbau manchmal Wälder weichen müssen. „Die kuriose Lösung von Prinz Charles*“, fand etwa Greg Archer, UK-Direktor der European Federation for Transport and Environment, „sollte nicht mit einer ernsthaften Lösung zur Verringerung des Kohlenstoff-Ausstosses von Fahrzeugen verwechselt werden.“ *24.royal.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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