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Mann macht Porsche-Testfahrt – und verliert Führerschein

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Von: Simon Mones

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In der Schweiz wurde ein 21-Jähriger bei einer Porsche-Testfahrt von der Polizei geblitzt. Seinen Führerschein ist er nun los.

Sankt Moritz (Schweiz) – Wer in der Schweiz zu schnell ist, der muss mit empfindlichen Strafen rechnen. Schon bei bis zu 5 km/h mehr werden 37 Euro fällig. Wer außerorts mehr als 20 km/h zu viel auf dem Tacho hat, zahlt ein Bußgeld in unbestimmter Höhe. Ab 25 km/h zu viel riskiert der Fahrer sogar eine Freiheitsstrafe sowie ein Fahrverbot. Eine Konsequenz, die nun auch einem 21-jährigen Estländer droht.

Im Rahmen des Gourmet Festivals in St. Moritz nahm der Mann an einer geführten Porsche-Testfahrt teil. Mit dem geliehenen Sportwagen fuhr er auf der Engadinerstrasse H27 von Celerina in Richtung St. Moritz. Mit dem Tempolimit von 80 km/h nahm es der junge Estländer dabei jedoch nicht so genau und fuhr mit dem Taycan fast doppelt so schnell wie erlaubt. (Satte 164 km/h zu schnell durch die Baustelle – Hammer-Urteil gegen Mercedes-AMG-Raser)

Mann macht Porsche-Testfahrt – und verliert Führerschein

Die Messung in der Innenschlucht ergab, dass der Mann mit 159 km/h unterwegs war und somit 79 km/h schneller als erlaubt, wie die Kantonspolizei Graubünden in einer Mitteilung erklärte. Die Beamten hielten, den in der Schweiz wohnhaften Mann daraufhin an und entzogen ihm seinen Führerschein. Zudem wurde der Mann als Raser angezeigt. (Tuner JP Kraemer rast mit 142 km/h durch Ort: Gericht fällt Urteil)

Ein Porsche parkt im Schnee.
Mit diesem Porsche Taycan raste der Mann mit 159 km/h in die Polizeikontrolle. © Kantonspolizei Graubünden

Darüber hinaus erwischten die Beamten der Kantonspolizei Graubünden auch zwei Kollegen des 21-jährigen Estländers, die ebenfalls deutlich zu schnell unterwegs waren. Einer der beiden war demnach mit rund 123 km/h unterwegs und somit 53 km/h schneller als erlaubt. (Mechaniker liefert sich mit Kundenauto Autobahn-Rennen – mit fast 240 km/h)

Mann macht Porsche-Testfahrt – Folgen für die Zukunft

Die Gruppe war mit einer weiteren Testfahrerin und einem Instruktor unterwegs, wurde jedoch in einem Kreisverkehr getrennt. Anschließend soll sich das Trio hinter einem Lkw so weit abfallen haben lassen, dass der Instruktor sie nicht mehr im Blick hatte, wie die Porsche-Sprecherin Inga Konen dem Portal 20min.ch erklärte. (Münchner 85 Mal in einem Monat geblitzt – das Bußgeld ist gewaltig)

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„Wir sind natürlich nicht erfreut über ein solches Verhalten. Eine Gefährdung des öffentlichen Verkehrs wird von uns nicht geduldet“, sagte Konen. Porsche hatte aufgrund des Vorfalls vorübergehend alle Freifahrten eingestellt. In Zukunft sollen geführte Fahrten zudem immer von zwei Instruktoren begleitet werden. Einer fährt vor der Gruppe und der andere hinterher.

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