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Porsche Taycan stellt Drift-Weltrekord für E-Autos auf – und schafft diese Strecke

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Von: Sebastian Oppenheimer

Wer es selbst schon mal probiert hat, der weiß: Driften will gelernt sein. Ein Porsche-Instrukteur hat nun mit einem Taycan gezeigt, was möglich ist.

Stuttgart/Hockenheim – Ein Auto in einen Drift zu befördern ist gar nicht so leicht, noch viel schwerer ist es allerdings, das Fahrzeug auch in einem Drift zu halten. Einer, der dieses Handwerk offenbar richtig gut beherrscht, ist Porsche-Instrukteur Dennis Retera. Der gebürtige Niederländer hat nun auf der gut 200 Meter langen Kreisbahn im Porsche Experience Center (PEC) am Hockenheimring mit einem Porsche Taycan einen Weltrekord im Driften aufgestellt. Dafür kam allerdings eine besondere Variante des Zuffenhausener Elektrosportlers zum Einsatz. („The Rock“ in der Klemme: Schauspieler Dwayne Johnson passt nicht in diesen Taycan)

Porsche Taycan: Stromer holt Drift-Weltrekord für E-Autos – und schafft diese Strecke

Beeindruckende 210 Runden im Drift schaffte Dennis Retera mit dem Porsche Taycan auf der Kreisbahn am Hockenheimring. Dabei legte der Instrukteur eine Strecke von 42,171 Kilometern zurück – das ist fast exakt die offizielle Marathon-Distanz (42,195 Kilometer). Schwindelfrei scheint der Drift-Experte jedenfalls zu sein, denn seine Fahrt dauerte lange 55 Minuten. Die Durchschnittsgeschwindigkeit lag laut Porsche bei 46 km/h. Damit hält der Porsche Taycan nun offiziell den Guinness-Weltrekord für den längsten kontinuierlichen Drift in einem Elektroauto. Der Taycan basiert auf der Porsche-Plattform J1 und bekommt im VW-Konzern mit dem Audi e-tron GT bald ein Schwestermodell. (Audi RS e-tron GT: Plattform vom Porsche Taycan – ist der Audi trotzdem besser?)

Ein Porsche Taycan im Drift

Mit dem Taycan hat Porsche nun einen Weltrekord im Driften aufgestellt. © Porsche / Daniel Wollstein

Mit dem Taycan ist Porsche sehr erfolgreich ins Elektrozeitalter gestartet – auch wenn nicht alle Fahrer mit der gewaltigen Power des Zuffenhausener Elektro-Boliden umgehen können. Der Dortmunder Tuner Jean Pierre „JP“ Kraemer demonstrierte ebenfalls schon, wie schnell der Porsche Taycan Turbo S beschleunigt – allerdings legte er seinen Spurt innerorts hin, was dem 40-Jährigen einigen Ärger einbrachte. (JP Kraemer zu schnell: 142 km/h – Staatsanwalt verkündet Hammer-Entscheidung)

Eine Luftaufnahme der Kreisbahn von Porsche am Hockenheimring

Auf dieser Kreisbahn am Hockenheimring stellte Porsche mit einem Taycan den Drift-Weltrekord auf. © Porsche

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Für den Weltrekord kam allerdings eine spezielle Version des Porsche Taycan zum Einsatz: eine rein hinterradgetriebene Variante, die so bislang nur in China angeboten wird. Normalerweise werden bei dem Zuffenhausener E-Boliden ja alle vier Räder angetrieben.

Begutachtet wurde die Rekordfahrt unter anderem von Denise Ritzmann. Die Ingenieurin bestätigte im Auftrag der Prüforganisation DEKRA den serienmäßigen und straßentauglichen Zustand des Taycan-Vorserienexemplars mit Hinterradantrieb. Denise Ritzmann ist selbst auch Drift-Expertin: In dieser Motorsport-Disziplin errang sie 2018 und 2019 den Europameister-Titel. Beim Taycan-Rekordversuch war sie auch für die „Haltungsnoten“ zuständig: „Man sieht mit einem Blick, ob die Vorderräder in eine andere Richtung zeigen als der Verlauf der Kurve. Solange das der Fall ist, fährt das Auto im Drift.“ 

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