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Porsche plant eigenes Schnellladenetz – mit einer Besonderheit

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Von: Simon Mones

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Porsche will in Europa ein eigenes Schnellladenetz aufbauen. Dabei orientiert sich die Sportwagenschmiede an Tesla.

Stuttgart – Dass man in der Konzernzentrale von Volkswagen mit dem Ausbau der Ladeinfrastruktur in Deutschland nicht zufrieden ist, ist längst kein Geheimnis mehr. Konzernchef Herbert Diess übte gar Kritik am Schnellladenetz Ionity, an dem der Autobauer beteiligt ist.

Zudem kündigte die VW-Tochter Audi im Mai an, mit dem „Audi charging hub“ eigene Schnelllade-Lounges zu eröffnen. Ähnliche Pläne gibt es auch bei der Konzern-Schwester Porsche, wie die Wirtschaftswoche berichtet. Anders als bei Audi sollen die Ladesäulen der Sportwagenschmiede jedoch nur für die eigenen Fahrzeuge zugänglich sein. (Schnellste Ladesäule der Welt vorgestellt – aber die Sache hat einen Haken)

Porsche plant eigenes Schnellladenetz – mit einer Besonderheit

Damit orientiert sich Porsche an Tesla, wobei der US-Konkurrent inzwischen damit beginnt, seine Supercharger ebenfalls für andere Marken zu öffnen. Als ersten Standort hat sich die VW-Tochter für den Brenner entschieden, dort sollen bis zu zwölf Ladesäulen entstehen. (Tesla mit ehrgeizigem Plan: So viele Supercharger soll es bald geben)

Ein Taycan lädt an einer Porsche-Ladesäule. (Symbolbild)
Die Ladesäulen von Porsche bieten eine Leistung von bis zu 350 kW. (Symbolbild) © Marco Prosch/Porsche AG

Insgesamt will Porsche an rund 100 Standorten in ganz Europa eigene Ladestationen betreiben, die idealerweise auch über ein Café verfügen. In Deutschland sind zehn bis fünfzehn Standorte geplant, die „vor allem in Richtung der alpinen Skigebiete“ entstehen sollen, wie ein Sprecher von Porsche erklärte. (Elektroauto laden wird einfacher: Neues Gesetz beseitigt App-Chaos)

Porsche plant eigenes Schnellladenetz – Laden mit bis zu 350 kW

Unterm Strich soll so ein exklusives Super-Charger-Netz für die anspruchsvolle Porsche-Kundschaft entstehen. Zudem sollen die Kunden der Sportwagenschmiede dort deutlich schneller laden können als bei der Konkurrenz. Die Schnellladesäulen sollen eine Leistung von bis zu 350 kW bieten, möglich wird das durch die von Porsche Engineering entwickelte High Power Charging (HPC)-Technologie. Allerdings kann auch an den Ladesäulen von Ionity mit bis zu 350 kW geladen werden. (Stromsperre für Elektroautos: Dieses Land hat schon das passende Gesetz)

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Allerdings kann derzeit kaum ein Auto so viel Energie aufnehmen. Der Porsche Taycan lädt selbst mit grade einmal mit maximal 270 kW. In den kommenden Jahren dürfte sich das jedoch ändern. Neben dem geplanten Super-Charger-Netz betreibt Porsche bereits seit Anfang 2020 einen Schnellladepark in der Nähe des Kundenzentrums in Leipzig. Auch dort stehen zwölf Ladesäulen mit einer Leistung von bis zu 350 kW zur Verfügung, anders als das geplante Netz sind diese jedoch auch teilweise für andere Marken zugänglich.

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