Zulassungsstatistik im Mai

Nur ein Modell kann sich gegen den Trend stemmen

Luftaufnahme eines Autoterminals in Bremerhaven
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Der Markt für Neuwagen ist durch die Corona-Krise eingebrochen.
  • Jan Schmidt
    vonJan Schmidt
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Insgesamt ist der Markt aufgrund der Corona-Krise um knapp 50 Prozent eingebrochen. Nur in einem Segment gibt es Zuwächse zu verzeichnen.

  • Fast alle Segmente sind fest in deutscher Hand
  • Einzige Ausreißer sind die Kleinwagen und Wohnmobile
  • Nahezu jedes Segment hat mit rückläufigen Verkaufszahlen zu tun

Flensburg – Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) veröffentlicht die Gewinner in den einzelnen Fahrzeugklassen. Bei den Kleinstwagen hat der Fiat 500 die knuffige Nase vorn. Mit 1.441 Neuzulassungen hält der Fiat 500 einen Anteil von 22,1 Prozent in seinem Segment. Im Vergleich zum Vorjahr hat der Fiat 500 55,3 Prozent eingebüßt. Bei den Kleinwagen steht der Opel Corsa an der Spitze. Er verkaufte sich im Mai 2020 2.723 mal, das sind 38 Prozent weniger als im Mai 2019. Im Kleinwagen-Segment kommt er auf einen Anteil von 11,4 Prozent.

Klassenprimus VW Golf verteidigt seine Spitzenposition

Die Kompaktklasse führt wie eh und je der VW Golf an. Er konnte 8.350 Neukunden für sich gewinnen. Damit hält er in der Kompaktklasse einen Anteil von 26,2 Prozent. Im Vergleich zum Mai im Vorjahr verliert er 54,3 Prozent. Auf Platz eins in der Mittelklasse steht die C-Klasse von Mercedes. Sie konnte 3.148 Kunden für sich gewinnen. Im Segment hält die C-Klasse einen Anteil von 18,5 Prozent. Insgesamt verlor die Mercedes C-Klasse 45,6 Prozent.

Mit 39,2 Prozent Marktanteil in der oberen Mittelklasse ist der Audi A6 in seinem Segment nach ganz vorne gefahren. Exakt 2.138 Fahrzeuge konnten die Ingolstädter an den Mann oder die Frau bringen. Der Umsatzeinbruch im Vergleich zum Vorjahr beträgt 47,1 Prozent. In der Oberklasse genügen 283 Verkäufe für den Klassensieg. So viel konnte die Mercedes S-Klasse für sich verbuchen. Der damit erreichte Anteil im Segment beträgt 20,5 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr steht ein Minus von 32,8 Prozent.

Volkswagenkonzern kann sich auch in der Krise behaupten

Bei den SUV und Geländewagen liegen VW T-Roc (2.777) und VW Tiguan (3.947) ganz vorn. Auch die beiden Geländegänger haben im Vergleich zum Vorjahr rund die Hälfte eingebüßt. Während der T-Roc auf einen Marktanteil von 8,3 Prozent kommt, kann der Tiguan 19,6 Prozent für sich verbuchen.

Mit einem Verlust im Vergleich zum Vorjahr von lediglich 28,7 Prozent liegt der Porsche 911 in der Kategorie der Sportwagen ganz vorn. 641 Fahrzeuge konnten neu zugelassen werden – damit erreicht der Porsche 911 einen Marktanteil von 22,5 Prozent Der Verlust im Vergleich zum Vorjahr liegt bei 28,7 Prozent.

Auch bei den Mini-Vans hat ein schwäbischer Hersteller die Nase vorn. Die B-Klasse von Mercedes hält mit 881 Verkäufen einen Marktanteil von 41,3 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr sind das 73,5 Prozent weniger. Bei den Großraum-Vans steht der VW Touran ganz oben auf dem Siegerpodest. Mit 1.644 verkauften Einheiten nimmt der Touran einen Anteil von 39 Prozent ein. Der Verlust im Vergleich zum Vorjahr beträgt 55,7 Prozent.

Nur ein Segment kann Zuwächse verbuchen

Bei den Kleintransportern liegt wiederum ein Volkswagen vorne. Der VW Caddy wurde 1.778 neu zugelassen. Das entspricht in seinem Segment einem Marktanteil von 22,4 Prozent. Vor einem Jahr wurden noch 38,8 Prozent mehr zugelassen. Das einziger Sieger-Modell findet sich unter den Wohnmobilen. Corona-bedingt stornieren viele ihren klassischen Hotel-Urlaub und investieren stattdessen in ein Wohnmobil. Mit satten 30,4 Prozent höherem Absatz im Vergleich zum Vorjahr steht der Fiat Ducato mit 6.430 verkauften Einheiten ganz oben. In seinem Segment kommt er auf einen Marktanteil von 61,5 Prozent.

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