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VW-Boss Herbert Diess: Farbanschlag auf sein Haus – wer steckt dahinter?

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Von: Jasmin Pospiech

Die Automesse IAA Mobility in München ist in vollem Gange. Doch manchen ist das Schaulaufen der Autohersteller offenbar ein Dorn im Auge. Besonders im Visier: VW-Boss Herbert Diess.

München – Seit Anfang September stellen Autobauer auf der Automesse IAA Mobility 2021 unter dem Motto „Mobilität der Zukunft“ ihre Visionen in München vor. Was dabei auffällt: Neben Verbrennern rücken auch immer mehr Elektroautos in den Fokus. Doch während manche Neuheiten die Besucher begeistern, ernten andere Hersteller für ihre Studien auch Spott und Häme.

VW-Chef Herbert Diess: Farbanschlag auf sein Haus – wer steckt dahinter?

Darunter ausgerechnet der Münchner Autobauer BMW, der mit seinem innovativen Konzeptfahrzeug i Vision Circular für wenig positives Echo bei manchen Fans gesorgt hat. Doch auch Volkswagen und sein Vorstandsvorsitzender Herbert Diess (62) sind nicht verschont geblieben.

Bereits im Vorfeld hat der Wolfsburger Autokonzern mit viel Gegenwind, vor allem von Klimaaktivisten, kämpfen müssen. Vor wenigen Wochen sind unter anderem Greenpeace-Anhänger auf das Firmengelände bei Emden vorgedrungen und haben von dort parkenden Fahrzeugen des Autoherstellers die Fahrzeugschlüssel abgezogen und mitgenommen. Bei einer Protestaktion auf der Zugspitze konnte die Polizei schließlich mehrere Säcke mit Schlüsseln sicherstellen. Daraufhin hat VW einen Strafantrag gestellt, da es „keine Gesetzesverstöße“ dulde. Doch was jetzt in München passiert ist, hat eine neue Qualität.

VW-Chef Herbert Diess: Farbanschlag auf sein Haus – „Diess enteignen“

Denn auf das private Haus von VW-Konzernchef Herbert Diess in München ist ein Farbanschlag verübt worden. So soll mitten in der Nacht auf die Eingangstür des Hauses „Diess enteignen“ geschmiert worden sein.

VW-Chef Herbert Diess bei einem Auftritt auf der IAA Mobility in München.
VW-Chef Herbert Diess bekommt mächtig Gegenwind von Klimaaktivisten. Sind sie diesmal zu weit gegangen? © Lackovic/Imago

Außerdem haben die Täter einen Zettel mit Anschuldigungen hinterlassen, darauf ist zu lesen: „Hier wohnt Herbert Diess, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG. Ein Vertreter des deutschen Autokapitals, der aus Ausbeutung von Arbeiter*innen und Betrug seine persönlichen Vorteile zieht.“ Zuvor hatte das Wirtschaftsportal „Business Insider“ bereits über den Fall berichtet. (Greenpeace erhebt Vorwürfe gegen VW: Wird E-Auto-Verkauf über schlechtere Provisionen gebremst?)

VW-Chef Herbert Diess: Farbanschlag auf sein Haus – Strafanzeige erstattet

Ein VW-Sprecher erklärt, dass man die Tat nicht gutheiße, allerdings nicht wisse, wer dahinterstecke. Der Manager hat aber bereits Strafanzeige erstattet. Die Münchner Polizei hält sich bedeckt und macht keine weiteren Angaben zu den Umständen des Vorfalls an Diess’ Haus. Könnten vielleicht Umweltaktivisten die Drahtzieher hinter der mysteriösen Tat stecken? (Bikerin steigt mitsamt Rad über VW, weil der auf Radweg parkt – Video macht Furore)

Herbert Diess gilt eigentlich als gesprächsbereit, wenn die Sprache aufs Thema Umwelt kommt. So wurde er auch bei einer VW-Veranstaltung auf der Automesse IAA Mobility von Greenpeace-Verkehrsexpertin Marion Tiemann angesprochen. Dabei wurde ihm ein Papier übergeben, in dem die Umweltorganisation ihre Klage gegen den deutschen Autobauer begründet, falls dieser nicht bis 2030 komplett auf Verbrenner verzichtet.

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