Staatslimousine wechselt Besitzer

„The Beast“ befördert jetzt Joe Biden: „Cadillac One“ des US-Präsidenten ist eine rollende Festung

  • Christian Schulz
    vonChristian Schulz
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Der „Cadillac One“ befördert jetzt den neuen US-Präsidenten Joe Biden – und nicht mehr Donald Trump. „The Beast“ ist vollgestopft mit Technik und eine wahre Festung auf Rädern.

Washington, D.C. (USA) – Die als „The Beast“ bekannte Staatslimousine des US-Präsidenten hat nach der Vereidigung von Joe Biden zum 46. Präsidenten der Vereinigten Staaten ihren Besitzer gewechselt. Zuvor war sein Amtsvorgänger Donald Trump mit ihr chauffiert worden. Analog zum vom Präsidenten benutzten Flugzeug „Air Force One“ wird die spezielle Hochsicherheits-Limousine umgangssprachlich auch „Cadillac One“ genannt. Doch seit wann ist das eigens von General Motors für den mächtigsten Mann der Welt gefertigte „Biest“ überhaupt im Einsatz?

„The Beast“ befördert jetzt Joe Biden: „Cadillac One“ des US-Präsidenten ist eine rollende Festung

Bei der derzeitigen Staatskarosse des US-Präsidenten handelt es sich bereits um das zweite „Biest“. Es kam erstmals zum Einsatz, als der nun aus dem Amt geschiedene Präsident Donald Trump Ende September 2018 in New York City unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen zum Sitz der Vereinten Nationen kutschiert wurde. Wie das vorherige „Beast“, das ab 2009 für den damaligen US-Präsidenten Barack Obama im Einsatz war, wurde auch der Nachfolger vom Detroiter Automobil-Giganten General Motors gebaut – und optisch als Cadillac gestaltet. (Fahrverbot für Joe Biden: Künftiger US-Präsident muss auf Corvette Stingray verzichten)

„The Beast“ – die Hochsicherheits-Limousine des US-Präsidenten: Mit dem Spezial-Cadillac wird jetzt Joe Biden chauffiert.

Für die runderneuerte Version des „Beast“ verwendete GM neben upgedateten Technologien modernere Stilelemente. So wurden die Scheinwerfer angehoben, wobei man sich augenscheinlich am SUV Cadillac Escalade orientiert hat – und auch der jetzige Kühlergrill repräsentiert Cadillacs neueste Designrichtung. Allgemein wurde versucht, die Proportionen des Wagens etwas attraktiver wirken zu lassen als bei seinem Vorgänger, der doch sehr monströs daherkam. (Donald Trump: Diese zwei Luxus-Autos des US-Präsidenten werden versteigert)

Von der Form her gehen die „Beast“-Modelle also noch als Pkw durch. In Wahrheit sind es eher Panzer auf Lkw-Rädern. Denn obwohl das „Biest“ aussieht wie eine gestretchte CT6- oder XTS-Limousine aus dem Hause Cadillac, wurde es auf Basis einer schwergewichtigen GMC-Topkick-Lkw-Plattform konstruiert. Das Dach des rund sieben Meter langen Autos wurde für einen bequemeren Einstieg auf Stehhöhe angehoben. Details zum Fahrzeug werden natürlich strengstens geheim gehalten – doch es heißt, das Ungetüm wiege satte 6,8 Tonnen. (US-Wahl 2020: Warum waren bei allen Reden von Joe Biden dieselben Autos zu sehen?)

„The Beast“ gehört jetzt Joe Biden: Edel-Panzer des US-Präsidenten ist eine rollende Festung

Die schwer gepanzerte und mit unzähligen Sicherheitssystemen ausgerüstete Staatskarosse bietet Platz für sieben Personen. Im Prinzip handelt es sich bei dem Edel-Panzer um eine Art rollende Festung, die dem US-Präsidenten und seiner Begleitung immer und überall zur Verfügung steht.  (US-Wahl 2020: Richtig makaber – Bestatter bringen Wähler zur Urne)

Die schuss- und bombensichere Karosserie aus 12,7 Zentimeter dickem Karbon und Titan sowie armdicken Fensterscheiben aus Spezialglas schützen den Präsidenten vor Angriffen mit der Panzerfaust und anderer Armee-Munition. Der Unterboden ist gegen Minen geschützt. Auch Reifen und Stahlfelgen sind schusssicher. (Trotz Corona-Infektion: So gefährlich war Donald Trumps Spritztour im Chevrolet Suburban)

Angeblich trotzt das Auto sogar einem Angriff mit Chemiewaffen. Die Panzerung des „Beast“ ist derart massiv, dass die 20 Zentimeter dicken Türen ähnlich schwer sind wie die eines Flugzeugs vom Typ Boeing 747. Der „Cadillac One“ besitzt neben einem Satelliten-Telefon, verschlüsseltem Internetzugang und Nachtsichtgeräten auch eine eigene Sauerstoffversorgung. (Gepanzerte Limousinen: So sicher fahren Trump, Putin, Merkel & Co.)

„The Beast“ gehört jetzt Joe Biden: Welcher Motor treibt den „Cadillac One“ an?

Was sich unter der Motorhaube befindet, ist ein wohlgehütetes Geheimnis. Um ein solch massives Gefährt bewegen zu können, braucht es allerdings eine entsprechendes Aggregat. In dieser Hinsicht reichen die Spekulationen von einem riesigen V8-Benziner bis zu einem 6,6-Liter-Duramax-Diesel. Gerüchten zufolge verbraucht der Präsidenten-Cadillac wegen seines immensen Gewichtes auf 100 Kilometer heftige 27 Liter – und schafft es ebenfalls wegen seines Gewichtes nur auf eine Höchstgeschwindigkeit von 98 km/h.

Rubriklistenbild: © Twitter (U.S. Secret Service)

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