1. 24auto
  2. News
  3. Politik & Wirtschaft

Ein Wort von Musk – und der Bitcoin fährt schon wieder im Rückwärtsgang

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Marcus Efler

Tesla lässt weiterhin die Kurse bei Kryptowährungen schwanken: Diesmal versetzt ein einziges Wort auf Twitter die Märkte in Aufruhr.

Update vom 17.05.2021, 08:45 Uhr: Oops, he did it again: Kaum hatten sich Bitcoin und andere Kryptowährungen ein wenig von Teslas Rückzieher bei den Bezahloptionen erholt, twitterte Chef Elon Musk die Kurse schon wieder in den Keller. Dafür reichte ihm – Übungssache – ein Wort: „Indeed“, auf Deutsch: „In der Tat“, kommentierte er die Überlegung eines anderen Users, Tesla könne den Rest seiner Bitcoin-Bestände verkauft haben – was wiederum Bitcoin-Halter im nächsten Quartal ärgern könne. Wie dieses Wörtchen zu interpretieren ist, bleibt indes völlig unklar: Hat Tesla wirklich verkauft? Oder stimmt er nur der Was-wäre-wenn-Meinung des Users zu?

Erstmeldung vom 14.05.2021, 11:41 Uhr: Palo Alto (Kalifornien) – Wer oder was ist Elon Musk? Klar, einer der frühen Investoren bei Paypal und Tesla, und natürlich dessen CEO (hier geht‘s zum Fahrbericht des Model Y). Außerdem ist der gebürtige Südafrikaner Raumfahrt-Pionier, Verkehrs-Visionär – und Börsen-Magier. Ein Twitter-Post von ihm bewegt in Minuten Kurse heftiger als seitenlange Analysen von Investment-Experten in Monaten. Vorerst letzter Coup: Musks Ankündigung, Bitcoin nicht mehr als Zahlungsmittel für seine Autos zu akzeptieren, schickte den Kurs der wichtigsten Krypto-Währung südwärts, andere E-Coins stolperten hinterher. (Elon Musk fährt im Tesla Cybertruck zur Gigafactory – und legt ein bitteres Geständnis ab)

Tesla-CEO Elon Musk (Symbolbild)
Rauf oder runter? Elon Musk bewegt die Kurse. (Symbolbild) © Britta Pedersen/dpa

Tesla bremst Bitcoin aus – Kunden und Behörden sind genervt

Dabei hatte Tesla erst im März den Bitcoin als Zahlungsmöglichkeit akzeptiert, und auch in diese umstrittene Währung investiert, was deren sowieso steigenden Kurs noch mal kräftig pushte. Tesla-Fans – oft technikaffine, in der IT-Branche beschäftigte Menschen, die selber Kryptogeld halten – jubelten: Hätten sie im Herbst des vergangenen Jahres ungefähr den Gegenwert von fünf Bitcoin für ein Tesla Model 3 überweisen müssen, reichte im April der Transfer von etwa 0,9 Bitcoin. (Nach tödlichem Tesla-Crash: So dreist provoziert ein Model-3-Fahrer)

Tesla bremst Bitcoin aus – für manche Kunden werden die Autos jetzt teurer

Wie viele Kunden das tatsächlich ausnutzten, gibt Tesla nicht bekannt. Jedenfalls ist die Option, per Bitcoin-Invest ein Auto (oder die Altersvorsorge) mit Turboboost anzusparen, nun wieder deutlich schwieriger und riskanter. Schon kurz vor Teslas Rückzieher schwankte der Bitcoin unter seinem Rekordwert von fast 65.000 Dollar im April; Musks Entscheidung vernichtete nun Milliarden Dollar Marktwerte und zerstörte erstmal die Hoffnung auf Erholung. Auch die amerikanische Börsenaufsicht war nicht amüsiert und verwarnte Musk – einmal mehr. (Tesla bekommt Millionenstrafe aufgehalst – und streicht diesen beliebten Service)

Tesla bremst Bitcoin aus – Hobby Börsen-Bewegung

Aber das Moving und Shaking von Kursen, seien es nun die seiner eigenen Aktien oder eben Kryoptowährungen, gehört nun mal zu Musks Hobbies.* Die Motivation dahinter kennt (wenn überhaupt) nur er selber. Die Vollbremsung beim Bitcoin begründete er jedenfalls mit dem exorbitanten Energieverbrauch beim Mining, also der Herstellung der Digitalwährung. Der war allerdings auch schon im März bekannt, als Tesla groß einstieg.* Sollte sich die Öko-Bilanz bessern, ließ Master Musk wissen, könne Tesla eine Zahloptionen mit Kryptos auch wieder in Erwägung ziehen. Wann das sein wird? Stay tuned auf Twitter. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Noch mehr spannende Auto-Themen finden Sie in unserem kostenlosen Newsletter, den Sie gleich hier abonnieren können.

Auch interessant

Kommentare