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Sebastian Vettel will Grüne wählen – CDU-Berater spottet, doch kriegt sofort Fett weg

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Von: Jasmin Pospiech

Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel liegt die Umwelt am Herzen. Deshalb will er bei der Bundestagswahl im September grün wählen. Sehr zum Unmut eines CDU-Beraters.

Schweiz – Sebastian Vettel ist eine langjährige Größe im Formel-1-Geschehen und der viermalige Weltmeister ist nicht mehr von den Rennstrecken dieser Welt wegzudenken. Dennoch macht sich der 34-Jährige schon länger Gedanken um Nachhaltigkeit und Umweltschutz. Der Deutsche, der jedoch die meiste Zeit mit seiner Familie in der Schweiz lebt, will deshalb bei der Bundestagswahl im kommenden September seine Stimme abgeben – und zwar zur Überraschung aller für die Grünen!

Sebastian Vettel will Grüne wählen – CDU-Berater ätzt, doch kriegt sofort Fett weg

Seine Entscheidung dafür erklärt Rennfahrer im Spiegel-Interview so: „Im Moment schreibt fast jede Partei Klimaschutz auf ihre Fahne und ins Programm. Die Frage ist, bei wem passiert wirklich etwas. Wir sollten für eine Regierung stimmen, von der wir überzeugt sind, dass sie am authentischsten für diese Prinzipien und Werte einsteht. Ja, ich werde grün wählen.“ (Legendärer Jordan von Schumi wird verkauft: Das macht den Formel-1-Renner so teuer)

Auf die Frage, ob der Formel-1-Pilot das mit seinem Job auf der Rennstrecke vereinbaren könne, bei dem er unzählige Liter Super plus in seinem Aston Martin-Boliden verbraucht und wofür er jährlich Tausende Kilometer Flugstrecke zurücklegen muss, antwortet Vettel diplomatisch: „In der Tat produziert die Formel 1 schädliche Dinge, das kritisiere ich auch öffentlich. Der globalisierte Sport und erst recht der Motorsport sollten viel mehr in eine Vorreiter- und Vorbildrolle schlüpfen. Rennfahrer sollten zeigen, dass sie ihre Leidenschaft auf eine zukunftsfähige, für die Umwelt verträgliche Art und Weise ausleben können. Und nicht zulasten anderer.“ (Rennfahrer in Reichweiten-Angst: Formel-E-Autos bleiben mitten auf Strecke liegen)

Doch nicht jeder scheint davon überzeugt, der CDU-Berater Axel Wallrabenstein greift den Renn-Weltmeister auf Twitter öffentlich an. In seinem Post schreibt er, wie „völlig absurd“ er das Interview findet. „Ernsthaft? Zahlt Steuern in der Schweiz, fliegt im Privatjet um die Welt. Rast seit Jahren völlig umweltfeindlich über Pisten. Wie heuchlerisch kann man eigentlich unterwegs sein?“ (Formel 1 in Monaco: Safety-Car von Motorrad-Polizist angehalten – wie kann das sein?)

Der deutsche Formel-1-Weltmeister im Fahrerlager bei einem Rennen der Formel 1. (Symbolbild)
Sebastian Vettel lebt zwar in der Schweiz, darf aber in Deutschland wählen. (Symbolbild) © Motorsport Images/Imago

Sebastian Vettel will Grüne wählen – CDU-Berater ätzt, doch Fans halten dagegen

Doch schnell kommen Vettel Fans zu Hilfe und verteidigen den Rennfahrer. Ein User meint: „Die Formel 1 hat eine überraschend gute CO2-Bilanz. Eine Fußball-WM produziert ungefähr so viel CO2 wie zehn Jahre Formel 1. Da sind Effizienzgewinne bei normalen Autos (deren Technik in der F1 entwickelt und erprobt wird) noch gar nicht eingerechnet.“

Und ein anderer stellt klar: „Bitte nicht nur auf Schlagzeilen reagieren, sondern auch informieren. Vettel setzt sich seit Längerem für den Klimaschutz ein und fährt in Fahrgemeinschaften statt im Privatjet. Jeder kann wählen, wen oder was man möchte (bis auf die eine Partei). Bluff-Statement einfach!“ Zudem hat Vettel bereits Anfang 2021 acht seiner Privatautos aus seiner Luxus-Sammlung innerhalb kürzester Zeit verkauft. Sein Umwelt-Engagement mag manchem vielleicht nicht ausreichen, dennoch beweist er, dass er sich seiner Verantwortung als Vorbild bewusst ist.

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