Viele Baureihen betroffen

Volvo: Rückruf für über zwei Millionen Autos – dieses Kleinteil ist schuld

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Der schwedische Autobauer Volvo ruft weltweit rund 2,2 Millionen Autos zurück. Grund sind mögliche Probleme mit einem kleinen Bauteil.

  • Rückruf für weltweit rund 2,2 Millionen Autos von Volvo
  • In Deutschland sind rund 178.000 Fahrzeuge betroffen
  • Es hat mit der Befestigung des Sicherheitsgurtes zu tun

In Deutschland seien rund 178.000 Autos betroffen, sagte Volvo-Cars-Sprecher Stefan Elfström am Mittwoch. „Wir haben keine Berichte über Unfälle oder Verletzungen. Dies ist eine vorbeugende Maßnahme, um zukünftige Probleme zu vermeiden“, hieß es in einer Mitteilung von Volvo.

Betroffen seien die Modelle S60, V60, XC60, V70, XC70 und S80, die zwischen 2006 und 2019 hergestellt wurden. Damit ist ein Großteil der Fahrzeuge des schwedischen Herstellers betroffen. Bei Crash-Tests fahren die Modelle von Volvo regelmäßig die Bestbewertung von fünf Sternen ein.

Volvo Rückruf: Überblick über die betroffenen Baureihen

Die erste Generation des Volvo S60 wurde 2000 vorgestellt und wurde nach einem Facelift im Jahr 2004 bis 2009 gebaut. Die technische Basis teilt sich der S60 mit dem V70, dem S80 und dem XC90. Die zweite Generation kam 2010 auf den Markt und wurde 2018 von der dritten Genration abgelöst. Seit der zweiten Generation wird die Kombiversion V60 parallel zum S60 angeboten. Zuvor war der V70 als eigenständiges Modell über dem S60 angesiedelt. Die erste Generation des SUV XC60 wurde 2008 präsentiert und 2017 von der zweiten Generation abgelöst. Die vom Rückruf betroffene zweite Generation des V70 war vom Jahr 2000 bis 2007 auf dem Markt. 2007 wurde die dritte Generation des V70 vorgestellt und bis 2016 gebaut. Beim XC70 handelt es sich um eine Off-Road-Variante des V70 mit erhöhter Bodenfreiheit. Das Topmodell S80 wurde in der zweiten Generation von 2006 bis 2016 angeboten und vom S90 abgelöst.

Stahldraht zur Befestigung des Sicherheitsgurtes kann verschleißen

Das Problem habe mit einem Stahldraht zu tun, mit dem der vordere Sicherheitsgurt befestigt ist. „Dieser Draht kann unter besonderen Bedingungen einem Verschleiß unterliegen, was zu einem verringerten Schutz des Sicherheitsgurts führen kann.“

Die Besitzer der betroffenen Fahrzeuge würden per Brief über den Fehler informiert und aufgefordert, einen Termin mit der Werkstatt zu vereinbaren. Es bestehe keine Gefahr, den Wagen so lange weiter zu benutzen. (Mit Material der dpa)

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