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Ministerin unter Strom: Annalena Baerbock fährt Mercedes EQS

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Von: Sebastian Oppenheimer

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Ihren Dienstwagen dürfen sich die Minister in der Regel selbst aussuchen – in der Ampel-Koalition sind vermehrt auch Elektroautos darunter.

Berlin – Die ranghöchsten Politiker Deutschlands waren in der Regel bislang zumeist in drei Modellen unterwegs: Mercedes S-Klasse, BMW 7er oder Audi A8. Alle drei Fahrzeuge sind auch in einer gepanzerten Version erhältlich, die die Regierungsmitglieder im Falle eines möglichen Angriffs schützen sollen. Zum Großteil waren bei den Politiker-Limousinen bislang Verbrennungsmotoren an Bord. Doch nun ist ein Umdenken ersichtlich: Einige Mitglieder der Bundesregierung werden künftig ein Elektroauto fahren – beziehungsweise darin chauffiert werden.

Fahraufnahme eines Mercedes EQS 580 4matic
Außenministerin Annalena Baerbock (41, Grüne) wird künftig im Mercedes EQS chauffiert. © Mercedes-Benz

Ministerin unter Strom: Annalena Baerbock fährt Mercedes EQS

Wie die „Automobilwoche“ berichtet, wird beispielsweise Außenministerin Annalena Baerbock (41, Grüne), die kürzlich die Ex-Greenpeace-Chefin in ihr Klima-Team geholt hatte, in einem Mercedes EQS chauffiert werden. Auch Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir (56, Grüne) setzt auf einen Stromer: Er hat sich einen Audi e-tron ausgesucht – Bundesfamilienministerin Anne Spiegel (41, Grüne) wird in einem BMW i4 unterwegs sein. Laut „Spiegel“ ist allerdings fraglich, wie oft Annalena Baerbock im Mercedes-Stromer unterwegs sein wird – schließlich ist das Auto nicht gepanzert. Je nach Sicherheitslage wird die Außenministerin wohl eher in entsprechend ausgestatteten Wagen aus dem Fuhrpark des Bundeskriminalsamts unterwegs sein. („The Beast“ befördert jetzt Joe Biden: „Cadillac One“ des US-Präsidenten ist eine rollende Festung)

Gepanzerter Mercedes: Bundeskanzler Olaf Scholz wird im S 680 Guard chauffiert

Während die ehemalige Bundeskanzlerin Angela Merkel (67, CDU) vorzugsweise in einem gepanzerten Audi A8 unterwegs war, setzt Bundeskanzler Olaf Scholz (63, SPD) auf die Marke mit dem Stern: Er wird dem Bericht zufolge im Mercedes S 680 Guard chauffiert – einem sogenannten Sonderschutzfahrzeug. Der gepanzerte Benz hat einen Neupreis von knapp 545.000 Euro, die Produktion dauert rund 50 Tage und erfolgt zu einem Großteil in Handarbeit. Die Panzerung bedeutet ein enormes Zusatzgewicht: Eine Tür des S 680 Guard wiegt 120 Kilogramm – die einer „normalen“ S-Klasse gerade einmal 25 Kilo. Deswegen braucht es auch eine standesgemäße Motorisierung: Unter der Haube werkelt ein V12-Motor mit 612 PS und einem maximalen Drehmoment von 830 Newtonmetern.

Mercedes S 680 Guard, stehend
Sichere Sache: der Mercedes S 680 Guard © Mercedes-Benz AG

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Elektrische Luxuslimousinen mit entsprechender Panzerung sind aktuell noch Zukunftsmusik. Wie „bild.de“ berichtet, sei Mercedes-Benz Guard schon dabei, einen gepanzerten EQS zu entwickeln. Allerdings ist das laut einem Sprecher nicht so einfach: Gerade der Schutz der Batterien mache die Konstruktion noch einmal deutlich schwieriger. Und auch das ohnehin schon sehr hohe Gewicht eines gepanzerten Fahrzeugs steigt durch die schweren Batterien noch einmal. *merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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