Neue Regionalklassen

Kfz-Versicherung: Für 4,8 Millionen Autobesitzer wird’s teurer – auch Trick hilft nicht

Ein Modellauto auf einer Mitteilung eines Autoversicherers
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In Großstädten sind die Regionalklassen der Versicherer am höchsten.
  • Jan Schmidt
    vonJan Schmidt
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Einmal jährlich überprüfen die Versicherungen die Regionalklassen ihrer Kfz-Policen. Für viele Autofahrer ändert sich die Berechnungsgrundlage, doch das teuerste Pflaster bleibt unverändert.

  • Haftpflicht: In Deutschland gibt es 413 verschiedene Zulassungsbezirke
  • In Großstädten sind die Einstufungen der Regionalklassen am höchsten
  • Für 4,8 Millionen Autohalter gelten bald höhere Einstufungen

Berlin – Berlin bleibt auch im kommenden Jahr das teuerste Pflaster in Deutschland, wenn man ein Auto versichern muss. Wie in den Vorjahren wies die Hauptstadt bei der Kfz-Haftpflicht die schlechteste Schadenbilanz aller 413 deutschen Zulassungsbezirke aus, wie der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) berichtet. Bei der Neu-Einteilung der Regionalklassen bleibt Berlin wie auch Hamburg, München, Nürnberg, Essen und weitere Großstädte in der höchsten Klasse 12. (Autobesitzer fährt absichtlich in Überschwemmung – was jetzt zu tun ist)

Kfz-Versicherung: Berlin liegt 36 Prozent über dem Bundesschnitt

Die Einstufung richtet sich nach dem Schadenverlauf in der Vergangenheit. Wo die Versicherer besonders viel zahlen mussten,
steigen in der Folge die Beiträge. Die zu regulierenden Schäden lagen in der Hauptstadt fast 36 Prozent über dem Bundesschnitt. Mehr als 30 Prozent unter dem Schnitt blieben hingegen die Autofahrer aus dem brandenburgischen Prignitz, die auch im kommenden Jahr in der günstigsten Klasse 1 unterwegs sein werden. (Telematik-Tarife: Nur wenn diese Kriterien zutreffen, lässt sich wirklich Geld sparen)

Kfz-Versicherung: Für 4,8 Millionen Autohalter wird’s teurer

Laut GDV können rund 4,5 Millionen Autohalter auf günstigere Tarife hoffen, weil ihr Wohnort in eine niedrigere Regionalklasse gestuft wird. Für 4,8 Millionen könnte es hingegen teurer werden, während sich für die große Masse von 32,4 Millionen Verträgen die Grundlage gar nicht ändert. In den gesondert berechneten Regionalklassen für Teil- und Vollkaskoversicherungen bleibt für knapp 82 Prozent alles beim Alten. (Sie fahren kaum Auto wegen Corona? Dann können Sie jetzt richtig viel Geld sparen)

Kfz-Versicherung: Nicht das Kennzeichen, sondern der Wohnort entscheidet

Auch der Trick bringt nichts, bei einem Umzug in die Ballungsgebiete einfach das Heimatkennzeichen zu behalten. Die Versicherungen stufen die Verträge allein anhand des Wohnortes ein, nicht nach dem Kennzeichen des Autos. Die Regionalklassen sind für die Versicherer zwar nicht verbindlich, bilden aber zusammen mit anderen Parametern wie dem Fahrzeugtyp eine wichtige Berechnungsgrundlage für den jeweiligen Tarif. Die neuen Klassen können bei Neuverträgen ab sofort angewendet werden. Bei Altverträgen greifen sie in der Regel zum Hauptfälligkeitstermin, der meist zum Jahreswechsel ansteht. Bei einer Höherstufung der Regionalklasse steht dem Versicherten ein Sonderkündigungsrecht zu. (Mit Material der dpa)

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