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Führerschein weg: CDU-Politiker Philipp Amthor viel zu schnell unterwegs

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Von: Marcus Efler

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Mit 50 km/h zu viel raste CDU-Politiker Philipp Amthor durch einen 70er-Bereich. Jetzt ist wohl eine Führerschein-Pause fällig.

Pasewalk (Mecklenburg-Vorpommern) – Der Bundestags-Abgeordnete Philipp Amthor (29) ist gerne auf der Überholspur unterwegs – zumindest schon mal politisch. Bei der Bundestagswahl 2017 hatte er sich in seinem Wahlkreis in Mecklenburg-Vorpommern mit zäher Kleinarbeit bravourös gegen den AfD-Kandidaten durchgesetzt, danach schien es für den jungen CDU-Politiker vor allem vorwärts zu gehen. Doch dann bremste die Lobby-Affäre* seine Karriere. Bei der letzten Bundestagswahl verlor er das Direktmandat an die SPD, seine Ambitionen auf den Landesvorsitz der CDU Mecklenburg-Vorpommern fuhren ins Abseits. (Blitzer-Millionäre: Diese Städte kassierten am meisten)

Führerschein weg: CDU-Politiker Philipp Amthor viel zu schnell unterwegs

Dafür drängte es ihn nun auf einer Landstraße, möglichst schnell ans Ziel zu kommen: Mit (abzüglich Toleranz) gemessenen 120 km/h war er dort unterwegs, wo eigentlich Tempo 70 geboten war. Macht 50 km/h Überschuss außerorts – das wird teuer. Und ist gar nicht gut für den Führerschein.

CDU-Politiker Philipp Amthor steigt in Auto (Symbolbild)
Demnächst wohl nur als Beifahrer unterwegs: CDU-Politiker Philipp Amthor. (Symbolbild) © Jens Büttner/dpa

450 Euro Strafe plus Gebühren muss Amthor nun entrichten, und seine Fahrerlaubnis für einen Monat abgeben. So jedenfalls urteilte laut dpa das Amtsgericht Pasewalk. Das Urteil ist allerdings noch nicht rechtskräftig. Zur Verhandlung war es gekommen, nachdem der Politiker gegen das zuerst verhängte Bußgeld Einspruch eingelegt hatte. (Raser entwischt Blitzer, weil Möwe dazwischenkommt – es gibt aber einen Haken)

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Führerschein weg: „Zu schnelles Fahren ist immer unnötig“

Vorwürfe, mit dem Einspruch eine Sonderrolle als bekannter Politiker reklamieren zu wollen, wies Amthor weit von sich. „Natürlich reklamiere ich dabei keine Sonderrechte auf zu schnelles Autofahren, aber es ist auch nicht unanständig, einen Bußgeldbescheid gerichtlich überprüfen zu lassen“, erklärte Amthor: „Das steht jedermann zu. In jedem Fall gilt: Zu schnelles Fahren ist immer unnötig und sollte nicht relativiert werden.“

Mit beiden Aussagen hat Philipp Amthor zweifellos recht. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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