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Nach erfolgreichem Test: Jetzt will auch die Polizei auf Elektro umsatteln

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Von: Jasmin Pospiech

Mit dem Elektroauto auf Streife: Die Polizei will umweltschonender Einsätze fahren. Schützenhilfe bekommt es von einem Test, der Stromern grünes Licht dafür gibt.

Hannover – Erst kürzlich hat Wirtschaftsminister Peter Altmaier (63, CDU) stolz verkündet, dass auf Deutschlands Straßen bereits eine Million Elektroautos unterwegs sind. Und es sollen noch mehr werden, um die verschärften Klimaziele zu erreichen. Auch die Polizei will ihren Anteil dazu beitragen und hat vor, künftig verstärkt auf E-Mobilität zu setzen. Stromer waren bisher aber nur für die Verwaltung im Einsatz, doch nun sollen diese auch vermehrt auf Streife gehen.

Nach erfolgreichem Test: Jetzt sattelt auch die Polizei auf Elektro um

Unterstützt wird der Vorstoß durch das Ergebnis eines Tests, wie das Niedersächsische Ministerium für Inneres und Sport kürzlich in Hannover mitgeteilt hat. Dabei habe sich gezeigt, dass sich E-Fahrzeuge bei extremen Einsätzen der niedersächsischen Polizei bewährt hätten. Damit ist gemeint, dass die Stromer rund um die Uhr einsatzbereit sein müssen, auch was Akkuleistung und Reichweite angeht. Aber auch die Witterung hat Einfluss auf letztere Faktoren, schließlich frisst vor allem Kälte die Reichweite von E-Autos.

E-Autos für Polizei
Ein VW Passat GTE, ein Hybridfahrzeug der Polizei Niedersachsen, wird jetzt von weiteren Stromern verstärkt. (Symbolbild) © Jan Woitas/dpa/Archivbild

Im Rahmen des Tests „lautlos & einsatzbereit“ hat auch Innenminister Boris Pistorius (61, SPD) erklärt, dass die Ergebnisse „so etwas wie eine Anleitung für unser zukünftiges Fahrzeugmanagement“ seien, was die Flotte von mehreren Tausend Polizei-Fahrzeugen angehe. (ADAC testet Akkus von E-Autos: So nimmt die Batterie-Kapazität ab)

An dem Test waren neben der Polizei mehrere Institute der Technischen Universität Braunschweig beteiligt. Zudem sind 1,3 Millionen Euro vom Bundesumweltministerium geflossen, um die Forschung zu fördern, und aus dem Verkehrsministerium in Niedersachsen zudem fast eine weitere Million Euro. Mithilfe des Geldes konnten 53 Fahrzeuge sowie ebenso viele Ladepunkte (davon zwei Schnellladesäulen) angeschafft werden. (Spitzenglättung: Kommt die Zwangspause beim E-Auto-Laden?)

Nach erfolgreichem Test: Ziehen bald Feuerwehr & Co. nach?

Angeblich sollen bereits weitere Bundesländer und Polizeistationen aufgrund der erfolgreichen Ergebnisse Interesse bekundet haben. Darüber hinaus lassen sich die Testergebnisse den Experten zufolge auch auf andere Institutionen wie Feuerwehr, Technisches Hilfswerk oder Rettungsdienste übertragen. (Kostenlos E-Auto fahren: Diese Gesetzeslücke lässt das zu)

Doch die niedersächsische Polizei geht sogar noch einen Schritt weiter: In Osnabrück hat die Direktion vor Ort bereits im Frühjahr ihren Pedelec-Fuhrpark ausgebaut. Nun stehen neben den Beamten 46 Pedelecs, drei Speed-Pedelecs sowie drei Elektromotorräder zur Verfügung. Darüber hinaus hat das Innenministerium bereits angekündigt, dass Staatsgäste künftig in Niedersachsen von Polizisten auf Elektromotorrädern eskortiert werden. (Mit Material der dpa)

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