Rat vom Tesla-Chef

Elon Musk: Student fragt nach Erfolgstipp – die Antwort ist heftig

  • Christian Schulz
    vonChristian Schulz
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Tesla-Chef Elon Musk wird von einem Studenten nach dem wichtigsten Rat in Sachen Start-up gefragt. Seine Antwort fällt heftig aus – und dürfte junge Gründer überraschen.

San Mateo (Kalifornien) – Elon Musk kennt die Probleme, die jedem Gründer früher oder später begegnen, nur zu gut. Der erfolgreiche Geschäftsmann hat schließlich zahlreiche Tech-Firmen gegründet. Er leitet Tesla Motors, ist CEO von Space X und gehört zu den Gründern von PayPal. Daher sollte er auf jeden Fall einige Tipps und Kniffe aus seinem Berufsleben parat haben.

Elon Musk: Student fragt nach Erfolgstipp – die Antwort ist brutal

Das dachte sich auch ein Student der Draper Universität in San Mateo (Kalifornien, USA) – und fragte Musk im Rahmen einer Uni-Veranstaltung nach seinem wichtigsten Ratschlag für junge Gründer. Elon Musks Antwort war ebenso überraschend wie brutal: „Macht es nicht!“

Die Warnung, die Finger von einer Unternehmensgründung zu lassen, verblüffte den Studenten – der Tesla-Boss erklärte seine drastische Formulierung jedoch: „Ein Start-up aufzubauen ist überaus schwer. Ein Freund von mir beschreibt es gut: Es ist wie Glas zu essen und in den Abgrund zu starren. Nur wenn man wirklich daran hängt, sollte man es machen – aber aus keinem anderen Grund. Wenn du also inspirierende Worte hören willst, lauten sie: Macht es nicht“, so Musk. (Tesla-Supercharger: E-Golf-Fahrer zieht frech Gratis-Strom – „neue Betrugssoftware von VW“)

Tesla-Boss Elon Musk überrascht mit einer schroffen Aussage.

Elon Musk: Student fragt nach Erfolgstipp – Gründer brauchen starken Willen

Auf den ersten Blick irritieren Elon Musks Ausführungen – im Kern aber provoziert er, um zu motivieren. Denn für ihn bedeute, Gründer zu sein vor allem hart zu arbeiten. Viele Menschen spielen mit dem Gedanken, sich mit einer Idee selbstständig zu machen. Realisieren sie jedoch den hohen Aufwand, den es benötigt, diese umzusetzen, schrecken sie zurück.

Auf diejenigen, die es durchziehen, warten nämlich nicht berufliche und finanzielle Erfolge und die damit verbundenen Annehmlichkeiten – sondern eben auch zahlreiche Risiken, Fehlschläge und Misserfolge. Letztere wegstecken zu können und über Jahre einen langen Atem zu beweisen, sei nicht jedermanns Sache. Dazu brauche es laut Musk einen besonders starken Willen. Gründer müssten auch für eine mögliche Durststrecke geschaffen sein. Denn Erfolge ließen manchmal Jahre auf sich warten – und garantieren könne sie niemand. Viele werden darüber verbittert und unglücklich. (Tesla-Chef Elon Musk: Wird er der reichste Mensch der Welt?)

Elon Musk: Student fragt nach Erfolgstipp – Provokation soll abschrecken und warnen

Trotzdem kann man es natürlich schaffen. Laut NewsABC.net handelt es sich für einen anderen von Elon Musks Studenten beim schroffen Rat des Tesla-Chefs um einen „Poser-Filter“, der ungeeignete Charaktere vor Schlimmerem bewahren soll: „Menschen, die sich davon entmutigen lassen, wenn sie gesagt bekommen, dass sie es lieber lassen sollen, sind nicht für diese Aufgabe bestimmt“, findet der Student Thomas Brag. (Elon Musk: Tesla-Chef gibt Stellenanzeige per Twitter auf – „Bitte arbeiten Sie ...“)

Für Brag lässt sich ein Gründer mit eisernem Willen durch nichts und niemanden von seinem Vorhaben abbringen. Daher versteht er Musks klare Ansage auch vielmehr als Ansporn: Wer sich zum Gründer berufen fühle, werde dadurch erst recht angestachelt. Alleine schon deshalb, weil er beweisen wolle, dass er mit seiner Idee richtig lag. Elon Musk kenne die Stolperfallen, welche auf dem Weg zum Erfolg lauern, ganz genau. Aus diesem Grund wolle er potenzielle Gründer warnen und auch auf mögliche Rückschläge vorbereiten.

Rubriklistenbild: © Patrick Pleul/dpa

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