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Elon Musk twittert über Chipmangel: „Wie bei Klopapier-Knappheit“

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Von: Jasmin Pospiech

Als „vielleicht größten Versorgungsnotstand“ hat Ford-CEO Jim Farley den weltweiten Chipmangel beschrieben. Auch Tesla hat daran zu knabbern. Elon Musk twittert: „Wie bei Klopapier-Knappheit“.

Los Angeles (Kalifornien) – Der weltweite Mangel an Chips und Halbleitern hat sich in den vergangenen Monaten drastisch verschärft. Der Engpass hat teilweise sogar Autohersteller dazu gezwungen, die Produktion zu stoppen. Eine Katastrophe für die Autobranche, nachdem sie in der Corona-Krise mit schweren Umsatzverlusten zu kämpfen hatte. Nun, da sie sich allmählich erholt und die Nachfrage nach Neuwagen wieder steigt, müssen ausgerechnet die Bänder ruhen.

Elon Musk über Chipmangel: „Wie bei der Klopapier-Knappheit“

Dadurch können Lieferzeiten wegen der Chip- und Halbleiterknappheit nicht eingehalten werden und Kunden müssen länger auf ihre bestellten Fahrzeuge warten. Das sei der „vielleicht größte Versorgungsnotstand“, den die Autobranche je erlebt hat, wie Ford-CEO Jim Farley jüngst erklärte. Viele Auto-Experten sehen das genauso und sind besorgt über die weiteren Auswirkungen, wie jetzt eine aktuelle Umfrage zeigt. Auch VW-Chef Herbert Diess hat kürzlich ebenfalls erklärt, dass er glaube, dass die Hersteller diesen Engpass noch zu „spüren“ bekommen werden.

Das ist besonders ärgerlich, da in einer weiteren Umfrage hierzulande viele Teilnehmer erklärt haben, dass sie überlegen, sich ein weiteres Auto anzuschaffen und sogar nicht abgeneigt wären, auf ein Elektroauto umzusteigen. Das dürfte vor allem Tesla-CEO Elon Musk (49) freuen. Doch der E-Auto-Konzern soll ebenfalls mit dem Problem zu kämpfen haben. Dementsprechend geht der Chipmangel auch an Tesla nicht spurlos vorbei.

Tesla-Chef Elon Musk auf der Baustelle der Tesla Gigafactory in Grünheide mit Schutzhelm im Arm. (Symbolbild)
Elon Musk hat sich jetzt auf Twitter zum weltweiten Chipmangel in der Autobranche geäußert. (Symbolbild) © Christophe Gateau/dpa

Elon Musk über Chipmangel – Lieferkette als „größte Herausforderung“

Zwar hat sich der Tesla-CEO lange Zeit nicht konkret dazu geäußert, doch das ändert sich jetzt. In einer Antwort auf einen User-Kommentar hat Elon Musk auf Twitter erstmals zugegeben, dass Tesla ebenfalls Probleme mit der Versorgung von Mikrocontroller-Chips hat. „Unsere größte Herausforderung ist die Lieferkette, insbesondere bei Mikrocontroller-Chips. So etwas gab’s noch nie“, berichtet er ganz freimütig. „Die Angst, dass die Chips ausgehen könnten, veranlasst jedes Unternehmen, zu viel zu bestellen.“

Schließlich spielt er in seinem Tweet sogar auf die Corona-Zeit an, in der zwischenzeitliche Hamsterkäufe stattfanden und dadurch sogar Massen-Konsumgüter ausverkauft waren. „Wie bei der Klopapier-Knappheit, aber in epischem Ausmaß“, schreibt der Tesla-Chef. (Chipmangel lähmt Autoindustrie: Deshalb fehlen wichtige Halbleiter-Bauteile)

Dennoch scheint der 49-Jährige die aktuelle Situation etwas gelassener als andere in der Automobilbranche zu sehen. Denn zum Schluss des Tweets gibt er zu verstehen, dass die Chip-Problematik seiner Meinung nach bald vorübergehen wird. „Es ist offensichtlich kein langfristiges Problem“, so Elon Musk. Noch mehr spannende Auto-Themen finden Sie in unserem kostenlosen Newsletter, den Sie gleich hier abonnieren können.

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