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Tesla zieht nach Texas: Darum flüchtet Elon Musk aus Kalifornien

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Von: Marcus Efler

Elon Musk verlegt die Zentrale des Elektroauto-Herstellers Tesla von Palo Alto nach Austin in Texas. Das hat sachliche, aber auch emotionale Gründe.

Austin (USA) – Elektroauto-Pionier, Innovationstreiber, Jäger der klassischen Autoindustrie. Tesla ist so einiges, aber eines schon seit Jahren ganz bestimmt nicht mehr: ein Start-up. Längst zählt das im Silicon Valley gegründete und gewachsene Unternehmen selbst zu den etablierten Autoherstellern, gemessen am Börsenwert ist es bekanntlich die Nummer eins. Und so ist es wohl ein logischer Schritt, dass Tesla das Gründer-Biotop verlässt und sich an einem neuen Standort einrichtet. (Tesla muss Ex-Mitarbeiter über 130 Millionen US-Dollar zahlen – Konzern wehrt sich)

Tesla zieht nach Texas: Darum flüchtet Elon Musk aus Kalifornien

Denn das Silicon Valley im Großraum San Francisco ist zwar für Start-ups weltweit erste Wahl: Hier suchen die Investoren nach neuen „Einhörnern“, also Neugründungen mit dem Potenzial, Branchen zu verändern – eben genau so, wie es Tesla getan hat. Hier können sich Garagenbetriebe vernetzen mit jenen Firmen, die den Durchbruch schon geschafft haben. Doch manche von denen richten sich hier auch dauerhaft ein, z. B. Apple in Cupertino oder Google in Mountain View. (Tesla: Elon Musk macht Mitarbeitern per E-Mail Dampf – mit dieser Ansage)

Tesla zieht nach Texas: Das Silicon Valley ist ein teures Vergnügen

Doch das Leben und Arbeiten im „Valley“ hat auch handfeste Nachteile. Die Lebenshaltungskosten im gesamten Großraum San Francisco gehören zu den höchsten der USA, Angestellte der niedrigeren Lohngruppen finden kaum noch bezahlbare Wohnungen. Firmen, die expandieren wollen, müssen für Erwerb oder Anmietung von Büros heftige Summen investieren und können kaum noch steuerliche Förderung erwarten. Und in der alteingesessenen Bevölkerung wächst der Unmut über die die Preise verderbenden Tech-Giganten. (Tesla kassiert über eine Milliarde: Dafür sollen deutsche Steuerzahler blechen)

Tesla-Chef besucht Fabrik-Baustelle in Grünheide. (Symbolbild)
Good­bye California, hello Texas: Elon Musk (hier auf der Baustelle des Werks in Grünheide) zieht Tesla um. (Symbolbild) © Christophe Gateau/dpa

Tesla zieht nach Texas: Hier starten schon die SpaceX-Raketen

Gerade die Corona-Pandemie und die damit verbundene Remote-Arbeit zu Hause nutzte manches Unternehmen wie Oracle zum Umzug – oft nach Texas, das mittlerweile schon als neues Tech-Dorado gilt. Auch Tesla-Chef Elon Musk verkündete nun diesen Schritt. Und zwar schon von seiner neuen Heimat in Austin aus, der Hauptstadt des südlichen Bundesstaates, von dem aus auch seine SpaceX-Raketen ins All starten. Privat wohnt Musk schon länger dort, auch entsteht in Austin die Gigafactory für den Cybertruck und den geplanten Lkw Semi. (Tesla-Boss Elon Musk: Mitarbeiter eiskalt abserviert – „nichts für schwache Nerven“)

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Tesla zieht nach Texas: Streit um Kaliforniens Corona-Politik

Die Fabrik im kalifornischen Freemont wird allerdings ebenfalls ausgebaut. Dass Musk nun aber die Zentrale aus dem „Golden State“ abzieht, begründete er mit den niedrigeren Lebenshaltungskosten für seine Angestellten in Texas. Doch es stecken wohl noch andere Gründe dahinter: Denn auch die Steuerlast dürfte in der neuen Heimat deutlich geringer sein. Darüber hinaus hatte sich Musk während des Corona-Lockdowns einen handfesten Streit mit der kalifornischen Regierung geliefert: Der Multi-Milliardär hielt Maßnahmen wie zeitweilige Werksschließungen für übertrieben, bezeichnete Ausgangssperren gar als „faschistisch“.

Doch auch in Texas herrscht nicht nur eitel Sonnenschein, auch wenn der republikanische Gouverneur Greg Abbott die neuen Bewohner freudig begrüßte. Denn ausgerechnet im „Lone Star State“ darf Tesla seine Autos nicht verkaufen: Das Prinzip, die Fahrzeuge online zu bestellen und über Händler ausliefern zu lassen, verstößt dort gegen das Gesetz. Kunden müssen ihre Neuwagen also aus anderen US-Staaten einführen.

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