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E-Autos klimaschädlicher als gedacht? Nicht nur Akku-Produktion ist problematisch

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Von: Marcus Efler

Sind E-Autos tatsächlich so umweltfreundlich? Daran werden immer wieder Zweifel laut. Jetzt hat ein Experte ein weiteres Umweltproblem der Stromer benannt.

Singapur – Gemeinhin gilt der Elektroantrieb als Königsweg zu emissionsfreien, klimaneutralen Autos. Die Diskussion über die Frage, wie umweltfreundlich sie tatsächlich sind, flammt aber auch immer wieder auf. Jetzt hat ein international renommierter Auto-Analyst die Zweifel neu entfacht: Simon Powell, Rechercheleiter der Investmentbank Jefferies Group, erläuterte beim TV-Sender CNBC Asia einen bislang wenig beachteten ökologischen Nachteil von Elektroautos. (Experten: E-Autos schaffen keine CO2-Reduktion, ABER dieser Kraftstoff)

Elektroautos klimaschädlich? Nicht nur die Akku-Produktion ist ein Problem

Denn diesmal ging es nicht um die oft angeführten Energiekosten der Akku-Produktion und deren späteren Entsorgung oder die Bedingungen, unter denen die dafür notwendigen Rohstoffe gefördert werden. Powell wies auf ein ganz anderes Problem hin, das er als „eingebettetes Kohlendioxid“ bezeichnete. Denn akkubetriebene Elektroautos, sogenannte BEV („Battery Electric Vehicle“), sind bekanntermaßen schwerer als konventionelle Fahrzeuge. Karosserie und Akku ergeben ein deutliches Zusatzgewicht, was wiederum dazu führt, das auch die Bremsen größer und damit schwerer dimensioniert sein müssen. (Boom der Elektro-Autos: Das müssen Sie über die Stromer wissen)

Produktion des VW ID.4 in Zwickau (Symbolbild)
CO2-Nachteil schon in der Fabrik? Produktion des VW ID.4 in Zwickau (Symbolbild) © Hendrik Schmidt/dpa

Elektroautos klimaschädlich? Experte spricht von „eingebettetem Kohlendioxid“

Eine typische Gewichtsspirale also: Während Entwickler konventioneller Autos verstärkt um jedes Kilo kämpfen, um die Spirale wieder zurückzudrehen, kommen BEV grundsätzlich als schwere Wuchtbrummen daher. Mehr Gewicht aber bedeute nicht nur mehr Energie-Aufwand beim Fahren, sondern auch schon während der Fertigung. Verlässt ein Elektroauto also die Fabrik, sei sein CO2-Fußabdruck bereits deutlich größer als der eines konventionellen Autos. Wie viele Kilometer notwendig sind, dieses Handicap durch die emissionsfreie Fahrt wieder aufzuholen, bezifferte Powell nicht, nannte aber immerhin eine Lösung: „grünen Stahl“, der CO2-neutral erzeugt wird. Wie dem auch sei: Der Weg in eine wirklich klimaneutrale Mobilität scheint noch länger zu sein.

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