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Trotz Corona: Deutsche verzichten nicht auf ihre Autos – wollen sogar mehr

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Von: Jasmin Pospiech

Die Liebe der Deutschen zum eigenen Auto ist trotz Corona-Pandemie ungebrochen. Manche überlegen sogar, sich ein zweites anzuschaffen, durchaus auch elektrifiziert.

Ostfildern – Corona-Lockdown, Home-Office und Reisewarnungen: All diese Einschränkungen haben dazu geführt, dass viele Deutsche dieses und letztes Jahr ihren Pkw in der Garage stehen ließen. Klimaschützer freut das und es liegt nahe, dass nun einige Autobesitzer sogar ganz umdenken. Doch eine Studie der Deutsche Automobil Treuhand (DAT) kommt zu einem anderen Schluss.

Trotz Corona-Pandemie: Deutsche hängen an ihren Autos – und wollen sogar mehr

Demnach soll die Corona-Pandemie nichts an der Liebe der Deutschen zum eigenen Auto geändert haben. Im Gegenteil. Über die Hälfte derer, die den Kauf eines Neuwagens geplant haben, wollen das auch unbeirrt umsetzen. Durch Lockdown und Home-Office hatten sie sogar mehr Zeit, um nach dem passenden Auto zu suchen, wie die Umfrage zeigt. Für die Verbraucherbefragung wurde im Auftrag der DAT eine repräsentative Stichprobe von 1.080 Online-Interviews mithilfe des Marktforschungsinstituts GfK durchgeführt.

Demnach soll sogar die Bedeutung des eigenen Pkws noch mal zugenommen haben, was dazu führt, dass sich fast ein Dritter der Befragten vorstellen kann, sich ein weiteres Auto anzuschaffen. Doch der aktuell vorherrschende Chipmangel in der Autoindustrie könnte Lieferzeiten erheblich beeinträchtigen.

Eine Autoverkäuferin überreicht lächelnd einen Autoschlüssel. (Symbolbild)

Trotz Corona-Krise überlegen sich viele Autobesitzer, ein weiteres Fahrzeug anzuschaffen. (Symbolbild) © Panthermedia/Imago

Ausschlaggebend sei auch, dass die kontaktlose Mobilität im eigenen Fahrzeug besser gewährleistet als in jedem anderen (öffentlichen) Verkehrsmittel. Infolgedessen hat die Studie auch ergeben, dass Autobesitzer und diejenigen, die einen Neukauf anstreben, den ÖPNV deutlich weniger als vor der Pandemie (42 % der Pkw-Kaufplaner) nutzen. (Corona-Lockdown extrem: Opel-Corsa-Besitzer versperrt Straße – damit alle zu Hause bleiben)

Trotz Corona-Pandemie: Deutsche hängen an Autos – stärkere Nachfrage nach E-Autos

Laut Kraftfahrt-Bundesamt wurden letzten Monat zahlreiche Gebraucht- und Neuwagen erworben, deutlich mehr als im April 2020. Es wurden auch mehr Elektroautos in diesem Zeitraum erworben bzw. zugelassen. Grund dafür ist sicherlich die Förderprämie auf Elektroautos, die bei bis zu 9.580 Euro für den Kauf eines Stromers (bestehend aus Bundesanteil, Herstelleranteil und Zuschuss zum AVAS-System für künstliche Fahrgeräusche) liegt. Da bei vielen zudem bald der Sommerurlaub ansteht, können sich sogar 41 Prozent der Pkw-Kaufplaner ein Elektroauto für ihre Reise vorstellen, aber nur wenn das Urlaubsziel in Deutschland ist.

Doch das Gesetz um die Kaufprämie hat auch ihre Tücken, denn wie jetzt die Auto Bild berichtet, nutzen einige Elektroautobesitzer samt Autohändler eine Lücke darin aus, um E-Autos für lau zu fahren und dann nach wenigen Monaten für (fast) dasselbe Geld wieder abzustoßen. Noch mehr spannende Auto-Themen finden Sie in unserem kostenlosen Newsletter, den Sie gleich hier abonnieren können.

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