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Wegen Chipmangel – Autoexperte Dudenhöffer gibt düstere Prognose ab

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Von: Simon Mones

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Der globale Chipmangel macht der Autoindustrie zu schaffen. Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer sieht daher für 2021 schwarz.

Duisburg – Die deutsche Automobilindustrie hat während der Corona-Pandemie im vergangenen Jahr sehr gelitten. Monatelang waren Autohäuser und Produktionen dicht und auch die Nachfrage nach Neuwagen brach dramatisch ein. Gerade als sich die Lage zu bessern scheint, folgt der nächste Rückschlag: Weltweit fehlen wichtige Chips.

Die Folge: Erneut stehen die Bänder still und Kunden müssen lange Wartezeiten in Kauf nehmen. Auch die Absatzzahlen brechen ein. Vom Optimismus, der nach dem Lockdown aufkeimte, ist nicht mehr viel übrig. Eher im Gegenteil, wie eine Prognose von Ferdinand Dudenhöffer zeigt. (Volkswagen leidet unter Chipmangel: „Es müsste schon ein Wunder geschehen“)

Wegen Chipmangel – Autoexperte Dudenhöffer gibt düstere Prognose ab

Der Autoexperte geht laut Deutscher Presse-Agentur dpa davon aus, dass 2021 das schlechteste Autojahr seit der Wiedervereinigung wird. Heißt: Auch die bereits schwachen Zulassungszahlen von 2,9 Millionen Autos aus dem vergangenen Jahr würden verfehlt. Das zeigen Berechnungen des privaten „Center Automotive Research (CAR)“ aus Duisburg. (Halbleiter-Mangel: So trickst Porsche, damit Produktion weiterläuft)

Ferdinand Dudenhöffer
Ferdinand Dudenhöffer prophezeit ein schlechtes Autojahr 2021. (Symbolbild) © Bernd Thissen/dpa/Archivbild

Dudenhöffer begründet seine Einschätzung mit dem anhaltenden Chipmangel. Denn durch die stockende Produktion fehlen wichtige Neuwagen. Entsprechend steigen die Preise für die Kunden. Zudem hätten die Hersteller ihre verschiedenen Preisnachlässe weiter reduziert, so der Autoexperte. (Tesla jagt VW Golf: Model 3 bei Neuzulassungen fast auf Spitzenplatz)

Wegen Chipmangel – weniger Rabatte für Kunden

Laut der Autorabatt-Studie des CAR gebe es auf im Internet konfigurierbare Modelle durchschnittlich nur noch einen Nachlass auf den Listenpreis von 17,2 Prozent. So niedrige Rabatte gab es zuletzt vor zehn Jahren. Zudem ging die Zahl der angebotenen Auto-Abos deutlich zurück. (Autos immer älter: Deutsche im Kaufstreik? Nur hier noch älter als bei uns)

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Bei den Eigenzulassungen der Hersteller und Händler konnte das CAR jedoch eine leichte Steigerung feststellen. Die Vermutung der Experten: Abverkaufsaktionen einiger Importeure. Die so zugelassenen Autos werden dann in den Autohäusern mit individuellen Rabatten angeboten.

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