1. 24auto
  2. News
  3. Politik & Wirtschaft

Diesel statt Elektro: Diese deutschen Bundesminister verursachen am meisten Dreck

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Marcus Efler

Wie ökologisch sind die Dienstwagen der deutschen Bundesminister? Eine Kleine Anfrage der FDP hat drei wenig vorbildliche Politiker enttarnt.

Berlin – Politiker sollten mit gutem Beispiel vorangehen und ihrem Volk ein Vorbild sein. In Zeiten des Klimawandels und der Diskussion über Kohlendioxid-Emissionen wäre da die Wahl des eigenen DIenstwagens eine prima Gelegenheit. Die einige Minister der Bundesregierung aber offenbar verpassen – wie die Antwort auf eine Kleine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion nahelegt, über die der Berliner „Tagesspiegel“ zuerst berichtete. (Bund fährt viel zu wenige E-Autos: Andreas Scheuers Verkehrsministerium liegt weit hinten)

Diesel statt Elektro: Diese Bundesminister machen am meisten Dreck

Größte Kohlendioxid-Schleuder ist demnach der Audi A8 L 50 TDI quattro von Julia Klöckner, CDU-Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft. Die Limousine mit langem Radstand emittiert 191 Gamm Kohlendioxid pro Kilometer – laut offizieller Verbrauchsangabe. Damit reißt sie die seit diesem Jahr gültige EU-Vorgabe von 95 Gramm für den Flottenverbrauch deutlich. Unions-Fraktionskollegin und Flugtaxi-Fan Dorothee Bär (CSU), Staatsministerin für Digitales im Kanzleramt, folgt in ihrem Mercedes-Benz S 350d und 165 Gramm. Auch Kanzleramtsminister Helge Braun, ebenfalls CDU, ist mit seinem verlängerten BMW 730Ld mit 150 Gramm nicht wirklich ökologisch unterwegs. (Scheinheilig? Rasender grüner Umweltminister brettert mit 180 km/h durch Tempolimit: „Hatte es eilig“)

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner auf einem Trecker (Symbolbild)
Diesel-Fahrerin: CDU-Ministerin Julia Klöckner (Symbolbild) © Stefan Sauer/dpa

Diesel statt Elektro: Die meisten Bundesminister fahren schon Hybrid

Zur Ehrenrettung der beiden CDU-Politiker sei erwähnt, dass sie als Zweitwagen BMW-Limousinen mit Plug-in-Hybridsystem nutzen, deren Werte um die 60 Gramm liegen und die somit deutlich besser aussehen. Alle anderen Ressortchefs wie der frühere Emissions-Spitzenreiter Peter Altmaier (CDU, Wirtschaft) oder SPD-Umweltministerin Svenja Schulze lassen sich mittlerweile ohnehin in süddeutschen Limousinen chauffieren, die sich auch mit Strom betanken lassen. Die niedrigen Werte erreichen diese Modelle freilich nur, wenn sie stets mit gut gefülltem Akku unterwegs sind. Dann erledigen sie Strecken innerhalb Berlins gar rein elektrisch. Bleibt zu hoffen, dass die Chauffeure genau darauf gut achten. Im Fond sitzen ja schließlich Vorbilder für das deutsche Volk.

Noch mehr spannende Auto-Themen finden Sie in unserem kostenlosen Newsletter, den Sie gleich hier abonnieren können.

Auch interessant

Kommentare