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Twitter-Maulkorb für Elon Musk: So wehrt sich der Tesla-Chef

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Von: Marcus Efler

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Elon Musk darf sich auf Twitter nicht zu allen Themen frei äußern. Gegen diese Vorgabe zieht der Tesla-Chef nun vor Gericht.

Austin (USA) – Was haben Donald Trump und Elon Musk gemeinsam? Klare Sache: Auf Twitter dürfen beide nicht so, wie sie gerne möchten. Der ehemalige (und vielleicht zukünftige) US-Präsident nämlich gar nicht, und der Tesla-Chef nur eingeschränkt. Das mag manchen vielleicht verwundern, da er vom Weihnachtsmann bis zur Reichweite von Elektroautos gefühlt so ziemlich jedes Thema bezwitschert. Eines aber eben nur sehr eingeschränkt: Aussagen zur wirtschaftlichen Lage oder Zukunft von Tesla unterliegen einer Art interner Zensur. Und das ärgert Mister Musk.

Twitter-Maulkorb für Elon Musk: So wehrt sich der Tesla-Chef

Auslöser für den Streit waren Tweets von Elon Musk im Jahre 2018, die den Aktienkurs beeinflusst hatten. So hatte der Tesla-CEO behauptet, er könne mit Rückendeckung der Investoren den Elektroauto-Konzern komplett von der Börse nehmen – für 420 Dollar pro Aktie (aktuell liegt der Kurs nach einem Höchststand von 1.243 Dollar bei ca. 860). Dies wertete die US-Börsenaufsicht SEC als Falschaussage.

Als Folge musste sich Musk dazu verpflichten, marktbewegende Tweets vor Veröffentlichung von den Tesla-Anwälten prüfen zu lassen. Was ihn freilich nicht daran hinderte, 2019 schon wieder über die Produktionsaussichten zu twittern: Man werde 500.000 Autos in dem Jahr bauen, also 100.000 mehr als offiziell vorab prognostiziere Zahl. Es folgte ein weiterer Deal mit der SEC, der bis heute genau festlegt, zu welchen Themen der Wahl-Texaner sich überhaupt noch äußern darf.

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Elon Musk bei einer Pressekonferenz
Elon Musk pocht auf das Recht auf freie Meinungsäußerung (Symbolbild). © Sebastian Gabsch/IMAGO

Twitter-Maulkorb für Elon Musk: „Habe Aktionäre nie belogen“

Gegen diese Quassel-Bremse wehrt sich Musk nun vor einem New Yorker Gericht und fordert eine Abschaffung der Regelung. Auf seinen Rechten werden „herumgetrampelt“, klagt der Chef. „Ich habe die Aktionäre nie belogen. Ich würde Aktionäre nie anlügen“, beteuerte er.

Schon vor einigen Wochen hatte sich Musk öffentlich über die SEC beschwert und sah sein Recht auf freie Meinungsäußerung eingeschränkt. Er habe den Kampf mit der Behörde nicht begonnen, postete er: „aber ich werde ihn beenden“.

Auch Elons Bruder Kimbal ist bereits ins Visier der SEC geraten. Er hatte in großem Stil Tesla-Aktien verkauft – kurz bevor sein Bruder eben solche Überlegungen getwittert hatte, dann tatsächlich Anteile vergoldete und der Kurs nachgab.

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