Vorerst kein Wiederanlauf

BMW: Panne im Werk Regensburg hat weitreichende Folgen

  • Arne Roller
    vonArne Roller
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Während Mercedes-Benz in Sindelfingen im Rahmen der S-Klasse-Präsentation sein neues Vorzeigewerk „Factory 56“ vorstellt, macht BMW mit einer Panne im Werk Regensburg Schlagzeilen.

  • Mercedes eröffnet in Sindelfingen die „Factory 56“
  • BMW nutzt die Sommerpause traditionell für Modernisierungen
  • Im BMW-Werk in Regensburg gab es dabei eine Panne

Regensburg – Mercedes-Benz ist aktuell mit der „Factory 56“ und der darin gebauten neuen, siebten Generation der S-Klasse in aller Munde. Der Name der neuen und besonders modernen „Factory 56“ leitet sich ganz einfach von der Hallennummer 56 ab. Die Fabrik soll besonders umwelt- und mitarbeiterfreundlich sein. Neben modernisierter Technik legt man daher auch Wert auf das Solardach, den gänzlichen Verzicht auf Papier in der Fabrik und ein möglichst ergonomisches Arbeiten für die Werktätigen.

BMW: Panne im Werk Regensburg hat weitreichende Folgen

Währenddessen sorgt BMW mit einer Panne im Werk Regensburg für Aufsehen. Bei der Demontage alter Produktionsanlagen war in einer Montagehalle das Tragwerk des Daches beschädigt worden. Verletzt wurde bei der Aktion aber niemand, wie Pressesprecher Eric Metzler gegenüber 24auto.de erklärt. Damit neue Schwenkarme für die Produktion am Dach befestigt werden könnten, müsse man nun zunächst neue Stahlträger einziehen. Über die Panne berichtet auch Merkur.de*.

Die Reparaturarbeiten liefen jetzt „rund um die Uhr“. Geplant war, dass die Bänder in Regensburg nach dem Umbau mit der Frühschicht am 14. September wieder anlaufen. Aufgrund der Panne dürfte sich der Start allerdings um mindestens zwei Wochen verzögern. Man sei „sehr zuversichtlich“, dass man die Produktion in der KW 40 – also in der Woche ab dem 28. September – wiederaufnehmen könne, sagte der Sprecher. (BMW-Fahrer wirken sofort attraktiver – diese Marken machen Sie noch begehrenswerter)

BMW
SitzMünchen
Gründung1916
VorstandsvorsitzenderOliver Zipse
Bekannte Modelle1er, 3er, 5er, 7er, 8er, X4, X5
Verkaufte Fahrzeuge 20192,52 Millionen (BMW Group)

In Regensburg baut BMW rund 1.100 Autos am Tag. Durch die Umbaupanne könnte es zu einem Produktionsverlust von bis zu 11.000 Fahrzeugen kommen. Dieses Minus will BMW im weiteren Verlauf des Jahres aber wieder aufholen. Man sei diesbezüglich bereits in Gesprächen mit dem Betriebsrat. In Regensburg baut BMW die Modelle X1, X2, 1er und 2er Gran Tourer. (Yesss! BMW bringt M3 Touring: Dieser Motor steckt im Münchner Power-Kombi)

Auf Instagram reagierte BMW übrigens folgendermaßen auf die Präsentation der neuen S-Klasse: „Hey, gute Arbeit".

Neben dem Werk in Regensburg baut BMW auch das Werk in München um und macht es fit für den BMW i4, der als viertüriges Gran Coupé dort ab 2021 vom Band laufen soll und rein elektrisch angetrieben wird. Insgesamt investiert BMW rund 200 Millionen Euro ins Münchner Werk. „Der Umbau“, freut sich Werksleiter Robert Engelhorn, „ist der umfangreichste in der Geschichte des Werks München“.

In beiden Werken sollen zukünftig alle Antriebsarten produziert werden könne: Von Benzinern über Diesel zu Hybriden (BMW i8: Das Ende einer kurzen Ära – warum die letzten 18 Exemplare echte Unikate sind) und reinen E-Autos. *Merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

Rubriklistenbild: © BMW

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