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Frust bei BMW – Chipmangel sorgt für Ärger mit Continental

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Von: Simon Mones

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BMW macht die anhaltende Chipkrise zu schaffen. In einer Aufsichtsratssitzung soll sich Frust über Zulieferer Continental entladen haben.

München – Erst die Corona-Pandemie, dann der Chipmangel. Die Automobilindustrie befindet sich seit eineinhalb Jahren fast durchgehend im Krisenmodus. Statt Rekordabsätze sind Kurzarbeit und Produktionsausfälle an der Tagesordnung. Kunden müssen teilweise bis zu ein Jahr auf ihre Neuwagen warten. Das sorgt für Frust, auch bei BMW.

Dabei hat der bayerische Autohersteller den Chipmangel vergleichsweise gut verkraftet. Die Absatzzahlen brachen lediglich um zwölf Prozent ein. Im Vergleich dazu waren die Verluste bei Daimler mit einem Drittel und bei Volkswagen mit 25 Prozent deutlich höher. Dennoch scheint man bei BMW nicht besonders zufrieden zu sein. (BMW-Designchef spricht Klartext: „Fans sind nicht immer Kunden“)

Frust bei BMW – Chipmangel sorgt für Ärger mit Continental

Wie „Business Insider“ berichtet, sollen die Aufsichtsratsmitglieder ihrem Ärger bereits Ende September Luft gemacht haben. Im Fokus habe dabei nicht etwa BMW-Chef Oliver Zipse gestanden, sondern Zulieferer Continental. Die Aufsichtsratsmitglieder hätten sich insbesondere an den Lieferengpässen gestört und natürlich an den angezogenen Preisen für die wenigen Halbleiter, die geliefert würden. (BMW-Chef Oliver Zipse: Autos raus aus diesen Innenstädten)

Das BMW-Logo an einem Messestand (Symbolbild)
Der BMW-Aufsichtsrat hat seinem Frust über Zulieferer Continental Luft gemacht. (Symbolbild) © Sven Simon/Imago

Demnach sollen die BMW-Kontrolleure das Handeln von Continental als unangemessen empfinden. In München fühlt man sich von dem Zulieferer offenbar nicht richtig wertgeschätzt. Denn BMW habe mit Beginn der Coronakrise die bestellten Stückzahlen für Chips nicht reduziert. Anders als andere Hersteller. (Reichweiten bei E-Autos: Interne Diskussion bei BMW um Rekordjagd?)

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Frust bei BMW – Autobauer nicht an erster Stelle

Und trotzdem stehe der bayerische Autohersteller bei Continental offenbar nicht an erster Stelle. So soll es zumindest der Aufsichtsrat sehen. Allerdings sei das nicht korrekt, denn wie „Business Insider“ weiter berichtet, habe auch Porsche die Bestellmengen nicht reduziert. Volkswagen habe seine Reduktion ebenfalls nach kurzer Zeit wieder revidiert. An der Stimmung bei BMW dürfte das jedoch nur wenig ändern. (BMW-Fahrer flüchtet vor Polizei: Deutsches Gericht verhängt kuriose Strafe)

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