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Autos reine Männersache? Hamburger Grüne offenbaren seltsames Frauenbild

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Von: Marcus Efler

Ist Autofahren heutzutage noch ausschließlich Männersache? Mit diesem Klischee aus den 1960er-Jahren überrascht ausgerechnet Grünen-Politikerin Katharina Beck aus Hamburg.

Hamburg – Schon mal was von Frauenautos gehört? Das sind diese ganz kleinen Kleinstwagen in Rot mit dem großen Schminkspiegel. Das nur zur Erklärung für Hamburger, denn dort fahren Frauen offenbar kein Auto. Das klang zumindest in einer Aussage der Grünen-Politikerin Katharina Beck (39) an, die bei der Bundestagswahl für den Wahlkreis Hamburg-Nord kandidiert. In einer Ankündigung für eine Online-Diskussion beklagte sie die „männliche Dominanz der Autos in den Städten“. (Wenn die Grünen die Bundestagswahl gewinnen: Das wären die Folgen für Autofahrer)

Autos reine Männersache? Hamburger Grüne offenbaren seltsames Frauenbild

Diese müsse zugunsten einer „feministisch gedachten Mobilität“ zurückgedrängt werden oder wie Beck es auf der Diskussions-Einladung als Frage formulierte: „Brauchen wir eine weibliche Mobilitätsplanung?“ Was das genau heißt, ließ die Politikerin vorerst offen. Vielleicht: Diese ganzen SUV, in denen morgens ja ausschließlich Männer die Kinder in die Kita fahren, einfach aus der City und den betuchten Vororten aussperren. Und dafür nur noch kleine, rote Autos mit großen Schminkspiegel reinlassen. (Fahren Grüne am liebsten SUV? Eine Umfrage verwirrt die Medien)

Katharina Beck, Politikerin von Bündnis90/Die Grünen (Symbolbild)
Hält Autofahren für ein Männerding: Katharina Beck. (Symbolbild) © Markus Scholz/dpa

Autos reine Männersache? Grüne vermittelt schräges Bild von Mobilität

Ok, das ist jetzt überspitzt formuliert. Aber ein schräges Bild von der Mobilität ihrer Geschlechts-Genossinen offenbart Beck durch ihr Ausspielen gegen autofahrende Männer schon. Statistische Tatsache ist nämlich: Gerade große, schwere Autos sind bei Frauen beliebt, ganz besonders die hoch bauenden, sicher erscheinenden SUV. Also ganz normale Autos, die breite Straßen benötigen, und diese entsprechend verstopfen. In Hamburg und in jeder anderen Großstadt der Welt. (Annalena Baerbock will Benzinpreise erhöhen – dabei stehen die gerade auf Zweijahreshoch)

Autos reine Männersache? Neu-Ausrichtung der Mobilität ist lohnende Aufgabe

Richtig ist aber auch: Eine Neu-Ausrichtung der Mobilität in den Städten ist eine Aufgabe, die sich lohnt, angegangen zu werden. Vorschläge: ein eng getakteter, funktionierender Nahverkehr mit einem übersichtlichen Tarifsystem, ein gut ausgebautes Radwege-Netz, Förderung von Fahrgemeinschaften und Carsharing. Könnten dann allerdings auch Männer nutzen.

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