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Gegen E-Autos? ADAC will kein Verbrenner-Verbot – das steckt dahinter

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Von: Sebastian Oppenheimer

Der ADAC ist gegen ein Verbot von Verbrennungsmotoren und warnt auch vor „politischem Aktionismus“ nach der Bundestagswahl. Das steckt dahinter.

München – Viele große Autobauer haben sich festgelegt – für sie lautet die Zukunft: Elektromobilität. In Deutschland marschiert insbesondere der Volkswagen-Konzern mit seinen Marken voran, aber auch Daimler hat kürzlich verkündet, massiv in E-Mobilität zu investieren. Der ADAC will allerdings keinen Elektro-Umstieg mit der Brechstange. (Elektroautos und kein Zurück: EU macht Schluss mit Verbrennern ab 2035)

Gegen E-Autos? ADAC will kein Verbrenner-Verbot – das steckt dahinter

Zwar unterstütze man den Hochlauf der E-Mobilität sowie das Ziel der Klimaneutralität bis 2050 – allerdings hält der ADAC auch die Entwicklung und den frühzeitigen Einsatz von synthetischen Kraftstoffen im Pkw-Bereich für machbar und notwendig, wie „Tagesspiegel Background“ berichtet. „Allein für die 35 Millionen Bestandsfahrzeuge im Jahr 2030 muss es eine Lösung geben“, erklärte ADAC-Verkehrspräsident Gerhard Hillebrand bei der Vorstellung des neuen verkehrspolitischen ADAC-Leitbilds. (Verbrenner-Aus: Italien will Ausnahme – Armutszeugnis für Ferrari)

Abgase kommen aus einem Auspuff. (Symbolbild)
Der ADAC hat sich strikt gegen ein Verbot von Verbrennerfahrzeugen ausgesprochen. (Symbolbild) © Franziska Kraufmann/dpa

ADAC gegen Verbrenner-Verbot – „Mobilität muss bezahlbar bleiben“

Der ADAC ist strikt gegen ein Verbot von Verbrennerfahrzeugen – und warnt dabei auch vor „politischem Aktionismus“ nach der Wahl. „Mobilität muss bezahlbar bleiben“, forderte Gerhard Hillebrand. „Die Verbraucher brauchen Zeit, um ihr Verhalten anzupassen.“ Zwar sei klar, dass es aus Klimaschutzgründen einen Anstieg der Kosten geben werde. Doch eine Kostenexplosion durch gleich mehrere verordnete Preiserhöhungen – wie etwa Spritpreis, City-Maut und Zulassungssteuer – müsse verhindert werden. Der Grund für diese Haltung ist klar: Die allermeisten ADAC-Mitglieder fahren noch Verbrenner. (Lastenräder im ADAC-Crashtest: Für Kinder sind sie ziemlich gefährlich)

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Auch beim Thema Tempolimit ist der ADAC laut dem Bericht nicht mit dem VW-Konzern auf einer Linie. In einem Interview hatte VW-Markenchef Ralf Brandstätter (53) kürzlich der Forderung von SPD und Grünen beigepflichtet, Tempo 30 in Innenstädten und Tempo 50 auf Durchgangsstraßen innerorts einzuführen. Ein „generelles Tempo 30 in Städten“ trage der Club nicht mit, erklärte Hillebrand. „In vielen Städten sind Wohngebiete bereits verkehrsberuhigt, das ist nichts Neues.“

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