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„Cabriobeet“: Mann pflanzt Kräuter in Peugeot – das steckt dahinter

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Von: Jasmin Pospiech

Passanten trauen ihren Augen nicht, als sie sehen, dass in einem geparkten Peugeot 306 Cabrio Kräuter wachsen. Doch der „Spuk“ währt wohl nicht lange.

Wien – Wer öfter in Großstädten unterwegs ist, dem fällt schnell auf: Parkplätze sind hier rar gesät. Dementsprechend werden die Straßen links und rechts meist von unzähligen Pkw gesäumt. Das ist allerdings vielen Stadtbewohnern ein Dorn im Auge: Schließlich sind die Straßen eng und überfüllt, der öffentliche Raum gleicht einem riesigen Parkplatz.

Viel Platz für grüne Flächen bleibt da nicht, weshalb der ein oder andere Passant sicher nicht schlecht staunt, als er an einem geparkten Peugeot 306 Cabrio vorbeiläuft. Schließlich sprießt es daraus geradezu!

„Cabriobeet“: Mann pflanzt Kräuter in Peugeot – das steckt dahinter

Ein echtes Kräuterbeet wächst und gedeiht dort im Interieur, während das Verdeck geöffnet ist. Das Auto, das den Namen Peugeot „Cabriobeet“ 306 trägt, ist im 9. Wiener Bezirk, dem Alsergrund, zu einer echten Attraktion geworden. Schließlich hat sich der Wiener Filmemacher und Klimaaktivist Christoph Schwarz zu dem „Kunstwerk“ bekannt. (Cabrio gebraucht kaufen? Es muss gar nicht teuer sein – was beim Preis möglich ist)

Mit seiner Aktion „Wien, du bist ein Parkplatz“ hat er ein Gemeinschaftsprojekt im Bezirk gestartet und in Nachbarschafts-Arbeit das gebrauchte Cabrio, ein Peugeot 306, mit Holzplatten, Teichfolie und Keramik-Kugeln versehen und es mit einem echten Wasserabfluss ausgestattet. (Peugeot-Fahrer muss E-Auto laden – und baut sich eigenen Lade-Arm)

Das „Cabriobeet“ von Filmemacher Christoph Schwarz
Das „Cabriobeet“ von Filmemacher Christoph Schwarz sorgt für gemischte Gefühle. © Twitter (Daniel Bleninger)

Seine Botschaft: Schwarz moniert, dass man bereits mit „10 Euro pro Monat einen Parkplatz mieten kann“. Doch auf genau solch einer Fläche, so will es uns der Filmemacher zeigen, könne man genauso auch ein Hochbeet entstehen lassen. Und fragt auf Twitter in einem Post auf seinem Account, wo er sich Daniel Bleninger nennt und seinen Kurzfilm mit dem Titel „Wie man Kräuter im öffentlichen Raum anpflanzen kann“ vorstellt, Folgendes: „Warum sind unsere Städte für Autos konzipiert und nicht für die Menschen darin?“ („Freie-Straßen-Prämie“: Wer aufs Auto verzichtet, soll 1.100 Euro pro Jahr kriegen)

„Cabriobeet“ in Wien: „Das Auto hat ein Parkpickerl und ist fahrbar“

Doch während ihn viele Twitter-User für sein „Autobeet“ feiern, gibt es auch einige, die die Kunstaktion stört. Denn wie das Nachrichtenportal „Heute.at“ schreibt, soll bereits die Polizei vorbeigeschaut haben. Obwohl: „Das Auto hat ein Parkpickerl und ist fahrbar“, erklärt Schwarz und ergänzt: „Mit wenigen Handgriffen kann man den Fahrersitz so umbauen, dass das Beet auch mobil ist.“ (Bikerin steigt mitsamt Rad über VW, weil der auf Radweg parkt – Video macht Furore)

Doch davon scheinen die Beamten nur wenig beeindruckt und schon ist wieder Schluss mit dem Auto-Kräuterbeet. Das bepflanzte Auto soll eine Anzeige erhalten haben und bald abgeschleppt werden. Das kündigt ein am Peugeot angebrachter Hinweis der Parkraumüberwachung an. Ob der Künstler mit seinem Cabrio mitsamt Beet vor der Abschleppaktion noch schnell davonbraust?

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