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Tesla kappt Akku-Kapazität nachträglich und will Geld – nach neun Jahren

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Von: Marcus Efler

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Ein neun Jahre altes Tesla Model S kommt mit deutlich weniger Reichweite aus der Werkstatt zurück – darum forderte der Hersteller plötzlich Geld vom Besitzer.

Kaufen, bezahlen, behalten: Dieses Prinzip, das vom Bäcker bis zum Möbelhaus seit Ewigkeiten funktioniert, hat sich auch bei Autos bewährt. Zwar gibt es dort manche Sonderformen wie Leasing und mittlerweile auch Abonnements, doch viele Kunden schätzen das Prinzip „Ware gegen Geld“ nach wie vor.

A propos Abo: Genau dieses Geschäftsmodell, dem Kunden alternativ zum einmaligen Preis eine monatliche Gebühr abzuverlangen, setzt sich auch bei eigentlich klassischen Autos für zusätzliche Extras durch. Tesla gilt nicht nur bei Elektroautos, sondern auch bei diesem Prinzip als Pionier. Im Falle des Navigationssystems fordern die Texaner sogar nach Jahren plötzlich den Abschluss eines Abos. Technische Basis für diesen späten Eingriff in die Ware bietet auch die Software, die dem Hersteller nicht nur in der Werkstatt, sondern auch „over the air“ (OTA), also aus der Distanz, den Zugriff auf das vernetzte Auto ermöglicht.

Tesla Model S
Ein Tesla Model S kam mit verringerter Reichweite aus der Werkstatt. (Symbolbild) © Tesla

Tesla kappt Akku-Kapazität nachträglich und will Geld – nach neun Jahren

Eine besonders skurrile nachträgliche technische Änderung machte nun der Tesla-Hacker Jason Hughes publik. Er genießt in der Szene den Ruf, nicht abonnierte Extras freischalten zu können.

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In dem geschilderten US-Fall konnte er freilich auch nicht weiterhelfen. Der Käufer eines Tesla Model S hatte schon vor Jahren in der Werkstatt den defekten Akku mit 60 Kilowattstunden auf Garantie tauschen lassen. Da nur noch ein größerer Stromspeicher mit 90 kWh verfügbar gewesen war, baute Tesla eben diesen ein. Der Kunde genoss die kulanterweise um 130 Kilometer erhöhte Reichweite, später verkaufte er den Wagen aus dem Jahr 2013 weiter.

Tesla kappt Akku-Kapazität nachträglich im Service-Center

Der dritte Besitzer schließlich, der Jahre später guten Glaubens ein gebrauchtes Model S mit großem Akku erstanden hatte, traute dann seinen Ohren nicht: Nach einem Besuch in einem Service-Center rief ihn ein Mitarbeiter an – und informierte ihn darüber, dass die Akku-Kapazität per Software-Modifikation auf die ursprünglichen 60 kWh zurückgesetzt worden war. Um die ursprünglichen 90 kWh wieder zu aktivieren, forderte Tesla tatsächlich 4.500 US-Dollar.

So schildert der Hacker den Fall auf Twitter:

Immerhin wurde Tesla nach der Veröffentlichung dann wohl doch noch bewusst, wie kleinkariert die Nachforderung für ein neun Jahre altes Auto wirken musste. Und schaltete die volle Akku-Kapazität schließlich wieder frei.

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