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Opel-Chef Hochgeschurtz: In diesen Fahrzeugen sieht er keine Chance für Wasserstoff-Technik

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Von: Sebastian Oppenheimer

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Opel-Chef Uwe Hochgeschurtz (58) will bis 2028 in Europa nur noch E-Autos verkaufen. Nun hat er erklärt, was er von Wasserstoff-Technik in Pkw hält.

Rüsselsheim – Beim Rüsselsheimer Autobauer Opel hat sich in den vergangenen Jahren viel getan: 2017 wechselte der Hersteller vom langjährigen Eigentümer General Motors (GM) in die Hände des PSA-Konzerns. Letzterer wiederum schloss sich 2012 mit Fiat Chrysler Automobiles (FCA) zusammen, woraus der Stellantis-Konzern entstand, der neben Opel zwölf weitere Automarken unter seinem Dach beherbergt. Und seit September 2021 hat die Marke mit Uwe Hochgeschurtz (58) auch einen neuen Chef, der bis 2028 in Europa nur noch Elektroautos verkaufen möchte. Nun hat sich der 58-Jährige zum Thema Wasserstoff-Technik in Pkw geäußert.

Opel-Chef Hochgeschurtz: In diesen Fahrzeugen sieht er keine Chance für Wasserstoff-Technik

In einem Interview mit dem „Hamburger Abendblatt“ sprach der Opel-Chef, der sich erst kürzlich zum Standort Eisenach bekannte, über zahlreiche Aspekte der Elektromobilität – unter anderem auch über das Thema Herstellungskosten von E-Autos: Aktuell lägen diese noch rund 50 Prozent über denen eines Verbrenner-Fahrzeugs. Und er warnt die Kunden schon mal vor: Sollten die ganzen Förderungen für E-Autos eines Tages wegfallen, „wird das der normale Bürger merken“.

Elektroauto Opel Mokka-e fährt durch die Stadt.Opel-Chef Hochgeschurtz:
Den Opel Mokka gibt es auch als reines Elektrofahrzeug – dann mit dem Zusatzkürzel „-e“. © Opel

Opel-Chef Hochgeschurtz: Ladezeit bald wichtiger als Reichweiten-Diskussion

Die Reichweite von Elektro-Fahrzeugen aus dem Hause Opel werde Hochgeschurtz zufolge „in dem Bereich liegen, den wir heute von Verbrennern kennen“. Die Diskussionen würden sich künftig seiner Meinung nach eher auf das Thema Ladezeit verlagern. Ziel sei, einen Opel innerhalb von einer Minute für mehr als 30 Kilometer Reichweite aufladen zu können. (Elektroauto-Studie zeigt: So umweltfreundlich sind Stromer wirklich)

Zwar sei ihm klar, dass das Ladenetz ausgebaut werden müsse – doch geschehe dies aktuell mit großer Geschwindigkeit. Deswegen könne er die Kunden beruhigen. „Jeder, der ein Elektrofahrzeug kauft, wird auch eine Ladestation finden.“ Sei es im öffentlichen Raum oder bei sich zu Hause. (Mobiles Nachladen: Schnelle Hilfe, wenn der E-Auto-Akku leer ist)

Opel-Chef Uwe Hochgeschurtz
Opel-Chef Uwe Hochgeschurtz will bis 2028 in Europa nur noch E-Autos verkaufen. © Arne Dedert/dpa

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Opel-Chef Hochgeschurtz: Die Zukunft „für den leichten Pkw“ ist klar batterieelektrisch

In dem Interview mit dem „Hamburger Abendblatt“ bezieht der Opel-Chef aber auch Stellung zum Thema Wasserstoff. Doch die Zukunft der Brennstoffzelle sieht Hochgeschurtz seinen Aussagen zufolge ganz offensichtlich eher im Bereich der Nutzfahrzeuge. Die Zukunft „für den leichten Pkw ist aber ganz klar batterieelektrisch.“ Ab welchem Gewicht dann ein Wasserstoff-Antrieb infrage käme, verriet er aber nicht. (Astron Omega 1: Rettet dieser Motor den Verbrenner?)

Die Chipkrise wirkt sich bei Opel natürlich auch auf die Produktion aus: Während der Hersteller Audi die wenigen verfügbaren Halbleiter bevorzugt in höher positionierte Modelle verbaut, hat sich Opel für eine ähnliche Priorisierung entschieden. Die knappen Chips werden bevorzugt in E-Modelle eingebaut. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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