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Österreich: „Raserpaket“ in Kraft – so werden Temposünder kräftig abkassiert

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Von: Sebastian Oppenheimer

Urlauber aufgepasst: In Österreich ist Rasen ab sofort erheblich teurer. Auch Deutsche haben keine Chance, sich vor den Bußgeldzahlungen zu drücken.

Wien – Eine Urlaubsfahrt ist zumeist kein günstiges Unterfangen. Schon allein die gesalzenen Mautgebühren mancher Länder können die Ferien-Familienkasse deutlich schröpfen. Durchquert man auf dem Weg zum Ziel gleich mehrere Länder, kommt da schon einiges zusammen. Und auch die Bußgelder bei Geschwindigkeitsübertretungen sind teilweise massiv. Besonders in Österreich ist ab sofort höchste Konzentration beim Blick auf den Tacho geboten – denn unsere Nachbarn haben mit dem 1. September die Bußgelder drastisch erhöht. (Mehrheit der Deutschen will angeblich Tempolimit 130 km/h: Kommt es nach der Bundestagswahl?)

Österreich: „Raserpaket“ in Kraft – so werden Temposünder kräftig abkassiert

Die Bußgelder bei Geschwindigkeitsübertretungen wurden durch eine Gesetzesänderung, die auch als „Raserpaket“ bezeichnet wird, verdoppelt. Im Extremfall können nun bis zu 5.000 Euro fällig werden, wie der ADAC Südbayern mitteilt. Und auch als Deutscher kommt man um die Bezahlung nicht herum: Weil die Bundesrepublik mit Österreich ein Abkommen zur Vollstreckung von Bußgeldern vereinbart hat, werden Strafen ab einer Höhe von 25 Euro auch von den deutschen Behörden eingetrieben. (Klima-Strafe: Österreich will Diesel verteuern – müssen auch deutsche Autofahrer bangen?)

Haltekelle der österreichischen Polizei (Symbolbild)
Rasern drohen in Österreich nun deutlich höhere Bußgelder. (Symbolbild) © blickwinkel/Imago

Österreich: „Raserpaket“ in Kraft – die neuen Strafen sind drakonisch

Wer innerorts oder außerorts mehr als 30 km/h zu schnell fährt, zahlt künftig zwischen 150 Euro und 5.000 Euro statt wie bisher 70 bis 2.180 Euro. Zwischen 300 und 5.000 Euro kostet das Überschreiten der Geschwindigkeit innerorts um mehr als 40 km/h beziehungsweise außerorts um mehr als 50 km/h. Ab 80 km/h innerorts und 90 km/h außerorts gilt das Vergehen als „unter besonders gefährlichen Verhältnissen“ begangen – dann wird zusätzlich zur Geldbuße ein sechsmonatiges Fahrverbot verhängt. Und es kommt womöglich noch heftiger: Auch Fahrzeuge von Rasern sollen künftig unter Umständen beschlagnahmt werden können.

In Österreich gibt es anders als in Deutschland keinen einheitlichen Bußgeldkatalog: Die individuelle Höhe der Strafzahlungen für Verkehrssünden liegt im Ermessen der jeweils zuständigen Behörde. (Mit Material von SP-X)

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