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Neuzulassungen im November: Automarkt erlebt deutlichen Aufschwung

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Von: Simon Mones

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Im November wurden in Deutschland wieder deutlich mehr Neuwagen zugelassen. Besonders beliebt bei den Käufern: SUV und Elektroautos.

Die Autobranche befindet sich mitten im wohl wichtigsten Umbruch ihrer Geschichte in der Krise. Corona und der anhaltende Chipmangel haben sich spürbar auf Angebot und Nachfrage ausgewirkt. Im November können viele Hersteller jedoch etwas aufatmen, denn die Zahl der Neuzulassungen stieg deutlich an.

Genau 260.512 Neuwagen sind im November in Deutschland zugelassen worden – 31 Prozent mehr als im November des Vorjahres. Am besten schnitten einmal mehr SUV ab, die knapp ein Drittel der Neuzulassungen ausmachen. Das Segment selbst verzeichnete ebenfalls ein Plus von 31 Prozent.

Neuwagen stehen auf einem Parkplatz.
Im November wurde deutlich mehr Neuwagen zugelassen als im Vorjahresmonat. (Symbolbild) © Ingo Wagner/dpa

Neuzulassungen im November: Automarkt erlebt deutlichen Aufschwung

Noch deutlicher konnten sich die Elektroautos steigern. Fast 58.000 neue Elektroautos kamen im November neu auf die Straßen. Das waren 44 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Laut dem Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) verfügte fast jeder fünfte Neuwagen über einen Elektroantrieb.

„Am Ende eines insgesamt enttäuschenden Autojahres kommt Hoffnung auf einen kleinen Endspurt auf“, teilte der Präsident des Verbands der Internationalen Kraftfahrzeughersteller, Reinhard Zirpel, mit. „Der November verlief recht erfreulich. Auch für Dezember gibt es Hinweise auf gute Zulassungszahlen.“

Neuzulassungen im November: VDIK rechnet für 2023 mit Aufschwung

Und das, obwohl seit Wochen immer weniger Aufträge bei den Herstellern eingehen. Allerdings sind diese immer noch damit beschäftigt, den Auftragsstau abzubauen, der seit mehr als zwei Jahren wegen fehlender Halbleiter und anderer Knappheiten herrscht. Viele Modelle sind daher bereits ausverkauft, so auch der aktuelle ID.3. Wer das Elektroauto jetzt noch bestellt, bekommt im vierten Quartal des kommenden Jahres bereits die zweite Generation.

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Außerdem wurden nach dem Boom-Jahr 2019 weniger Autos abgesetzt. Das führt nun zu einem Nachholeffekt – und zur positiven Entwicklung im November. Unterm Strich erwartet der VDIK, dass der Absatz im Vergleich zum Vorjahr auf 2,6 Millionen. Dennoch ist Zirpel optimistisch: „Wir rechnen für 2023 mit 2,75 Millionen neuen Pkw. Das entspricht einem Wachstum von sechs Prozent.“ Zumindest bei den Elektroautos gibt es jedoch einige Experten, die mit einem Einbruch der Absatzzahlen rechnen. (Mit Material der dpa)

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