1. 24auto
  2. News
  3. Neuheiten

VW Taigo schon da: Neues SUV-Coupé fährt längst in Brasilien

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Marcus Efler

Mit dem VW Taigo bringt Volkswagen einen SUV-Coupé-Crossover. Das neue Modell bietet moderne VW-Technik, doch seine Antriebe sind eher von gestern.

Wolfsburg – Keine noch so enge Lücke auf dem Markt, die man bei Volkswagen nicht schließen will. Diesmal ist es ein SUV-Coupé-Crossover im Kleinwagenformat. Praktisch dabei, dass man den ja eigentlich schon hat: Er läuft seit rund einem halben Jahr im fernen Brasilien und seit Kurzem auch im spanischen Pamplona vom Band und heißt „Nivus“. Nun wird er – optisch nur wenig verändert – auch für 28 europäische Länder gebaut und ist damit seit dem glücklosen VW Fox das erste in Brasilien von VW entwickelte Auto, das es mal wieder auf den internationalen Markt schafft. (Seat Ibiza Facelift: Bessere Vernetzung für spanischen Kleinwagen)

VW Taigo schon da: Neues SUV-Coupé fährt längst in Brasilien

Als Basis dient dem Taigo der Mobile Querbaukasten (MQB A0) des VW-Konzerns, auf dem zum Beispiel auch der neue Polo, das kleine SUV T-Cross, Audi A1 und Q2, der Seat Arona, der Seat Ibiza und der Škoda Scala aufbauen. VW beeilt sich denn auch zu versichern, dass im Taigo „europäische Technik“ stecke. „Taigo“ heißt er, weil bei VW alle SUV mit einem „T“ im Namen beginnen. Und das nach Meinung von VWs Marketing-Abteilung irgendwie nach Taiga, sibirischem Tiger und Angriffslust klingt. Optisch entspricht der VW Taigo weitestgehend dem brasilianischen Nivus minus dessen Dachreling. Die Überhänge vorne und vor allem hinten fallen aber etwas größer aus. So kommt der Crossover auf 4,27 Meter Länge, 1,76 Meter Breite und 1,49 Meter Höhe. (VW-Plan gegen Tesla: So will Herbert Diess an Elon Musk vorbeiziehen)

VW Taigo, stehend
Das LED-Band und die schlanken Scheinwerfer verleihen dem VW Taigo einen modernen Auftritt. © Volkswagen

VW Taigo: LED-Technik rundum serienmäßig

Als SUV-Coupé wird die Seitenlinie unter anderem geprägt durch eine nach hinten abfallende Dachlinie, die in einem Spoiler endet. Auffällig auch die scharf geschnittenen Falzlinien, die sich entlang der Flanken ziehen. In die sind die Handgriffe der Türen integriert. Vorne verbindet ein schmales Lichtband die LED-Scheinwerfer, nur in der Mitte unterbrochen vom VW-Logo. Unübersehbar: die beiden schwarzen Kühlergrills über und unter dem LED-Band. Das Heck übernimmt das Motiv dieser durchgehenden Linie, dort natürlich in Rot. VWs Marketing-Poeten sprechen beim Taigo von einer „expressiven Karosserieform mit Fokus auf Style, Individualität und Emotion“. (VW ID.4 in China: Elektro-SUV sorgt für Ernüchterung in Wolfsburg)

VW Taigo, stehend, von seitlich hinten
Das leicht abfallende Heck lässt den VW Taigo sportlich wirken. © Volkswagen

VW Taigo: Innen ist alles digital

Innen ist der Taigo „durchdigitalisiert“, auf Knöpfe und Schalter verzichtet VW „so weit wie möglich“. Selbst die Klimaanlage wird (optional) per Fingerwisch reguliert. Entsprechend ist so ziemlich alles an Bord, was das Konzernregal an technischen Features zu bieten hat: von der Einbindung diverser Smartphones über Android Auto und Apple CarPlay mitsamt Ladeschale und das neue Infotainmentsystem („MIB3“) bis hin zu diversen Assistenzsystemen mit den entsprechenden Namen: „IQ.DRIVE Travel Assist“ mit „Lane Assist“ und „pACC“, „Front Assist“, „Side Assist“ und „IQ.LIGHT LED-Matrix-Scheinwerfer“ mit „Dynamic Light Assist“ und wie sie alle heißen. Das digitale Kombiinstrument vor dem Fahrer ist ebenso konfigurierbar wie das bis zu 9,2 Zoll große Display in der Mitte des Cockpits. Als SUV-Coupé bietet der Taigo dank erhöhter Sitzposition eine gute Sicht auf das Verkehrsgeschehen. Mit einem Radstand von 2.566 Millimetern dürfte es im Innenraum zumindest vorne ein ordentliches Platzangebot geben. Der Laderaum fasst 438 Liter. (Škoda Kushaq: Ist das Preisbrecher-SUV ein vollwertiges Familienauto?)

Interieur des VW Taigo
Die Bedienung des VW Taigo erfolgt fast ausschließlich über Touch-Flächen. © Volkswagen

VW Taigo: Nur Benziner mit Frontantrieb

Für den frontgetriebenen Taigo stehen ausschließlich Benziner zur Wahl. Noch ist VW in Südamerika nicht im Elektrozeitalter angekommen: Weder eine Hybridversion noch ein reiner Elektro-Taigo sind geplant. Die Leistung beginnt mit dem Dreizylinder bei 95 PS und geht weiter mit 110 PS. Die stärkste Motorisierung liefert aus vier Zylindern 150 PS. Entsprechend liegen die erreichbaren Höchstgeschwindigkeiten bei 183, 191 und 212 km/h. Geschaltet wird entweder per Hand mit fünf oder sechs Gängen oder per Doppelkupplungsgetriebe mit sieben Gängen. Produktionsstart soll im Spätsommer sein. Bei den Preisen mag man sich bei Volkswagen noch nicht konkret äußern. Immerhin: Der Einstieg soll bei „unter 20.000 Euro“ beginnen. Geplant sind vier Ausstattungslinien: „Taigo“, „Life“, „Style“ und „R-Line“. Da gibt es für deutsche Kunden bestimmt viele Möglichkeiten, sich das brasilianische Klein-SUV-Coupé teuer zu machen. (Von Jürgen Wolff/press-inform)

Noch mehr spannende Auto-Themen finden Sie in unserem kostenlosen Newsletter, den Sie gleich hier abonnieren können.

Auch interessant

Kommentare