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VW T-Roc erneuert: Deshalb reist man in dem Kompakt-SUV nun komfortabler

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Von: Marcus Efler

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Das Erfolgsmodell, das derzeit sogar dem VW Golf den Rang abläuft, wird aufgefrischt. Bei den Motoren bleibt eine unschöne Lücke.

Wolfsburg – Bei seiner Neuvorstellung im Jahr 2017 stand VWs Kompakt-SUV T-Roc für eine Zäsur: Auf die marken-üblichen soften Oberflächen im Innenraum wurde verzichtet. Selbst die sicht- und fühlbaren Bereiche des Cockpits waren aus Hartplastik. Kunden hat dies allerdings keineswegs abgeschreckt: In gut vier Jahren wurden immerhin über 1 Million T-Roc verkauft, kürzlich eroberte er gar die Spitze der deutschen Verkaufscharts.

Mit einem nun anstehenden Facelift könnte diese Erfolgsgeschichte ihre Fortsetzung finden. Äußerlich bleibt der T-Roc dabei nach VW-Art ganz der Alte. Nur die in der Autowelt als „Weichteile“ der Karosserie bezeichneten Front- und Heckschürzen wurden modifiziert und sorgen so für einen frischen und moderneren Look. Dazu gesellen sich ein neues Kühlergrill-Design sowie modifizierte Leuchten, bei den Hauptscheinwerfern wird künftig bereits ab der Basisausstattung LED-Technik eingebaut. Außerdem sind nun in den Scheinwerfereinheiten die Tagfahrleuchten untergebracht, die von hier aus auch den Abbiegewunsch signalisieren. (Nur noch als Automatik: Nächster Hersteller wirft Handschaltung raus)

VW T-Roc erneuert: Deshalb reist man in dem Kompakt-SUV nun komfortabler

Für die Heckleuchten gibt es Wischblinker à la Audi, außerdem wird das Bremslicht nicht einfach nur heller, es wechselt zugleich die Leuchtsegmente, was einen ebenfalls animierten Eindruck der erneuerten Grafik vermittelt. Wer mehr in die Lichtausstattung investiert, erhält zudem auch LED-Matrix-Schweinwerfer. Diese Option ist zudem mit einem durchgehenden LED-Lichtstreifen zwischen den Scheinwerfern kombiniert, der mittig im Kühlergrill verläuft und das VW-Logo optisch betont.

VW T-Roc, stehend
Die Optik des VW T-Roc wurde nur sehr behutsam erneuert. © VW

Außerdem stehen für den T-Roc neue Farben sowie die neue Ausstattungslinie R-Line zur Wahl. Letztere bietet eine auffälligere Optik sowie die aus drei Rechtecken bestehenden R-Tagfahrleuchten im unteren Teil der Frontschürze. Außerdem wählbar ist ein neues Black-Style-Paket für die Versionen Style, R-Line und R. (VW Passat: Nachfolger hat Elektro-Problem – Kunden rebellieren)

VW T-Roc erneuert: Mehr Konnektivität für das Smartphone

Im Cockpit des T-Roc hat sich noch mehr getan. Das zuvor noch erhältliche Analog-Kombiinstrument hat endgültig ausgedient. Bereits bei der Basisversion werden relevante Informationen im 8-Zoll-Format digital angezeigt. Aus Platzgründen werden hier allerdings Navi-Hinweise mit Pfeilsymbolen angezeigt, während das alternative 10,25 Zoll große Cockpit-Display die Kartenübersicht des Wegfinders als detaillierte Grafik darstellt. Ebenfalls serienmäßig ist ein Touchscreen für das Infotainmentsystem. Im Basisformat ist dieser 6,5 Zoll groß, wer das Infotainment-Topgerät „Discover Pro“ ordert, blickt auf einen 9,2-Zoll-Touchscreen, dieser steht nun nach modischer Tablet-Art aufgesetzt im Armaturenbrett. Neu gestaltet wurde der Schaltknauf, außerdem ist endlich eine induktive Ladeschale für Smartphones erhältlich. Die Funktionen und Möglichkeiten für Online-Dienste und Smartphone-Konnektivität hat VW ausgebaut.

VW T-Roc von seitlich hinten, stehend
Das Heck zeigt eine modernisierte Leuchten-Grafik. © VW

Der T-Roc bietet künftig die aus dem Golf 8 bekannte digitale Klimabedieneinheit „Climatronic Touch“, die statt auf klassische Schalter auf berührungsempfindlichen und beleuchteten Oberflächen setzt. Ebenfalls kapazitive Oberflächen finden sich im neuen Multifunktionslenkrad. (VW Power Day: Volkswagen kopiert Tesla – sogar die Fabriken heißen wie bei Elon Musk)

VW T-Roc erneuert: Innen jetzt mit Soft-Feeling

Wichtiger ist indes die Aufwertung mit Softtouch-Oberflächen. Eine weiche Lage auf der Oberseite des Armaturenbretts wirkt hochwertig, außerdem sind nun weiche Tür-Einlagen Serie. Im Fall der Basisversion sind sie aus Stoff, bei höherwertigen Varianten kommt ein weiches Kunstleder mit Ziernähten zum Einsatz.

Interieur des VW T-Roc
Im Cockpit gibt‘s neben hochwertigeren Materialien das digitale Kombi-Instrument jetzt serienmäßig. © VW

Außerdem hat VW das Angebot an Komfort- und Assistenzsystemen erweitert. Neu sind automatischer Spurwechsel (Travel Assist), die Spurhaltung Side Assist, der vorausschauende Abstandstempomat pACC sowie ein nun auch vorwärts einparkender Parklenkassistent. Wer eine elektrische Heckklappe ordert, kann diese künftig zudem per Fußgeste öffnen, während der Schlüssel in der Hosentasche bleiben kann. (Aus für den VW Polo? Kleinwagen könnte aus Volkswagen-Portfolio verschwinden)

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VW T-Roc erneuert: Immer noch keine Hybrid-Version

Bei den Antrieben des T-Roc gibt es keine Neuerungen. Weiterhin sind ein Dreizylinder-Benziner mit 110 PS sowie die 1,5- und 2,0-Liter-TSI mit 150 PS oder 190 PS verfügbar. Wie bisher leistet der Zweiliter-Benziner der sportlichen R-Variante 300 PS. Alternativ sind außerdem zwei Diesel mit 115 PS oder 150 PS im Angebot. Der bisherige Diesel 190 PS entfällt. Eine Hybrid-Version ist nach wie vor nicht in Sicht: Wer sich heutzutage mit dieser unschönen Lücke nicht abfinden möchte, muss auf den größeren Tiguan eHybrid aufsteigen – oder eben doch wieder auf die entsprechende Golf-Version zurückkommen.

Von den Neuerungen profitieren der normale T-Roc sowie die Sportversion R und das Cabriolet. Alle drei Varianten kommen schrittweise im ersten Quartal 2022 auf den Markt. Die Preise für den gelifteten T-Roc sollen für die namenlose Basis bei rund 23.500 Euro starten, was etwa 900 Euro über dem bisherigen Basispreis liegt. Für Life, Style und die R-Versionen wird ein entsprechend höherer Preis fällig: Wer will, kann auch für einen VW bekanntlich richtig viel Geld ausgeben. (Von Mario Hommen/SP-X)

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