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VW ID.X enthüllt: Wird dieses ID.3-Kraftpaket der elektrische Golf GTI oder Golf R?

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Von: Christian Schulz

Mit dem Golf GTI hat VW eine Ikone der Kompaktklasse geschaffen. Das Projekt VW ID.X soll das Erbe aufs Elektrozeitalter übertragen – mit einer VW-ID.3-Sportversion.

Wolfsburg – Richtig heiße elektrische Kompaktklassemodelle gibt es immer noch nicht, da die Autohersteller es weiterhin vorziehen, ihren SUV oder Crossovers Vorrang zu geben. Volkswagen möchte diesbezüglich jetzt neue Wege beschreiten. Der Geist der erfolgreichen, sportlichen Ikone VW Golf GTI soll offenbar auch im Elektrozeitalter weiterleben. Daher liebäugelt Volkswagen mit einer besonders kraftvollen Sportversion des VW ID.3, den die Niedersachsen als Golf der Generation E betrachten. Ralf Brandstätter, der VW-Markenchef, hat nun die entsprechende Konzernstudie mit dem Projektnamen VW ID.X vorgestellt – und das Elektroauto im Rahmen der Enthüllung bei LinkedIn über den grünen Klee gelobt. (VW-Boss Herbert Diess im Golf 8 GTI – harsche Kritik an seiner Begeisterung: „Aus der Zeit gefallen“)

Volkswagens Markenchef Ralf Brandstätter enthüllt den VW ID.X.

Volkswagens Markenchef Ralf Brandstätter enthüllt den VW ID.X: Wird der Kompaktsportler der elektrische Golf GTI oder R? © Volkswagen/dpa

VW ID.X enthüllt: Wird das Kraftpaket der elektrische Golf GTI oder Golf R?

Der Technologieträger VW ID.X besitzt zwei leistungsstarke Elektromotoren – und verliert trotzdem im Vergleich zum normalen VW ID.3 enorm an Gewicht. Hierfür haben die Volkswagen-Entwickler den ursprünglichen 62-kWh-Akku des VW ID.3 gegen den 82-kWh-Speicher aus dem VW ID.4 GTX getauscht – und zugleich Motoren und Fahrwerk überarbeitet. Das Ergebnis ist laut Ralf Brandstätter ein Allrad-Kompaktsportler mit 333 PS (245 kW), der 200 Kilogramm weniger wiegt als der Serien-ID.3 und daher sehr viel flotter unterwegs ist – obwohl ein frontmontierter Elektromotor hinzugefügt wurde. Den Standardsprint von 0 auf 100 km/h zum Beispiel soll der brandneue VW in nur 5,3 Sekunden absolvieren. (Sogar klimaschädlich? VW-Boss Herbert Diess erteilt alternativem Antrieb knallharte Absage)

Damit ist der VW ID.X nicht nur leistungsstärker als andere auf der MEB-Plattform („Modularer E-Antriebs-Baukasten“, das VW-Baukastensystem für die Herstellung von E-Autos) basierende Kompaktangebote des VW-Konzerns, wie etwa der ID.4 GTX, der ID.6, Audi Q4 E-Tron oder Škoda Enyaq iV RS – er ist auch volle zwei Sekunden schneller auf Tempo 100 als der normale VW ID.3 mit Heckantrieb. (Herbert Diess als Tesla-Boss: Wollte Elon Musk dem VW-Chef die komplette Leitung übergeben?)

Ralf Brandstätters LinkedIn-Fotocollage vom VW ID.X

Auf LinkedIn zeigt Ralf Brandstätter eine Fotocollage mit Schnappschüssen aus dem VW ID.X-Prototyp. © LinkedIn (Ralf Brandstätter)

VW ID.X enthüllt: Geht der neue Elektro-Kompaktsportler in Serie?

Im Rahmen seiner LinkedIn-Lobrede auf den Prototyp verspricht Ralf Brandstätter den potenziellen Kunden zukünftiger Modelle auch jede Menge Fahrspaß: „Schon oft habe ich davon gesprochen, wie vielseitig unser MEB ist. Der ID.X macht das ganz besonders deutlich.“ Er selbst dürfte ihn auf jeden Fall gehabt haben: Denn die Traktions- und Stabilitätskontrolle des Entwicklungs-Fahrzeugs wurde, ähnlich wie beim Golf R der neuesten Generation, um einen speziellen Drift-Modus ergänzt. Weitere Änderungen sind eine abgesenkte Federung sowie massive Räder mit Niederquerschnittsreifen. Neben den technischen Änderungen und dem verbesserten Infotainment hat VW auch das Design modifiziert – beim VW ID.X wurden neongelbe Zierteile und Sportsitze montiert. (VW-Boss Herbert Diess warnt nachdrücklich: Chipmangel „werden wir spüren“)

Leider verrät der VW-Markenchef allerdings auch etwas, das Elektro-Fans von VW Golf GTI und VW Golf R erst einmal nicht gefallen dürfte: Laut Brandstätter wird der VW ID.X „kein Serienfahrzeug“ werden. Allerdings werde Volkswagen „viele Ideen aufgreifen“ und in seinen zukünftigen E-Modellen umsetzen. Zumindest einzelne Bestandteile des Technologieträgers dürften also durchaus bald in die Serienproduktion einfließen. (Audi Q4 e-tron: Der Edel-Zwilling von VW ID.4 und Škoda Enyaq – das macht er anders) (Mit Material der dpa)

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