Kompaktklasse mit Rucksack

VW Golf 8 Variant und Alltrack: Neue Funktionen auch noch nach Auslieferung

Studioaufnahme eines VW Golf Alltrack von schräg vorn
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Der Alltrack kombiniert SUV-Stilelemente mit dem großen Laderaum des Golf Variant.
  • Jan Schmidt
    vonJan Schmidt
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Volkswagen legt beim Golf nach und bringt den Variant sowie die Crossover-Version Alltrack auf den Markt. Vor allem der Kombi soll die Verkäufe bei VWs einstigem Topseller ankurbeln.

Wolfsburg – Hubraum ist durch nichts zu ersetzen als durch mehr Hubraum, hieß es früher bei Automobilmotoren. Diese Zeiten sind lange vorbei. Stattdessen lautet das Motto beim VW Golf 8 Variant: Raum und Volumen sind durch nichts zu ersetzen als durch mehr Raum und mehr Volumen. Also hat Volkswagen die Kombiversion des Kompaktwagens um 66 Millimeter auf eine Länge von 4,63 Metern verlängert und damit das maximale Volumen des Kofferraums auf 1.642 Liter vergrößert – das sind 22 Liter mehr als beim Vorgänger. Selbst ohne umgeklappte Rücksitze ist der Stauraum des aktuellen „Rucksack-Golfs“ mit 611 Litern (plus sechs Liter im Vergleich zum Golf 7 Variant) größer als bisher. (VW Golf 1.0 eTSI im Test: So happig ist der Aufpreis für das 48-Volt-Bordnetz)

Mit 4,63 Metern ragt der VW Golf 8 Variant schon fast in die Mittelklasse.

VW Golf 8 Variant und Alltrack: Neue Funktionen auch noch nach Auslieferung

Auch die Passagiere freuen sich über mehr Raum. Der Radstand wächst auf 2,69 Meter (vorher 2,62 Meter). Ob das gegen Konkurrenten wie den Škoda Octavia Combi reicht, dessen Gepäckabteil 640 bis 1.700 Liter schluckt, muss sich zeigen – zumal die Tschechen auch bei der Elektrifizierung gut mithalten können und ebenfalls Plug-in-Hybride sowie MHEVs und CNG-Motoren bieten. (Škoda Octavia 1.5 TSI ACT: Der Benziner hat eine echte Paradedisziplin)

Beim Golf 8 Variant werden die Motorvarianten vermutlich identisch zu denen des „normalen“ Golfs sein. Fünf elektrifizierte Antriebsstränge stehen dabei zur Auswahl: drei Mildhybride (MHEV/eTSI) mit 48-Volt-Technik und 81 kW/110 PS, 96 kW/130 PS und 110 kW/150 PS. Diese luftgekühlten MHEV-Aggregate haben einen Riemenstarter-Generator. Bei den Plug-in-Hybriden (eHybrid) hat der Kunde die Wahl zwischen einer Variante mit 150 kW/204 PS und dem aus dem Golf GTE bekannten Antriebsstrang mit 180 kW/245 PS. Entscheidend ist die leistungsstärkere Batterie, die eine Energiedichte von 13 Kilowattstunden hat und so rein elektrische Reichweiten bis zu 75 Kilometern ermöglicht. (Neuer VW Golf GTE: Ordentliche E-Reichweite – doch die Ladezeit ist einfach heftig)

Den 1,5-Liter-Vierzylinder-TSI gibt es in zwei Leistungsstufen mit 130 und 150 PS.

VW Golf 8 Variant: Zwei Dreizylindermotoren leisten 90 oder 110 PS

Bei den klassischen Benzinern feiern zwei weiterentwickelte TSI-Dreizylinder Premiere und bieten 66 kW/90 PS, und 81 kW/110 PS. Ergänzt werden diese durch 1,5-Liter-Vierzylinder TSI mit 96 kW/130 PS und 110 kW/150 PS. Dazu kommen noch zwei TDI-Dieselaggregate mit 85 kW/110 PS und 110 kW/150 PS, die zu der Baureihe EA288 evo gehören und mit einem Zweifach-SCR-Katsystem (Twindosing) ausgestattet sind, das die Schadstoffe über einen größeren Temperaturbereich weitmöglichst eliminiert. Vermutlich wird es auch beim Kombi-Golf eine CNG-, GTD- und eine sportliche R-Version geben. Der parallel zum Variant erscheinende Golf Alltrack wird neben der erhöhten Bodenfreiheit mit permanenten Allradantrieb ausgestattet sein. (ADAC behauptet: Der VW ID.3 ist günstiger als ein VW Golf mit Verbrennungsmotor)

Der Golf 8 Alltrack hat mehr Bodenfreiheit und permanenten Allradantrieb.

VW Golf 8 Variant: Das Infotainment-System ist immer online

Der Golf 8 Variant hat einen zehn Zoll großen Infotainment-Bildschirm und das Head-up-Display projiziert die Informationen auf die Windschutzscheibe. Das große Pfund, mit dem auch der Golf Variant, der im Herbst auf den deutschen Markt kommt, wuchert, ist seine Konnektivität. Der Golf Variant ist immer online. Serienmäßig ist die Car2X-Fähigkeit, also kann sich der Golf 8 Variant mit der Umwelt austauschen. Das hilft bei den zahlreichen Fahrassistenzsystemen: Sobald den Golf Meldungen über Staus, stockenden Verkehr oder gar Unfälle erreichen, reagiert das System und reduziert die Geschwindigkeit. (VW Golf 2.0 TDI: Wenig zu meckern, aber mit zweifelhaften „Modernisierungen“)

Das Cockpit des VW Golf 8 wird dominiert vom 10-Zoll-Zentraldisplay.

Neue Funktionen kommen drahtlos per Update ins Auto. So können auch zahlungspflichtige Funktionserweiterungen (Functions on Demand) nachgerüstet werden (Functions on Demand: So einfach kommen Extras nachträglich ins Auto). Die Vorlieben des jeweiligen Fahrers werden in der Cloud abgespeichert und können bei Bedarf oder Fahrzeugwechsel wieder abgerufen werden. Das Smartphone soll den klassischen Autoschlüssel ablösen. Als Bedienungshilfe steht Amazons Alexa bereit und die Sprachsteuerung soll mit natürlichen Kommandos funktionieren. Gestartet wird diese Funktion mit „Hallo Volkswagen“. Das „Hirn“ des Ganzen ist die aktuelle Ausbaustufe des Modularen Infotainment Baukasten (MIB3) und die Bedienung des Infotainments funktioniert wie bei einem Smartphone per Apps. (Fahrbericht VW Golf 8 GTI: Dieses Ausstattungsmerkmal darf natürlich nicht fehlen)

Bei den Assistenten ist der Volkswagen Variant so aktuell, wie es das Kompaktsegment zulässt. Der Stauassistent übernimmt bis 60 km/h die Steuerung des Autos im Stop-and-go-Verkehr, während der adaptive Tempomat bis 210 km/h aktiv ist. Der (Links-)Abbiegeassistent wird durch eine größere Abdeckung des Frontradars ermöglicht und das Sensorenschutzschild achtet auch auf Radfahrer, die am Auto vorbeiwollen, dabei berechnet die Technik anhand der Geschwindigkeit und Fahrtrichtung den Standort des Radlers und stellt so sicher, dass es keinen toten Winkel an der Flanke des Fahrzeugs gibt. Den Weg des Fahrradfahrers kann man auch im Bildschirm der Mittelkonsole verfolgen. (Von Wolfgang Gomoll/press-inform)

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