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Neuer Toyota Land Cruiser LC 300: Range-Rover-Konkurrent fehlt diese Antriebsart

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Von: Marcus Efler

Der Toyota Land Cruiser gilt als einer der letzten echten Geländewagen. Die neue Generation LC 300 bietet konventionellen Luxus – aber nicht den Antrieb, den man wahrscheinlich erwartet hätte.

Toyota (Japan) – Die Automarke Toyota steht für deutlich mehr als für sparsame Hybridmodelle oder den US-amerikanischen Dauerbestseller Camry. Aus dem breiten Modellportfolio mit der globalen Ausrichtung ist der urwüchsige Land Cruiser seit Jahrzehnten nicht wegzudenken: Seit dem Marktstart 1951 wurden mehr als 10,4 Millionen Fahrzeuge in mehr als 170 Nationen weltweit verkauft. Pro Jahr werden von der Land-Cruiser-Familie rund 300.000 Fahrzeuge produziert – kein echter Geländewagen ist erfolgreicher, nicht mal der beliebte Range Rover. Dabei gibt es die Allzweckwaffe für Gelände und harten Arbeitseinsatz in aller Welt auch als Luxusmodell, bisher unter der internen Bezeichnung LC 200. Diese hierzulande schon länger nicht mehr angebotene Ausführung bekommt nun einen Nachfolger namens LC 300.

Toyota Land Cruiser, fahrend
Wuchtige Erscheinung: der neue Toyota Land Cruiser LC 300 © Toyota

Neuer Toyota Land Cruiser LC 300: Dem Range-Rover-Konkurrenten fehlt etwas Wichtiges

Die neue Generation des Land Cruiser ist moderner, aber insbesondere auch massiver geworden. Anzusehen ist ihm nicht, dass er durch neue Materialien und entsprechende Technologien um bis zu 200 Kilogramm abgespeckt hat. Die Front mit dem massiven Grill und den schmalen Scheinwerferaugen ist geradezu monolithisch. Das imposante Design setzt sich an der Flanke mit einer entsprechenden hohen Fensterbrüstung und einem ebenfalls massiven Heckdesign fort. Im Innern bietet der fünf Meter lange Geländewagen üppige Platzverhältnisse für fünf Erwachsene. Bei Bedarf können in der dritten Reihe nochmals zwei Personen sitzen.

Toyota Land Cruiser, stehend, Heckansicht
Auch in der Heckansicht wirkt der neue Toyota Land Cruiser stattlich. © Toyota

Neuer Toyota Land Cruiser LC 300: Der echte Offroader kommt betont klassisch daher

Generell geht es im Innenraum betont klassisch zu – ein Zugeständnis an die Hauptmärkte USA und Arabien. So gibt es nach wie vor analoge Rundinstrumente, die ein zentrales Digitaldisplay in der Mitte einfassen, sowie einen Multifunktionsbildschirm in der Mitte des Armaturenbretts. Darunter befinden sich echte Schalter für Klimatisierung, Hauptmenüpunkte, Fahrmodi und Allradprogramme. Die Mittelkonsole wird dominiert vom einem üppigen Getriebewahlhebel, zwei großen Becherhaltern, einer Ladeschale fürs Smartphone und einer belederten Mittelarmlehne. Über den zentralen Bildschirm lässt sich unter anderem betrachten, wie sich der Land Cruiser 300 im harten Geländeeinsatz schlägt, indem die einzelnen Räder nebst Kraftfluss und Lenkwinkel in Szene gesetzt werden. Praktischerweise zeigt der Monitor auch Gegenstände, die schlecht sichtbar vorm Fahrzeug liegen und es beschädigen könnten.

Interieur des Toyota Land Cruiser
Edel, aber eher konventionell: das Interieur des Toyota Land Cruiser LC 300 © Toyota

Neuer Toyota Land Cruiser LC 300: Verblüffenderweise ohne Hybrid-Antrieb

Entgegen der Erwartung an den Prius-Hersteller bietet Toyota den neuen Land Cruiser LC 300 nicht als Hybridvariante an – ein kaum nachvollziehbares Defizit gerade für die Marke, die sich bei dieser Technik noch immer als Pionier sieht. Angetrieben wird der Luxus-Japaner also wahlweise von einem neu entwickelten 3,5-Liter-V6, der durch doppelte Turboaufladung 415 PS leistet, oder einen besonders sparsamen und drehmomentstarken 3,3-Liter-Commonrail-Diesel mit 309 PS. Obligatorisch ist der Allradantrieb nebst Zehngang-Automatik. Für Länder mit niedriger Kraftstoffqualität wird es dazu einen V6-Sauger mit Sechsgang-Automatik geben: Denn seit Jahren wird der Toyota Land Cruiser sehr erfolgreich auch von Hilfsorganisationen oder als gepanzerte Version im Botschaftsdienst in abgelegenen Regionen in aller Welt eingesetzt, die den unverwüstlichen Charakter schätzen. Die bisher verfügbaren V8-Triebwerke – Diesel und Benziner mit jeweils 4,5 Litern Hubraum – wurden komplett gestrichen. Im Gegensatz zu Hybrid-Versionen wird sie auch niemand vermissen. (Von Stefan Grundhoff/press-inform)

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