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Toyota bZ4X: Elektro-SUV vorgestellt – jetzt ziehen die Japaner nach

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Von: Simon Mones

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Toyota hat sich viel Zeit gelassen, auf den Elektrozug aufzuspringen. Doch jetzt startet der japanische Autohersteller seine Elektrooffensive mit einem Auto ohne echten Modellnamen, dem Toyota bZ4X.

Toyota (Japan) – Man kann nur hoffen, dass sich Marketing und Vertrieb von Toyota bei der Nomenklatur des neuen Elektro-Crossovers noch was einfallen lassen. Denn welcher Kunde geht zum Händler und fragt nach einem bZ4X? Der 4,69 Meter lange Crossover soll für die Japaner eine neue Ära einläuten. Das Kürzel bZ steht für „beyond Zero“, 4X für das Modell, denn auch die Version mit Frontantrieb trägt das X im Namen.

Technik und Design des bZ4X entsprechen dabei weitgehend der Studie, die Toyota vor wenigen Monaten erstmals der Öffentlichkeit präsentierte. Markant sind die Front ohne Kühlergrill mit den betont schmalen LED-Augen, ausgestellte Radhäusern sowie der 2,85 Meter lange Radstand und knappe Überhänge. Möglich gemacht durch die neue Plattform, auf der zukünftig eine Vielzahl neuer Elektromodelle für die weltweiten Märkte vom Band laufen soll. (Toyota-Chef warnt vor autonomen Fahrzeugen – „noch nicht realistisch“)

Toyota bZ4X: Elektro-SUV vorgestellt – jetzt ziehen die Japaner nach

Obligatorisch ist ein variabel großes Akkupaket zwischen den beiden Achsen, wahlweise bietet die Plattform Monoachs- oder Allradantrieb. Durch ein betont flaches 71,4-kWh-Akkupaket ist der neue Elektro-SUV über acht Zentimeter flacher als der aktuelle Toyota RAV4, der zudem einen 16 Zentimeter kürzeren Radstand hat. Die maximale Reichweite der beiden bZ4X-Modelle liegt bei 460 beziehungsweise 500 Kilometern. (Toyota lenkt ein: Diese Autos sollen nun doch in großer Zahl kommen)

Der Toyota bZ4X, fahrend
Je nach Motorisierung schafft es der Toyota bZ4X in 7,7 oder 8,4 Sekunden auf Tempo 100. © Toyota

Der Fronttriebler leistet dabei 150 kW/204 PS, während die Allradversion kaum mehr Leistung hat. Hier ist an Vorder- wie auch an Hinterachse ein Elektromotor mit nur 80 kW/109 PS verbaut – somit leistet der Allradler 160 kW/218 PS. Anzunehmen, dass eine sportlichere Version mit deutlich mehr Leistung folgt, um der internationalen Konkurrenz nicht hinterherzufahren. Aus dem Stand beschleunigen die beiden Modelle in 8,4 sowie 7,7 Sekunden auf Tempo 100. (Toyota Highlander Hybrid neu in Europa: Bemerkenswert geringer Normverbrauch – doch eine Sache stört)

Toyota bZ4X: Innenraum betont puristisch – Panoramadach sorgt für Licht

Auf Wunsch ist der Toyota bZ4X auf bis zu 20 Zoll großen Rädern unterwegs. Für einen geringen Luftwiderstand sorgen die vollständige Unterbodenabdeckung, ein zweigeteilter Dachspoiler sowie Heckdiffusor und -spoiler. Der Innenraum ist abgesehen von dem auffällig offenen Lenkrad betont zurückhaltend, beinahe schon puristisch. (Wasserstoff statt Akku: Toyota Mirai vervielfacht Absatz – das steckt dahinter)

Der Innenraum des Toyota bZ4X
Im Innenraum des Toyota bZ4X blickt der Fahrer auf ein sieben Zoll großes Informationsdisplay. © Toyota

Der Fahrer blickt auf eine niedrige Instrumententafel, die den offenen Charakter der Kabine hervorhebt und zugleich die Sicht nach vorn verbessert. Das optionale Panoramadach bringt viel Licht in den Innenraum. Ungewöhnlich tief liegt das Lenkrad und so blickt der Fahrer darüber auf ein sieben Zoll großes Informationsdisplay. Dazu kommt ein großer Zentralbildschirm in der Mitte der Armaturentafel. (Alter Toyota Land Cruiser wird versteigert – doch 185.000 US-Dollar reichen nicht)

Toyota bZ4X: Solardach lädt Akku auch im Stand

Ansonsten bietet der Japaner Platz für bis zu fünf Personen, Sitzheizung vorne wie hinten, ein Ladevolumen von bis zu 452 Litern. Der Allradantrieb wurde in Zusammenarbeit mit Subaru entwickelt. Für maximale Traktion lassen sich verschiedene Fahrmodi auswählen: Schnee/Schlamm, Tiefschnee und Schlamm (unter 20 km/h). (Mann schützt Toyota Supra vor Hagel – und wird für selbstlose Aktion gefeiert)

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Für besonders anspruchsvolles Gelände gibt’s die Anfahrhilfe „Grip Control“ und im Alltag lässt sich der Toyota nahezu komplett mit dem Gaspedal bewegen, da die Bremse nur für starke Verzögerungen gebraucht wird. An einer Schnellladesäule kann der Toyota bZ4X mit maximal 150 Kilowatt nachtanken, wobei der Akku des Elektro-SUV im Stand auch vom Solardach gespeist wird. Marktstart ist Mitte 2022 – bis dahin kann es ja noch was werden mit einem echten Namen. (Von Stefan Grundhoff/press-inform)

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