Elektro-SUV aus Tschechien

Škoda Enyaq: Der Einstiegspreis dürfte die Konkurrenz schocken

  • Sebastian Oppenheimer
    vonSebastian Oppenheimer
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Ähnlich wie Volkswagen will Škoda in den kommenden Jahren gerade in Europa zu einer zentralen Elektromarke werden. Größer denn je ist dabei der Druck auf das Erstlingswerk, das SUV namens Enyaq.

  • Mit dem Enyaq bringt Škoda das erste Elektro-SUV der Marke auf den Markt
  • Geplant sind für den Stromer fünf verschiedene Leistungsvarianten und drei Batteriegrößen
  • Beim Basispreis des Enyaq will Škoda die Konkurrenz offenbar unter Druck setzen

Mladá Boleslav – In zwei Wochen ist es so weit, Škoda wird sein elektrisches SUV mit dem ungelenken Namen Enyaq erstmals der Öffentlichkeit vorstellen. Anders als Volkswagen, die mit dem ID.3 zunächst ein Kompaktklassemodell zum europäischen Kunden bringen, setzt Škoda auf ein SUV. Technisch ist der Škoda Enyaq dabei eng mit dem VW ID.3 und noch mehr mit Audi Q4 E-Tron (Audi Q4 e-tron Sportback: Dieses Extra wird ein echter Hingucker) und VW ID.4 verwoben, basiert zudem auf dem modularen Elektrobaukasten, der in den kommenden Jahren den meisten Elektromodellen auf dem Volkswagen-Konzern ein mobiles Zuhause geben soll.

Škoda Enyaq: Abmessungen ähneln Audi Q5 und Jaguar I-Pace

Mit einer Länge von 4,65 Metern und einer Höhe von 1,62 Metern positioniert sich der Škoda Enyaq knapp unter dem Škoda Kodiaq, dem SUV-Flaggschiff der Tschechen. Und damit liegt er bei den Dimensionen in etwa auf einer Stufe mit dem Audi Q5, dem Alfa Romeo Stelvio, dem Hyundai Nexo, dem Jaguar I-Pace oder dem Jeep Cherokee. Der Radstand von 2,76 Metern sorgt vor allem im Innenraum für ein ordentliches Platzangebot: Der Kofferraum fasst 585 Liter – das ist mehr als bei den meisten Konkurrenten mit Verbrennungsmotor. Der Innenraum präsentiert sich aufgeräumter und puristischer, als man es bisher von Škoda kannte.

Das Elektro-SUV Škoda Enyaq hat ähnliche Dimensionen wie ein Audi Q5.

Škoda Enyaq: Fünf Leistungsstufen und drei Batteriegrößen

Neue Wege gehen die Škoda-Designer auch beim Thema Lichtdesign. „Die Frontscheinwerfer unserer Modelle haben wir ja bereits mit der aktuellen Designsprache der Modellreihen Scala und Kamiq sowie mit der neuen Generation des Škoda Octavia (Škoda Octavia: Ab Herbst mit neuer Antriebsvariante) grundlegend weiterentwickelt“, so Škoda-Lichtdesigner Petr Nevřela. „Bei allen Modellen, die wir in den letzten eineinhalb Jahren vorgestellt haben, sind die Scheinwerfer insgesamt flacher und entfalten dadurch eine noch dynamischere Wirkung.“

Geplant sind fünf verschiedene Leistungsvarianten und drei Batteriegrößen. In der Einstiegsversion treibt ein Heckmotor die beiden Hinterräder an. Der E-Motor wird aus einem Lithium-Ionen-Akku mit 55 kWh gespeist, von denen sich 52 kWh nutzen lassen. Das Aggregat leistet 109 kW (148 PS) und die maximale Reichweite gibt Škoda mit bis zu 340 Kilometer an. Die stärkeren Versionen haben vorne einen zweiten Elektromotor. Bei der 132 kW (179 PS) starken Maschine reicht der Strom aus einem 62-kWh-Akku (58 kWh netto) für bis zu 390 Kilometer.

Der Škoda Enyaq gibt es in fünf Leistungsvarianten und mit drei verschieden großen Batterien.

Škoda Enyaq: So weit kommt das Topmodell

Am weitesten kommt man bei der heckgetriebenen Version mit 150-kW-Motor (204 PS) und einem Akku, der 82 kWh fasst (77 kWh netto) – das soll für bis zu 500 Kilometer reichen. Fehlen noch die beiden Versionen mit zwei Motoren und Allradantrieb, die 195 bzw. 225 kW leisten (265 bzw. 306 PS). Das Topmodell kommt auf 460 Kilometer Reichweite, schafft eine Höchstgeschwindigkeit von 180 km/h und braucht für den Standardsprint von 0 auf 100 km/h 6,2 Sekunden (Elektro-SUV-Studie Lyriq von Cadillac – Audi und Mercedes im Visier).

Als Zugfahrzeug – nicht gerade eine Domäne der Elektroautos – schafft der stärkste Škoda Enyaq bis zu 1.200 Kilogramm Last auf dem Haken. Die Ladezeiten liegen je nach Stromanschluss und Akkugröße zwischen acht Stunden an der Haushaltssteckdose und 40 Minuten an der Schnellladesäule mit 125 kW Ladeleistung (E-Autos: Mit welchen Überraschungen Sie bei der ersten Fahrt rechnen müssen).

Die Marke Škoda
Gründungsjahr1895
HauptsitzMladá Boleslav
VorstandsvorsitzenderThomas Schäfer
Bekannteste ModelleFabia, Scala, Octavia, Superb, Kamiq, Karoq, Kodiaq
Ausgelieferte Fahrzeuge 20191.242.800

Škoda Enyaq: Das soll das Elektro-SUV in der Basis kosten

Maßstäbe setzen will Škoda auch beim Preis. „Teuer kann jeder,“ sagt Björn Kröll, bei Škoda Chef des Produktmanagements: „Zum Marktstart werden wir beim Verhältnis von Preis und Leistung die Besten sein.“ Ein Hyundai Kona Elektro kostet aktuell knapp 35.000 Euro, ein Peugeot e-2008 rund 34.400 Euro, das müsste der Škoda Enyaq dann unterbieten. Produziert werden soll das Elektro-SUV Ende 2020, die Markteinführung ist für Anfang 2021 geplant. (Jürgen Wolff, Stefan Grundhoff / press-inform)

Rubriklistenbild: © Škoda

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