1. 24auto
  2. News
  3. Neuheiten

Neuer Range Rover: Brite setzt künftig auf Motoren dieses deutschen Herstellers

Erstellt:

Von: Sebastian Oppenheimer

Kommentare

Der Range Rover ist das Aushängeschild des britischen Herstellers – und wurde nun komplett neu entwickelt. Beim Design bleibt sich das Luxus-SUV aber weitgehend treu.

Coventry – Wenn man dem neuen Range Rover in die LED-Augen sieht, möchte man meinen, dass es sich um eine normale Modellpflege handelt und auch die Flanken bringen abgesehen von einer stärker ausgeprägten Schulter keine großen Neuerungen. Anders sieht das Ganze am Heck aus, denn der dunkle Sichelbogen, der horizontal wie vertikal die LED-Leuchteinheiten in sich verbirgt, lässt das Heck völlig anders als bisher erscheinen. Nicht nur auf dem Hauptmarkt USA dürfte das Design seine Fans finden. Gesetzt bleiben üppige Dimensionen, zwei Radstände, große Glasflächen und die zweigeteilte Heckklappe, die nun mit Sound- und Beleuchtungselementen aufgewertet wurde.

Ein Range Rover der jüngsten Generation
Stark verändert hat sich der neue Range Rover am Heck – ein dunkler Bogen verbindet Rückleuchten und Kofferraumdeckel. © Jaguar Land Rover

Neuer Range Rover: Brite setzt künftig auf Motoren dieses deutschen Herstellers

Erstmals ist die Langversion auch als Siebensitzer zu bekommen, was in Europa kaum jemanden interessieren dürfte. Doch in den USA scheint es nach wie vor eine Reihe von Kunden zu geben, die für den Fall der Fälle den Transporter spielen und dafür etwaige Notsitze aus dem Laderaum ausklappen will. Das geht ab kommendem Jahr auch mit dem neuen Range Rover, von dem bisher noch keiner so genau weiß, wann er seine Premiere feiert. Technische Verzögerungen und die anhaltende Chipkrise dürften einen Marktstart vor Mitte 2022 kaum wahrscheinlich werden lassen. (Dreister China-Klon aufgetaucht: Hunkt Canticie kopiert schamlos Range Rover)

Innen bleibt sich der Range Rover trotz der kompletten Neuentwicklung ebenfalls treu. Animierte 13,7-Zoll-Instrumente und ein 13,1 Zoll großes Display dominieren zusammen mit einem vergrößerten Head-up-Display das Armaturenbrett. Überraschenderweise gibt es zwar zusätzliche Displays mit Diagonalen von 11 oder 13 Zoll in der zweiten Reihe, aber keines für den Beifahrer. Damit unterscheidet sich der Brite von vielen anderen Luxuslimousinen und SUV, die in den kommenden zwei Jahren mit großen Displays für die erste Reihe folgen. (Mit Range Rover durch Fluss – geht dieser James-Bond-Versuch gut?)

Ein Range Rover der jüngsten Generation
Die Front hat sich bei der Neuauflage des Range Rover im Vergleich zum Vorgänger kaum verändert. © Jaguar Land Rover

Neuer Range Rover: Komfortsessel in erster Reihe und optional im Fond

Maßstäbe setzen die Komfortsessel in der ersten Reihe, die es auf Wunsch auch im Fond gibt und dann hier die normale Dreiersitzbank ersetzen. Je nach Modell gibt es im Innern bis zu 15 Steckdosen und elektrisch bedienbare Türen. „Der neue Range Rover ist der meisterhafte Ausdruck unserer Vision, die begehrenswertesten Luxusautos der Welt für die anspruchsvollsten Kunden zu entwickeln“, freut sich Jaguar-Land-Rover-CEO Thierry Bolloré, „er schreibt ein neues Kapitel in einer einmaligen Geschichte von herausragenden Innovationen, die seit mehr als 50 Jahren ein Gütesiegel des Range Rover sind.“ (Range Rover Velar jetzt auch als Hybrid – das hat der Fahrer davon)

Noch mehr spannende Auto-Themen finden Sie in unserem kostenlosen Newsletter, den Sie gleich hier abonnieren können.

Bei den Aggregaten betritt Jaguar Land Rover mit dem Range Rover Neuland. Die bisherigen Triebwerke fliegen aus dem Range-Rover-Programm, denn für standesgemäßen Vortrieb sorgen nunmehr Motoren aus bayrischen Landen. BMW ist ab sofort der Motorenlieferant und stattet den Luxusbriten mit dem aus, was 7er und X5/X7 lieb und teuer ist. Dieselaggregate mit drei Litern Hubraum werden in den Leistungsstufen mit 250, 300 und 350 PS angeboten.

Blick ins Cockpit des neuen Range Rover
Dem Preis entsprechend verfügt der Range Rover über ein nobles Interieur – für den Beifahrer gibt es allerdings kein Extra-Display. © Jaguar Land Rover

Neuer Range Rover: Vierzylinder-Plug-in-Hybrid fliegt aus Programm

Der drei Liter große Reihensechszylinder leistet mit 105 kW / 143 PS Elektrounterstützung als Range Rover R 510e insgesamt bis zu 510 PS und somit deutlich mehr, als er es unter der original bayrischen Motorhaube tut. Glücklicherweise gestrichen wurde der alles andere als überzeugende Vierzylinder-Plug-in-Hybrid, der im aktuellen Range Rover seinen Dienst verrichtet. Der Nachfolger bietet als Topmodell nicht nur 395 kW / 510 PS und die imageträchtigen sechs Zylinder, sondern dank seines 38,2-kWh-Akkus auch eine rein elektrische Reichweite von rund 100 Kilometern. Viele der Alltagsstrecken dürften sich damit ohne Einsatz des Verbrenners zurücklegen lassen. Der kleine Plug-in-Hybrid mit ähnlichem Antrieb leistet immerhin noch 324 kW / 440 PS und startet bei 121.200 Euro.

Neuer Range Rover: Erst 2024 soll reine Elektroversion folgen

Die Verantwortlichen von Jaguar Land Rover machen jedoch keinen Hehl daraus, dass die meisten Kunden auf leistungsstarke Achtzylinder setzen. Der 4,4-Liter-V8 leistet im neuen Range Rover 390 kW / 530 PS und ist ebenso wie der Sechszylinder an die bekannte Achtgang-Automatik aus dem Hause ZF gekoppelt. Ein kleinerer Sechszylinder mit 400 PS soll später folgen. Erst 2024 legen die Briten dann eine reine Elektroversion nach. Für zusätzliche Agilität soll eine mitlenkende Hinterachse sorgen, die bei allen Versionen serienmäßig ist und die hinteren Räder um bis zu sieben Grad einlenken kann. (Von Stefan Grundhoff/press-inform)

Auch interessant

Kommentare