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Porsche 718 Cayman GT4 RS: Noch schärfer und leichter

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Von: Simon Mones

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Es geht immer noch eine Nummer schärfer. Wer meint, mit dem prächtigen GT4 hätte Porsche der Cayman-Baureihe eine grandiose Krone aufgesetzt, irrt gewaltig. Es geht noch heftiger: mit dem Cayman GT4 RS.

Los Angeles (USA) – Wenn 1.415 Kilogramm auf ein Boxer-Mittelmotor-Triebwerk mit 368 kW/500 PS treffen, gibt es Freudentränen bei den Piloten. Wer sich keinen Porsche 911 GT3 gönnen will, der darf ab sofort vom Porsche 718 Cayman GT4 RS träumen.

Denn der kennt nur eine Währung: Bestzeiten. Geradezu unglaublich, dass die nachgeschärfte RS-Version dem alles andere als zahmen Porsche Cayman GT4 auf der Nordschleife des Nürburgrings spektakuläre 23 Sekunden abnimmt. Seine Bestzeit für die 20,4 Kilometer in der grünen Hölle: 7:04,511 Minuten.

Porsche 718 Cayman GT4 RS: Noch schärfer und leichter

Der Grund ist zunächst einmal das Sechszylinder-Boxertriebwerk des 911 GT3, das die Leistung des Cayman RS um 59 kW/80 PS im Vergleich zum GT4 steigert. Zudem gibt es einen schmalen Drehmoment-Nachschlag von 430 auf 450 Nm.

Ein Porsche 718 Cayman GT4 RS auf dem Nürburgring, fahrend.
Der Porsche 718 Cayman GT4 RS beschleunigt in 3,4 Sekunden auf Tempo 100. © Stefan Warter/Porsche

Serienmäßig sind das siebenstufige Doppelkupplungsgetriebe und Fahrleistungen wie bei einem Rennwagen. Der 718 Cayman GT4 RS beschleunigt in 3,4 Sekunden von null auf 100 km/h und damit eine halbe Sekunde schneller als beim GT4. Sein Vortrieb endet bei 315 km/h. (Porsche Boxster ohne Boxer: Wird auch der 718 zum reinen Elektroauto?)

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Porsche 718 Cayman GT4 RS: Weniger Gewicht dank Leichtbau

Im Vergleich zu seinem GT4-Bruder hat der RS nochmals leicht abgespeckt – um 35 Kilogramm. Vollgetankt und ohne Fahrer bringt der Zweisitzer gerade einmal 1.415 Kilogramm auf die Waage. Erreicht wird die Gewichtsabnahme durch den Einsatz von karbonfaserverstärktem Kunststoff, der zum Beispiel bei Fronthaube und vorderen Kotflügeln verbaut wurde. Leichtbauteppiche sparen ebenso Gewicht wie die Reduzierung des Dämmmaterials. Die Heckscheibe besteht aus Leichtbauglas. Leichtbau-Türverkleidungen mit textilen Öffnerschlaufen und Netzen an den Ablagefächern sorgen für weiteres Mindergewicht. (Porsche plant eigenes Schnellladenetz – mit einer Besonderheit)

Ein Porsche 718 Cayman GT4 RS, von hinten.
Porsche setzt beim Cayman GT4 RS auf Leichtbau – auch bei der Heckscheibe. © Stefan Warter/Porsche

Verschiedene Modifikationen am Fahrwerk tragen ebenfalls zu den verbesserten Fahrleistungen und entsprechenden Bestzeiten bei. Kugelgelenke binden das Fahrwerk besonders straff an die Karosserie an und sorgen für ein noch präziseres und direkteres Fahrverhalten. Das einstellbare und rundstreckentaugliche Fahrwerk erhielt eine RS-spezifische Dämpferabstimmung sowie modifizierte Feder- und Stabilisatorraten. (Porsche-Klassiker geschrottet – traurige Parallelen zu früherem Unfall)

Porsche 718 Cayman GT4 RS: Weissach-Paket für Rennstreckenfans

Für Rennstreckenfans dürfte das optionale Weissach-Paket mit Frontdeckel, Prozesslufteinlässe, Kühllufteinlassblenden, Deckel der Airbox, Außenspiegel-Oberschalen sowie der Heckflügel in Sichtkarbon eine Versuchung sein. Die Endrohre aus Titan sind optisch an die Auspuffanlage des Porsche 935 angelehnt. Auch der geschraubte Überrollkäfig ist aus Titan. Mit dem Weissach-Paket sind gegen Aufpreis 20 Zoll große Magnesium Schmiederäder anstelle der serienmäßigen Aluminiumschmiederäder bestellbar. (Extremer Preis: Spezial-Lack für Porsche 911 kostet so viel wie ein neuer 718 Cayman GTS)

Der Porsche 718 Cayman GT4 RS in der Rennversion.
Auch die Rennversion des Porsche 718 Cayman GT4 RS feiert in den USA ihre Premiere. © Stefan Warter/Porsche

Der Porsche 718 Cayman GT4 RS feiert heute seine Weltpremiere auf der Los Angeles Autoshow und kann ab sofort zu einem Grundpreis von 141.338 Euro bestellt werden – die Auslieferungen beginnen bereits im Dezember. Zusätzlich ist der GT4 RS mit dem optionalen Weissach-Paket erhältlich. Zeitgleich feiert in Los Angeles die Rennvariante 718 Cayman GT4 RS Clubsport Premiere, die ab 2022 in verschiedenen nationalen und internationalen Rennserien an den Start gehen wird. (Stefan Grundhoff/press-inform)

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